Volksbewegung für die Energiewende

Verdienstorden, Energiegenossenschaft, Boris Palmer und Rücknahme der Solarkürzungen 

Gratulation zum Landesverdienstorden, die jüngst erfolgte Gründung der BürgerEnergieGenossenschaft Neckar-Odenwald BEG , der Hinweis auf den Vortrag von Boris Palmer am 22. Mai und schließlich die Forderung nach Rücknahme der überzogenen Solarvergütungskürzungen  – dies umfasste die Tagesordnung der jüngsten Vorstandssitzung von S.U.N. e.V. in Mosbach.

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Zu Beginn gratulierte der SUN-Vorstand „seiner“ Vorsitzenden Christine Denz mit einem  Blumenstrauß zur Verleihung des Landesverdienstordens für ihre Pionierleistungen im ökologischen und bürgerschaftlichen Bereich. Sie sei der ehrenamtliche Motor der Energiewende im NOK und dürfe die höchste Auszeichnung des Landes als einzige im Landkreis tragen. In ihrem Dankeswort hob Denz die große Bereitschaft der Bevölkerung im Neckar-Odenwald-Kreis zum Mitmachen hervor: „Wir brauchen eine Volksbewegung  für die Energiewende. Sie lebt entscheidend vom Mitmachen!“


Genau in diesem Sinn hat S.U.N. e.V. das jüngste „Kind“ zusammen mit anderen aus der Taufe gehoben, nämlich die BürgerEnergieGenossenschaft Neckar-Odenwald BEG. Hier haben sich Fachleute aus Interesse an der Sache verpflichtet, energieeffiziente Projekte und solche mit erneuerbaren Energien regional und mit finanzieller Beteiligung von sog. „Solarbürgern“ zu errichten. Nähere Informationen erhält man unter www.buergerenergie-neckar-odenwald.de.  Der regionale Gedanke breite sich immer mehr aus und schlage Wurzeln im Denken und Handeln, befanden die Mitglieder des Vorstandes.  Christine Denz erklärte, dass sie sofort am Tag nach ihrer Wahl in den BEG-Vorstand ihr Mandat im Aufsichtsrat der Genossenschaft Energie & Umwelt schriftlich niedergelegt habe. Von vornherein wolle sie eventuelle Interessenkonflikte ausschließen; sie  betonte insbesondere, dass die Kooperation u. a. auch mit anderen Genossenschaften Kernstück der Grundsätze sei, mit denen die BEG Neckar-Odenwald arbeiten wolle.

Boris Palmer wird sich in seinem Vortrag „Eine Stadt macht blau. Ein Landkreis auch!?“ auch der Energieeffizienz widmen, diese sei ein noch schlafender Riese. Ohne sein Aufwecken und Erstarken könne die Energiewende nicht gelingen. Auch sei Technik alleine nicht die Lösung; es müsse damit ein verändertes Verhalten und ein Bewusstseinswandel einhergehen. Man müsse auch das schätzen und pflegen lernen, was man hat und aufmerksam mit den knappen Ressourcen umgehen. Der Vortrag findet am 22. Mai ab 19 Uhr in der Mälzerei Mosbach statt.


Zu kritisieren sei die derzeitige Stagnation beim Solarausbau durch politische Fehlentscheidungen und die damit verbundene Insolvenzwelle in der Solarbranche. Entscheidend sei, dass der Vermittlungsausschuss des Bundestages und danach der Bundestag die überzogenen und übereilten Kürzungen zurücknehmen und damit diesen zukunftsträchtigen Wirtschaftszweig mit seinen Tausenden von Arbeitsplätzen und seiner Bedeutsamkeit für den Klimaschutz stärke.

 

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