„Ein kurzer Pieks, das war’s“

169 Studierende und Mitarbeiter kamen zur  Blutspende-Aktion der DHBW Mosbach  

Mosbach. (pm) Wer am Campus der DHBW Mosbach am Donnerstag so richtig cool sein wollte, trug in Höhe des Ellenbogens einen weißen Verband, das „Erkennungszeichen“ der aktiven Blutspender.  169 Studierende und Mitarbeiter der DHBW Mosbach kamen und spendeten jeweils einen halben Liter Blut, die Hälfte von ihnen waren Erstspender. Die „Profis“ hatten natürlich super Tipps parat: „Du musst vorher gut essen und viel trinken. Mindestens eineinhalb Liter!“, sagte Tobias Illing.


Bauwesen-Student Martin Fischer ist ganz routiniert: „Ein kurzer Pieks, das war’s dann. Das Aufstehen nachher wird erst mal ein bisschen komisch…“ Er kriegt es aber ganz gut hin. Martin Fischer hat schon öfter Blut gespendet und findet diese Aktion, die die Studentenvertretung mit dem Blutspendedienst des Deutschen Roten Kreuzes Baden-Württemberg-Hessen gGmbH organisiert hat, toll. „Ich bin  ja nicht mehr so oft zu Hause, dass ich dort Blut spenden kann. Die Termine sind dort für mich ungünstig.“

BWL-Studentin Doris Hechel sieht das ähnlich: „Daheim ist es ungünstig. Ich spende gerne Blut, weil ich mich danach immer besser fühler. Meine Haut wird in den nächsten Tagen viel besser.“ Sechs Mal hat sie sich schon anzapfen lassen. Florian Hensel, BWL-Industrie, ist Erstspender. „Nööö, tut nicht groß weh. Ich find’s okay, wenn’s doch anderen hilft“, sagt er und bringt damit den eigentlichen Sinn und Zweck dieser mehr als gelungenen Aktion an der DHBW Mosbach auf den Punkt.

Initiatorin und BWL-Studentin Tanja Schartow, wollte sich auch anzapfen lassen.  Ihr war ein bisschen mulmig: „Mein erstes Mal…“.  Doch bei der ärztlichen Untersuchung, zu der jeder „Kandidat“ vor der Spende in eine kleine rote Kabine gebeten wurde, wurde ein zu geringer Hämoglobin-Wert festgestellt, sie wurde nicht zugelassen. „Wie einige andere, die gern spenden wollte, aber nicht durften, war ich sehr enttäuscht. Aber es ist ja gut, dass die Blutspender so gut untersucht werden.“  


Zusammen mit dem Vorsitzenden des Allgemeinen Studierendenausschusses (AStA) der DHBW, Jörg Willburger, hatte sie die Aktion „DHBW Lebensretter“ angeregt, die nun an allen acht DHBW-Standorten in Baden-Württemberg stattfinden soll. Zur Auftaktveranstaltung in Stuttgart kamen knapp 140 Studierende. Die Studierenden in Mosbach konnten dieses schon sehr gute Ergebnis sogar noch toppen. „Die in dieser Höhe selbst vom DRK nicht zu erwartende Resonanz freut mich besonders“, sagte Rektor Prof. Dirk Saller. „Ein Riesendankeschön an die Studierenden!“  

Unterstützt wurden sie dabei auch von den Mitarbeitern und Dozenten der DHBW Mosbach. Besonders aktiv war Blutspendeprofi Jessica Klein aus dem Leitungssekretariat, die in der Mittagspause ihre Kolleginnen und Kollegen zur Spende motivierte. Mit Erfolg. Bereut hat es keiner. „Ich finde es auch schön, dass einige Mosbacher Bürger den Weg auf den Campus gefunden haben“, sagte Tanja Schartow.

Blutspender im grossen Hoersaal

169 Blutspender kamen in den großen Hörsaal. (Foto: pm)

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