Mudau lehnt Christbaumplantage ab

Mudau. Die Langenelzer Straße in Mudau soll grüner werden. Nachdem das Ingenieurbüro für Kommunalplanung aus Mosbach einen Bepflanzungsplan ausgearbeitet und der Mudauer Ortschaftsrat diesem in seiner vergangenen Sitzung zugestimmt hatte, war der Plan auch den Angrenzern vor Ort vorgestellt und erläutert worden. Wie nun in der jüngsten öffentlichen Sitzung des Gemeinderates unter Vorsitz von Bürgermeister Dr. Norbert Rippberger mitgeteilt wurde, seien die betroffenen Angrenzer mit dem Bepflanzungsplan einverstanden.

Demnach sollen 18 schlank wachsende Amberbäume mit einer Höhe bis zu 12 Meter gesetzt werden, statt der vorher geplanten 31. Die restlichen 13 Pflanzscheiben werden mit pflegeleichten und winterharten Niedriggehölzen wie Eibe, Sommerspiere, Heckenmyrte, Lavendel und Beetrose bestückt, die lediglich 70 cm hoch werden. Mit der Bepflanzung will man im kommenden Herbst beginnen und hat dafür insgesamt 40.000 Euro im Haushaltsplan eingestellt, die allerdings aufgrund der kostengünstigeren Umwandlung von Baumstandorten in Niedriggehölzstandorte nicht voll ausgeschöpft werden müssen. Der Gemeinderat stimmte der vorgestellten Grüneinbindung in der Langenelzer Straße zu.

Nach Aussage von Harald Grimm werde in Kürze mit dem Austausch der Wasserleitungen begonnen und die Straßenbaumaßnahmen werden voraussichtlich im September abgeschlossen sein.


Auf Wunsch des Gemeinderates war die geplante Dachsanierung des Schloßauer Kindergartens von Architekt Hans Stetter noch einmal in dem ausgeräumten Dach überprüft worden. Außerdem hatte er sich noch zu eingehenden Gesprächen mit der Kindergartenleiterin Kegelmann und Zimmerermeister Thorsten Fischer getroffen und darauf die Neuplanung aufgebaut. Da nicht davon auszugehen sei, dass die anfällige Dachdeckung in absehbarer Zeit erneuert wird, kam er zu dem Ergebnis, die Dachuntersicht zu Kontrollzwecken frei zu lassen und die Wärmedämmung auf dem Boden aufzubringen.

Der erforderliche „Warmlager“-Raum für die Papierwerkstoffe soll in der mittleren Dachzone in Verlängerung des Treppenhauses eingebaut werden, Damit könnte auch der Treppenraum thermisch noch etwas abgepuffert werden. Der Konstruktionsaufbau dieser Einhausung könne dann mit einer einseitig beplankten und gedämmten Holzrahmenkonstruktion hergestellt werden. Die Maßnahme war mit 27.000 Euro veranschlagt, die im Verwaltungshaushalt zur Verfügung stehen, doch für die Umsetzung der jetzt vorgeschlagenen Maßnahme entstehen überplanmäßige Ausgaben in Höhe von 18.200 Euro. Das Gremium sah diese Mehrkosten als notwendig an und ermächtige die Verwaltung, die erforderlichen Arbeiten in beschränkter Form auszuschreiben und zur Vergabe vorzulegen.

Mit Kosten in Höhe von 233.231 Euro stellte das Gemeindegremium auch die Herstellung der Oberflächenentwässerung im Ortsteil Steinbach fest. Diese wurde im 2. Bauabschnitt bereits im vergangenen Jahr abgeschlossen und auch abgenommen. Hierbei wurde das Außengebietswasser, das aus den Gewannen ,,Röthe“ (Gemeindeverbindungsstraßen Richtung Beuchen und Hettigenbeuern), ,,Dürre Wiesen“ und ,,Obere Dorfäcker“ der Ortslage zufließt, aus dem Mischwasserkanal herausgenommen. Über die neue Verdolung wird das Wasser nun bis in die Tallage der Mudauer Straße transportiert und dort von der bereits vor Jahren neu verlegten Oberflächenwasserleitung durch die Ortslage von Steinbach geführt. Die finanzielle Aufwendung wird mit 78,3 Prozent aus Mitteln der Wasserwirtschaft gefördert.


Nach der erneuten Änderung des Landwirtschafts- und Landeskulturgesetzes bedürfen Weihnachtsbaumkulturen wieder der Genehmigung und des Einvernehmens der Gemeinde, wodurch die frühere Rechtslage wieder hergestellt wurde und den inzwischen ausufernden Neupflanzungen entgegen wirkt. So wurde nun auch einem Antrag auf Neuanpflanzungen von Weihnachtsbaumkulturen mit 0,45 Hektar auf Steinbacher Gemarkung sowohl durch den zuständigen Ortschaftsrat als auch durch den Gemeinderat seine Zustimmung versagt, weil die Landschaft im Bereich des Sommerbergs ansonsten erheblich beeinträchtigt würde. Einem weiteren Antrag des gleichen Antragstellers auf Steinbacher Gemarkung wurde ohne Einwände zugestimmt.

Eine beantragte Großflächenwerbetafel am ehemaligen Sägewerk Link, das im derzeitigen Sanierungsgebiet liegt, wurde unter dem TOP „Bauanträge“ einstimmig abgelehnt. Bekannt gemacht wurde, dass die Haushaushaltssatzung und der Wirtschaftsplan der Gemeinde Mudau ohne Einwände vom Landratsamt bestätigt worden sind.

500 Saegewerk Link Mudau

An die Hauswand des ehemaligen Sägewerks Link sollte die Großflächenwerbetafel angebracht werden, die im Hinblick auf die bevorstehenden Sanierungsgebietsplanungen abgelehnt wurde. (Foto: Liane Merkle)

 

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