Aus Liebe in den Ruhrpott

Trotz schwerer Schicksalsschläge fröhliches Herz bewahrt

von Liane Merkle

Langenelz. Ihr Goldenes Ehejubiläum können am heutigen Samstag in Langenelz Rita und Josef Smolka zusammen mit ihren zwei Töchtern und Familien, darunter fünf Enkelkinder feiern. Sie blicken dabei auf ein arbeitsreiches und von vielen Schicksalsschlägen begleitetes Leben zurück, und doch haben sie sich ein fröhliches Herz bewahrt.

Rita Smolka, geb. Meixner wurde mit ihrer Zwillingsschwester als drittjüngste von weiteren fünf Geschwistern am 13. Februar 1936 in Langenelz geboren. Nach der Schule half sie in der elterlichen Landwirtschaft und Schmiede bis sie eine Anstellung in der Küche einer Heidelberger Klinik fand. Von 1957 bis 59 arbeitete sie dann in einer Kurklinik in Bad Rippoldsau, wo sie erste Bekanntschaft mit Josef Smolka machte und sich in ihn verliebte. Der Bergmann war zur Erholung in den Schwarzwald geschickt worden.


Geboren wurde Josef Smolka als mittleres von fünf Kindern am 13. August 1934 in Essen, wo er auch aufgewachsen war und insgesamt 15 Jahre unter Tage gearbeitet hatte. Seine drei Wochen Erholung waren viel zu schnell vorbei und er musste zurück nach Essen. Doch seine Rita ergriff die Initiative, kündigte ihre Arbeit, fuhr erst mal nach Hause und dann weiter ins Ruhrgebiet, um Josef dort zu überraschen, was ihr auch gelang.

Dennoch ließen sich die beiden noch etwas Zeit zum Kennenlernen, bevor am 09. Juni 1962 in Essen die Hochzeitsglocken läuteten. Nachdem Josef Smolka seine Arbeit im Kohlebergwerk aufgegeben hatte, zog das Jubelpaar mit der ersten Tochter zurück in die Odenwälder Heimat der Ehefrau nach Langenelz. Dort kam die zweite Tochter zur Welt im ehemaligen Schulhaus zur Welt, wo das Ehepaar Smolka heute noch wohnt.

Der vielseitige Jubilar arbeitete zunächst als Holz- und später als Metallarbeiter bis zur krankheitsbedingten Rente. Darüber hinaus war er Gründungsmitglied des „Stammtisch Langenelz“ ist bis heute in der örtlichen Feuerwehrabteilung, außerdem widmete er sich mit Begeisterung seinem Garten und mit großer Leidenschaft der Gobelin-Stickerei, ein sicher ungewöhnliches Hobby für einen Mann.


Rita Smolka betreute jahrelang das Langenelzer Milchhäuschen bis zu dessen Schließung. Hobbymäßig hat sie sich eher dem Stricken verschrieben, doch nicht einfach stellt sie nicht nur Schals oder Socken her, sondern produziert ausgefalle Designerstücke in Auftragsarbeit.

Beide waren auch besonders reiselustig als sie noch die Kraft dazu hatten. Josef Smolka denkt besonders gerne an seinen erlebnisreichen Russland-Urlaub zurück. Den zahlreichen Glückwünschen zur Goldenen Hochzeit schließt sich die Redaktion gerne an.

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Rita Smolka kündigte ihre Arbeit, um „ihrem“ Josef in den Ruhrpott zu folgen, wo der Bergmann viele Jahre lang Kohle abbaute. Später zog es das paar in den Odenwald. (Foto: Liane Merkle)

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