Kritik an Odenwald-Transversale bestätigt

Neubau führt zu erheblichem Eingriff und ist am Bedarf vorbeigeplant

Neckar-Odenwald-Kreis. (pm) Die Kritik am geplanten Neubau der Kreisstraße 3972 (Transversale Eberstadt-Adelsheim) hält an. Auch im Laufe des ausführlichen Erörterungsverfahrens konnten grundsätzliche Argumente gegen das Vorhaben nicht ausgeräumt werden. Bei dem Erörterungstermin am Montag hatten Einzeleinwender aus der Bevölkerung, die Bürgerinitiative „Natur oder Transversale“ und der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) ihre fundierten Argumente gegen das Projekt dargelegt und Antworten vom Neckar-Odenwald-Kreis als Vorhabensträger gefordert.


Bei der Erörterung wurde bestätigt, dass die geplante Transversale neuen Verkehr anziehen wird. Auch wurde deutlich, dass die Bedarfsprognose auf Einschätzungen zur Bevölkerungsentwicklung aus dem Jahr 2005 beruht. „Die Straße wird schlicht am Bedarf vorbei geplant“, so Matthias Weyland, Geschäftsführer beim BUND Rhein-Neckar-Odenwald.

Auch führt das Vorhaben zu einer erheblichen Natur- und Landschaftszerstörung. Die geplante Trasse zerschneidet einen großflächigen und bislang weitgehend ungestörten Landschaftsbereich von mindestens 20 Quadratkilometern. Berthold Weigand, Vorsitzender des BUND Buchen erklärte dazu: „Die Transversale führt zu einer irreparablen Zerschneidung von zusammenhängenden Lebensräumen und macht alle Bemühungen zum Flächenschutz zu Nichte.“


Weitere Einwände richten sich gegen erwartbare Kostenrisiken, ungeeignete Ausgleichsmaßnahmen und gegen die nach Ansicht der Einwender verhältnismäßig schlechtmöglichste Trassenwahl. Der BUND drängt darauf, die Pläne für den Neubau auf Eis zu legen und eine aktualisierte Bedarfsprognose zu erstellen. Zudem sollten alternative verkehrliche Maßnahmen geprüft werden.

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