Ehrungen beim Landratsamt

Mosbach. Eher klein war diesmal die Runde, zu der man sich turnusgemäß im Landratsamt einfand. Zwei Verabschiedungen und vier Dienstjubiläen standen bei der aktuellen Feierstunde an und Landrat Dr. Achim Brötel freute sich, die zu Ehrenden samt ihren Vorgesetzten begrüßen zu können. „Der Öffentliche Dienst steht unter Generalbeobachtung, vor allem, wenn die Gelder knapp werden. Allerdings ist nicht alles, was privat erledigt wird, allein dadurch automatisch besser.“ Und weiter: „Dass der Öffentliche Dienst hier bei uns im Neckar-Odenwald-Kreis nicht zur Diskussion steht, sondern vielmehr einen guten Ruf hat – dafür danke ich Ihnen. Denn das verantworten Sie mit ihrer guten Arbeit über viele, viele Jahre hinweg.“ 


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Tatsächlich sehr viele Jahre hat Kurt Gremminger aus Buchen „im Amt“ gearbeitet: Fast 51 Jahre, um genau zu sein. Seine Lehre zum Vermessungstechniker begann er 1961 beim damaligen Flurbereinigungsamt Buchen, dem er zeitlebens treu blieb. Neben seiner Beteiligung bei zahlreichen Flurneuordnungsverfahren – „Diese Verfahren prägen nicht nur die Landschaft, sondern mittlerweile auch immer mehr das Erscheinungsbild der Kommunen“ –  war er immer auch bei der EDV auf der Höhe der Zeit und brachte sich diesbezüglich ein. Ebenso in verschiedenen Ehrenämtern, wie der Landrat lobend hervorhob: „Auch da kann und muss der Öffentliche Dienst ein Vorbild sein.“ Dem „erfahrenen“ Pensionär, der schon seit Ende März im Ruhestand ist, folgte Edmund Leitz aus Hettingen, der 1966 seine Lehre zum Vermessungstechniker angetreten hat. In Mosbach beim damaligen Staatlichen Vermessungsamt lernte er diesen Beruf und erst 2005 kam Leitz im Rahmen des Verwaltungsstruktur-Reformgesetzes zum Landratsamt des Neckar-Odenwald-Kreises. 2006 konnte er, dessen großes privates Hobby die Nachzucht und Veredelung von Apfelbäumen ist, sein 40-jähriges Dienstjubiläum feiern. Derzeit befindet sich Leitz noch im Urlaub, zum 30. Juni tritt er in den Ruhestand.

Flirten, Chatten & Freunde treffen

Werner Brenneis´ Metier sind die über 700 km klassifizierten Straßen im Kreis. Denn der Donebacher, der Bauingenieurwesen studiert hat, ist Bauleiter beim Fachdienst Straßen in Buchen und damit mitverantwortlich für die „Lebensadern“, wie der Landrat die Straßen insbesondere im Ländlichen Raum bezeichnete. „Natürlich haben wir immer Wünsche, aber festgestellt werden muss: Da ist viel geschehen in den letzten Jahrzehnten. Und sie haben daran entscheidenden Anteil“, betonte Dr. Brötel, der Brenneis zum 40-jährigen Dienstjubiläum gratulierte. Noch keine 40, aber immerhin 25 Jahre arbeitet Martina Backfisch aus Limbach  im Öffentlichen Dienst. Sie hat Industriekauffrau in der freien Wirtschaft gelernt, bevor sie 1987 zum Landratsamt kam. Seit 2006 arbeitet sie im Bereich Schwerbehindertenrecht.


„Da braucht es bei ständig steigenden Fallzahlen im Umgang mit den Schwerbehinderten hohe soziale Kompetenzen“, lobte der Landrat. Als Oberforsträtin und stellvertretende Leiterin der Forstbetriebsleitung Schwarzach braucht die auch Cordula Samuleit. Die studierte Dipl.Forstwirtin hat etliche Forstämter kennen gelernt, bevor sie 2005 ihren Dienst im ehemaligen Wasserschloss in Schwarzach antrat, wo sie jetzt ihr 25-jähriges Dienstjubiläum feiern kann. Das gleiche gilt für Thilo Sigmund aus Mudau. Auch er hat als Revierförster in vielen Forstämtern Station gemacht, ist seit 1994 im Landkreis beschäftigt und seit 2009 Revierleiter in Lohrbach. Der passionierte Jäger ist zusätzlich engagierter „Wildtierbeauftragter“ und aktiv beim Bund Deutscher Forstleute.

Im Namen aller Kolleginnen und Kollegen dankte auch Wilfried Weisbrod den künftigen Ruheständlern und den Dienstjubilaren für die geleistete Arbeit und schloss sich den guten Wünschen des Landrats insbesondere nach Gesundheit an.  

2405 Ehrungen im Landratsamt

(Foto: LRA) 

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