Scherer-Betriebsrat rettet 40 Stellen

Eberbach. Wie wir aus Kreisen der Beschäftigten von R.P. Scherer/Catalent erfahren haben, konnte der Betriebsrat durch hartnäckige Verhandlungen erreichen, dass „nur“ noch 91,5 Vollzeitstellen dem geplanten Stellenanbau zum Opfer fallen sollen. Hierüber wurde die Belegschaft in mehreren Betriebsversammlungen informiert.

Dadurch sind gut 40 Menschen und deren Familien weniger vom Stellenabbau und dem Verlust der Existenzgrundlage betroffen als zunächst befürchtet.

Von den 91,5 Vollzeitstellen sollen 46 bis Ende September des Jahres, und weitere 45,5 Vollzeitstellen bis Ende Juni 2013 ersatzlos der Gewinnmaximierung zum Opfer fallen.

Ebenfalls als großer Erfolg wird das ausgehandelte Sozialplanvolumen in Höhe von 4,1 Millionen Euro betrachtet. Mit Vorschlägen zu Beschäftigungssicherungsmaßnahmen wie attraktive Vorruhestandsregelungen, Teilzeitoffensive, Transfergesellschaft und Reduktion der Wochenarbeitszeit in Teilbereichen sollen die Stellenverluste abgefedert werden. Der Betriebsrat, der durch die hervorragende Solidarität der Belegschaft und die Unterstützung durch die Gewerkschaft IG BCE gestärkt wird, will weiter gegen betriebsbedingte Kündigungen kämpfen.



Bis Mitte Juni wollen Betriebsrat und Geschäftsleitung einen Sozialplan und den Interessenausgleich aushandeln. Anschließend soll die Belegschaft erneut informiert werden. Trotz des enormen Zeitdruck gelang es den Mitarbeitervertretern die Interessen der bedrohten Kollegen engagiert zu vertreten.

Je nach Verlauf wird der Betriebsrat zu weiteren unterstützenden Aktionen aufrufen.

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