Kommt der Mörder aus dem Internet?

Krumbach. Wie wir bereits mehrfach berichteten, wurde an Heiligabend die 46-jährige Sabine Jauch in ihrem Blockhaus in einer Feriensiedlung in Krumbach brutal erschlagen aufgefunden (NZ berichtet). Inzwischen weiß die Polizei, das als Tatwaffe ein ca. 40 cm große und fünf Kilogramm schwere Eisenskulptur in Frage kommt, die seit der Tat zusammen mit einer Handtasche, einer Digitalkamera Traveller von Aldi, einem Nokia 628 und der Geldbörse verschwunden ist. Der Täter, der sich laut Aussage in Aktenzeichen XY in einen wahren Blutrausch gesteigert haben muss, konnte männliche DNA gesichert werden, die jedoch keinem bekannten Mann aus dem bisher ermittelten Umfeld des Mordopfers zugerechnet werden konnte, wie Heiko Gieser von der Kripo Mosbach in der Sendung gegenüber Rudi Cerne erklärte.


Im Rahmen der Ausstrahlung von „Aktenzeichen XY ungelöst“ am Mittwoch, wurde auch erläutert, dass die ermordete Sabine Jauch, die letztmals am 23.12.11 in der Mosbacher Fußgängerzone lebend gesehen worden war, mit ihrem KfZ Suzuki über Seckach nach Krumbach fuhr. Weshalb sie diesen Umweg machte, ist nach wie vor Gegenstand der Ermittlungen. In Krumbach wurde sie dann am 24.12.11 von Polizeibeamten, die der besorgte Vater der Toten in Villingen-Schwennigen, dem Heimatort Sabine Jauchs, verständigt hatte. Der Tätet ist wohl nach der Tat mit dem Pkw der Toten nach Mosbach gefahren, wo der Wagen in der Nähe der S-Bahn-Station abgestellt wurde. Nachdem man zunächst von einem Raubmord ausging, ist das Motiv inzwischen ein großes Rätsel, so Moderator Cerne im ZDF, waren doch 35.000 Euro im Besitz der Toten nicht angerührt.

Außerdem berichtete der Kriminalbeamte erstmals, dass das Opfer wohl immer mal wieder in sogenannten Partnerbörsen bzw. Singleseiten im Internet aktiv war, sodass durchaus die Möglichkeit besteht, dass Sabine Jauch auf diesem Weg einen Mann kennengelernt hat, der ihr Vertrauen gewann und den sie daher mit in ihre Wohnung nahm, obwohl sie ansonsten, so der Bericht, ein ausgeprägtes Sicherheitsbedürfnis gehabt habe.

Im Filmbeitrag wurde außerdem darauf hingewiesen, dass sich die Tote für Esoterik und Heilkunde interessierte und bereits früher mehrfach den Wohnort wechselte und unter anderem in Wesslingen, Waiblingen und Bayer wohnhaft war, sodass die Polizei auch aus diesen Orten nach Zeugen sucht.


Auch Kontakte, die durch die genannten Singlebörsen zustande kamen, sind für die Fahnder von großem Interesse. Bereits im Laufe der Sendung hatte sich eine solche Zeugin gemeldet, die aufschlussreiche Informationen liefern könnte, so ein erstes Fazit.

Laut Rudi Cerne lässt sich in diesem Fall nichts ausschließen. Für die Ergreifung des Täters ist eine Belohnung in Höhe von 25.000 Euro ausgesetzt.

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Kannte Sabine Jauch ihren Mörder aus dem Internet? (Foto: privat)


Infos im Internet:

www.aktenzeichenxy.de

www.zdf.de/ZDFmediathek#/beitrag/video/1358258/Aktenzeichen-XY-..-ungel%C3%B6st

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