SpVgg Neckarelz unterliegt im Finale

FC Nöttingen holt Titel im Pokal-Krimi

Bammental. Der FC Nöttingen hat sich nach zwei Finalniederlagen in den letzten beiden Jahren den Badischen Krombacher Pokal der Herren 2011/12 gesichert. Vor 2.500 Zuschauern siegten die Remchinger auf der Sportanlage des FC Victoria Bammental mit 4:3 nach Elfmeterschießen gegen den Oberligakonkurrenten SpVgg Neckarelz.

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Besser hätte ein Drehbuch nicht lauten können. Eine Stunde vor Anpfiff zog ein Unwetter auf und brachte die Mannschaften und auch die Zuschauer ordentlich ins Grübeln. Wird denn auch angepfiffen? Doch der Wettergott hatte ein Einsehen. Pünktlich verzogen sich die Wolken und alles war für einen großen Pokalabend angerichtet.

Die Nöttinger wollten mit ihrem Motto „Alle guten Dinge sind drei“ endlich den Badischen Krombacher Pokal mit nach Hause nehmen. In den letzten zwei Jahren waren die Lila-Hemden jeweils an dem SV Sandhausen gescheitert. Aber auch die SpVgg Neckarelz wollte ihre Saison mit einem Pokalsieg krönen. Waren es doch die Odenwälder, die im Jahr 2008/2009 den Badischen Pokal holten und anschließend in der ersten DFB-Pokalrunde auf den FC Bayern München trafen.


Ein Spiel auf Augenhöhe

In der ersten Halbzeit erspielte sich das Nöttinger Team ein leichtes Übergewicht. Marcel Rapp und Metin Telle scheiterten jedoch mit ihren Kopfbällen am Neckarelzer Torwart Florian Hickel. Auch Holger Fuchs konnte seinen Distanzschuss aus 15 Metern nicht im Tor des Gegners platzieren. Ein 0:0 zur Halbzeit deutete schon an, dass es sich um ein enges Pokalfinale – womöglich auch mit Verlängerung – handeln könnte.

Neckarelz fand in der zweiten Hälfte besser ins Spiel. Die größte Möglichkeit vergab der eingewechselte Heiko Throm, der aber seinen Heber über FC-Keeper Hickel nicht im Tor unterbringen konnte. Auf Seiten der Remchinger scheiterten Marcel Rapp und Mario Bilger mit ihren Torchancen, um ein Ende der Partie nach der regulären Spielzeit zu erzwingen.

Entscheidung im Elfmeterschießen

Auch die Verlängerung brachte keine Tore, das Elfmeterschießen musste die Entscheidung bringen. Die Nöttinger Schützen zeigten die besseren Nerven und verwandelten sicher. Für Neckarelz vergaben Heiko Throm und Christian Haas. Beide Elfmeter wurden von Sascha Rausch pariert, sodass der Pokaltriumph für die Remchinger perfekt war. Nöttingen startet damit in der ersten DFB-Pokalrunde in der kommenden Saison. Die SpVgg Neckarelz durfte sich trotz des zweiten Platzes über einen Scheck in Höhe von 5.000 € freuen.

Die Siegerehrung wurde vom Präsidenten des Badischen Fußballverbandes, Ronny Zimmermann, dem Pokalspielleiter Günter Seith, und von den Vertretern der Krombacher Brauerei, Ulrike Weyel und Thomas Bierenbreier, durchgeführt. Neben etlichen Litern Krombacher Bier stemmten die Nöttinger zu später Stunde den Pokal in die Höhe. „Alle guten Dinge sind drei“ – die vorgegebene Marschrichtung der Mannschaft und den Fans ging auf.

Schiedsrichter Gonzalez mit letztem Spiel

Auch für den Schiedsrichter der Partie, David Gonzalez, war es ein besonderes Spiel. Nach insgesamt 1.500 geleiteten Partien wird er nicht mehr die Pfeife heben. Er bleibt dem Badischen Fußballverband in der Funktion als Spielverteiler in der Herren-Verbands- und Landesliga sowie Futsal-Herren erhalten. Ronny Zimmermann und Günter Seith dankten ihm und seinen Assistenten für die Leitung der Partie. Die Krombacher Brauerei belohnte die Männer mit Geschenken.

Die beiden Halbfinalisten des Badischen Krombacher Pokals, dem SV Sandhausen und SV Spielberg, gingen nicht leer aus. Jede Mannschaft erhielt einen Gutschein in Wert von 2.000 Euro für einen Aufenthalt in der Sportschule Schöneck. Und ganz besonders dankte Ronny Zimmermann dem FC Victoria Bammental, der „einen tollen Rahmen für dieses besondere Finale geschaffen hat“.


Die Trainer zum Spielausgang:

Peter Hogen (SpVgg Neckarelz): Gratulation an das Team von Michael Wittwer. Natürlich sind wir sehr enttäuscht und traurig. Wenn man sich in einem Pokalfinale auf Augenhöhe begegnet und sich meiner Meinung nach keine Mannschaft Vorteile erarbeiten konnte, ist es umso bitterer, zu verlieren. Wir haben es versäumt, uns klare Torchancen zu erarbeiten. Die Nöttinger haben uns aggressiv gestellt. Auch in der Verlängerung konnte sich keine Mannschaft klar hervorheben. Und im Elfmeterschießen ist es immer so, dass ein Team lacht und das andere weint. Ich bin aber trotzdem stolz auf meine Mannschaft, wir haben alles versucht und ich mache meinen Spielern keine Vorwürfe, weil die Elfmeter verschossen wurden. Wir werden nächstes Jahr wieder einen neuen Anlauf starten.

Michael Wittwer (FC Nöttingen): Im Moment ist die erste Runde im DFB-Pokal noch sehr weit weg. Jetzt zählt der Moment. Wir haben heute gesehen, dass sich das im Vorfeld erwartete Spiel auf Augenhöhe bewahrheitet hat. Beide Mannschaften sind über ihre Grenzen hinausgegangen, was das Kämpferische und Läuferische betrifft. Kein Team konnte sich in den Vordergrund spielen. Wir haben es nun endlich geschafft, den Pokal zu holen. Mein Team und auch unsere vielen Ehrenamtlichen haben es sich verdient, für die harte Arbeit der letzten Jahre belohnt zu werden. Wir freuen uns nun riesig, dass wir nun im großen Lostopf des DFB-Pokals sind.

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