Tarifreform der GEMA muss auf den Prüfstand

MdB Alois Gerig (CDU) sieht Feste und Musikveranstaltungen im ländlichen Raum bedroht

Berlin. Zahlreiche Vereine, Gastronomen und Discothekenbetreiber aus der Region haben sich voller Sorge an den CDU-Bundestagsabgeordneten Alois Gerig gewandt: Sie befürchten, dass ab 2013 für das Abspielen von Musiktiteln dramatisch höhere Kosten anfallen. Grund dafür ist die geplante Tarifreform der GEMA. Die GEMA vertritt die Urheberrechte von Komponisten, Textautoren und Musikverlegern und stellt bei Tonträgerwiedergaben den Veranstaltern entsprechende Gebühren in Rechnung.


Alois Gerig zeigt für die Sorgen Verständnis: „Teilweise erhöhen sich die Gebühren um ein Vielfaches – nicht nur Diskotheken und Musikkneipen, sondern auch Veranstaltungen von Vereinen und ehrenamtlich Tätigen sind durch die Gebührenerhöhungen in ihrer Existenz bedroht.“ Der CDU-Bundestagsabgeordnete forderte die GEMA auf, die angekündigten drastischen Gebührenerhöhungen auf ein erträgliches Maß zu reduzieren.

„Das Deutsche Patent- und Markenamt sowie das Kartellamt sind gefordert, ihre Aufsichtspflichten wahrzunehmen und gegen diese Gebührenpläne vorzugehen“, erklärte Alois Gerig. Wenn dies nichts nütze, müsse geprüft werden, ob Gesetzesänderungen erforderlich sind.


Den klein- und mittelständischen Betreibern von Diskotheken, Kneipen und Clubs dürfe nicht den Boden unter den Füßen weggezogen werden. „Darüber hinaus ist es notwendig, Feste und Musikveranstaltungen als wichtige Freizeitangebote im ländlichen Raum zu erhalten“, so der Abgeordnete. Ansonsten laufe der ohnehin schon durch den demografischen Wandel „gebeutelte“ ländliche Raum Gefahr, noch unattraktiver für Jugendliche und junge Erwachsene zu werden.

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