Odenwald-Madonnen-Weg ausgebaut

von Liane Merkle 

Scheidental. „Heute ist ein guter Tag, vor allem für die Radfahrer im Odenwald“, noch genauer meinte Regierungspräsident Dr. Rudolf Kühner die Nutzer des Odenwald-Madonnen-Radwanderwegs, der ab sofort um wunderschöne 2,8 Kilometer Lückenschluss um Scheidental bereichert ist. Den nächsten Lückenschluss Richtung Wagenschwend hoffe man, im nächsten Jahre angehen zu können.

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Zusammen mit seinen Mitarbeitern Peter Siepe und Jochen Ernst sowie Landrat Dr. Achim Brötel, Bürgermeister Dr. Norbert Rippberger, Ortsvorsteher Klaus Schork, Markus Hüblein, Friedbert Sick und Manfred Wiener vom Amt für Flurneuordnung sowie zahlreichen Vertretern aus Gemeinde- und Ortschaftsrat sowie der Oberkessacher Baufirma Schweikert gab der Regierungspräsident am vergangenen Freitag das Teilstück offiziell für den Verkehr frei.

„Endlich ist das Radfahren auf diesem Streckenabschnitt keine Tortur mehr“, denn der neu gebaute Abschnitt verläuft nun sicher abseits des Straßenverkehrs, jedoch weitgehend parallel zur L524.


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Bewältigt werden konnten das Vorhaben und die dazugehörigen Ausgleichsmaßnahmen im Zuge der Scheidentaler Flurneuordnung. Begonnen wurde es 2010 und auf teilweise vorhandenen Wegen ausgebaut. Dennoch beliefen sich die Gesamtkosten für diesen Kombiweg auf rd. 580.000 Euro, wovon die Straßenbauverwaltung des Landes Baden-Württemberg stolze 460.000 Euro, das Amt für Flurneuordnung rd. 90.000 Euro und die Gemeinde Mudau knapp 30.000 Euro übernommen hatten.

Dass diese weitere Verbesserung des Radwegenetzes rund um Mudau Dr. Norbert Rippberger als Bürgermeister natürlich eine Freude ist, steht außer Zweifel. Er zeigte sich überzeugt, dass Besucher und Bürger die herrliche Odenwälder Landschaft nun noch besser genießen können und bezeichnete Mudau als Drehkreuz für Radfahrer mit tollen Verbindungswegen sowohl nach Eberbach als auch nach Mosbach oder Bayern. Lediglich Richtung Hessen blieben diesbezüglich noch Wünsche offen.

Doch vorerst überwiege die Freude über das jetzt gelungene Stück, das dem Gemeindeoberhaupt jede mögliche Option entlockte, die der Mudauer Odenwald in Bälde für Radfahrer und E-Biker zu bieten habe. Nicht unerwähnt blieb dabei auch die gute Mudauer Gastronomie, die einer der Gründe war, den Radweg nicht um den Scheidentaler Ortskern herum zu leiten.

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Sein persönlicher Dank ging an alle, die an Bau und Finanzierung dieses Radwegs beteiligt waren, vor allem aber an seine Mitarbeiter Herbert Knapp und Harald Grimm, Ortsvorsteher Klaus Schork sowie „Ortsbauleiter“ Helmut Scheuermann.

Diesem Dank schloss sich der Ortsvorsteher als Vorsitzender der Teilnehmergemeinschaft nahtlos an. Er sah in diesem Kombi-Weg eine perfekte Bereicherung für Scheidental mit seiner ländlich geprägten Struktur und empfahl den Anwesenden humorvoll, „wenn ein Ort mal anfängt einzuschlafen, dann strebt eine Flurbereinigung an“.

Landrat Dr. Achim Brötel ergänzte die Grußworte auf gewohnt humorvolle Weise mit den Glückwünschen des Neckar-Odenwald-Kreises und dem Augenmerk auf die steigende touristische Bedeutung des Odenwaldes und zwar ebenso für Kurztrips als auch für Urlaub. Der Ausbau des Radwegenetzes trage in der „Traumhaft schönen Landschaft mit hervorragender Luft, gepflegter Gastlichkeit bei lauter netten Menschen“ ideal dazu bei. Die Statistik der Touristikgemeinschaft Odenwald (TGO) belege das eindrucksvoll mit im fünften Jahr in Folge stabil über 1 Mio. Übernachtungen. Exakt: 1.027.072 (2011).


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Als jüngstes Beispiel für die kooperativen Bemühungen der Odenwälder im Dreiländereck nannte Dr. Brötel die Einrichtung des NeoBusses mit eigenem Radanhänger (Eberbach – Waldbrunn – Mudau – Amorbach, dort Anschluss an den NaTourBus Amorbach – Michelstadt – Erbach – Beerfelden und zurück nach Eberbach). Gleichzeitig lobte der Landrat, dass hier nicht einfach nur ein Radweg gebaut worden sei, sondern wiederum durch hervorragendes Zusammenspiel zwischen der Straßenbauverwaltung des Landes, dem Fachdienst Flurneuordnung und Landentwicklung des Landratsamtes und der Gemeinde Mudau auch eine Lösung realisiert worden sei, die sich wunderbar in die Landschaft einfüge und nicht zuletzt durch die Ausgleichsmaßnahmen zugleich auch deutliche Verbesserungen für Natur und Umwelt bewirke.

Wie es sich für den Odenwald gehört, wurde die Maßnahme nicht mit Bier, sondern mit echtem Odenwälder Most begossen. Der gemütliche Teil der Übergabefeierlichkeiten fand dann im Scheidentaler Gasthaus „Zum Römerkastell“ statt. 

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Die Ehrengästen geben den Streckenabschnitt frei. (Foto: Liane Merkle)

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