Im Gebirge auf Firmung vorbereitet

von Liane Merkle 

Seckach. „Tannheimer Berge“ nannte sich die dreitägige Aktion der Seelsorgeeinheit Adelsheim-Osterburken-Seckach zur Firmvorbereitung 2012. Immerhin 15 Jugendliche aus Adelsheim, Bronnacker, Großeicholzheim, Hirschlanden, Osterburken, Rosenberg, Schlierstadt, Seckach und Sennfeld hatten sich zusammen mit vier Begleitpersonen, darunter  Gemeindereeferentin Ute Hodel und ihrem Mann, dem Extremsportler Herbert Hodel, auf den Weg gemacht, um beim Erleben der grandiosen Bergwelt den Spuren Gottes näher zu kommen und die Seelsorgeeinheit mit Leben zu erfüllen.


Es war ein Abenteuer, bei dem alle ein wenig mehr „zusammenwuchsen“. Angefangen vom Start im Kinder- und Jugenddorf Klinge über die Fahrt in zwei Kleinbussen und einem PKW Richtung Österreich bis Nesselwängle im Tannheimer Tal. Hier wurde das Gepäck an der Materialseilbahn aufgegeben und dann konnten sich alle nach der langen Fahrt auf dem Marsch zum Gimpelhaus in 1.659 Meter Höhe ausgiebig die Beine vertreten.

Nach diversen Erkundungen und einem kräftigen Abendessen war bei der ersten Gruppenstunde zur Firmvorbereitung noch einmal Konzentration gefordert. Thema war die Gotteserfahrung des Mose und die 10 Gebote, die ihm eben auf einem Berg gegeben worden waren. Die Geschichte von „Hadschi Halef“ unterstrich dann die Spuren Gottes, besonders in den Bergen und überhaupt in unserem Leben. Man erfahre sie in der Schönheit der Natur, aber auch die Hilfsbereitschaft und Freundlichkeit von Mitmenschen.


Der zweite Tag war geprägt von einer großen Wanderung vorbei an der Tannheimer Hütte zur Schneetal-Alm und weiter zur Besteigung des Hahnenkammes, zum Alpenblumengarten und der Lechaschauer Alp. Die ganz Durchtrainierten hängten zusammen mit Herbert Hodel sogar noch die Besteigung des „Roten Flüh“ in 2.111 Meter Höhe an. Trotz der körperlichen Strapazen half „Gottes guter Geist“ nicht nur den Jüngern Jesu, sondern auch den Firmanwärtern während der abendlichen Gruppenstunde zum Thema „Pfingsten“.

Ute Hodel betonte dabei: „Dieser Heilige Geist Gottes wird unseren Jugendlichen schon in wenigen Tagen im Sakrament der Firmung besonders zugesagt, damit sie mutig  und gestärkt ihren Lebens- und Glaubensweg weitergehen mögen.“

Als Abschluss der Firmvorbereitung fand eine dritte Gruppenstunde am Abreisetag nach dem Frühstück statt, verbunden mit einem Gottesdienst und dem zentralen Thema „Jesus Christus“ und seinem Auftrag „Tut dies zu meinem Gedächtnis“. Zur Vorbereitung auf das Dreifaltigkeitsfest beschäftigte sich die Gruppe mit Bibel-Texten, in denen noch einmal ausdrücklich von Gott, Jesus Christus und dem Heiligen Geist die Rede ist.


Mit wunderschönen Eindrücken und Jesu Versprechen im Ohr: „Ich bin bei euch alle Tage bis zum Ende der Welt“ verabschiedeten sich die Firmanwärter von der Bergwelt. Dabei genossen sie den Blick auf den Vilsalpsee, den einige noch mit einem Abstecher zum Bärgacht-Wasserfall (1.250 Meter) umrundeten bevor man endgültig die Heimreise antrat.

„O Gott, wie groß, wie gut bist du, wie schön ist deine Welt. Gib, dass ich dir zu lieb auch tu, was Vater dir gefällt“, fasste Gemeindereferentin Hodel diese positive Firm-Aktion in den Bergen zusammen.

500 Firmvorbereitung

(Foto: privat)

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