Demonstranten tragen Nachtleben zu Grabe

500 Sarg Raitzig

Während Bärbel Raitzig mit einer Trommel lautstark für „ihre“ Pulkerkammer trommelt, wird im Hintergrund das Mosbacher Nachtleben zu Grabe getragen. (Foto: Sebastian Dick)

Mosbach. 260 junge und junggebliebene Demonstranten trugen am Samstag mit einem Sarg ausgestattet symbolisch das Mosbacher Nachtleben zu Grabe. Auslöser war eine Verfügung der Stadt Mosbach, mit der Bärbel Raitzig untersagt wurde, in der Pulverkammer im Schützenhaus weiterhin Musikveranstaltungen durchzuführen (wir berichteten mehrfach). Nachdem man ursprünglich die ebenfalls symbolische Startzeit von 5 vor 12 Uhr gewählt hatte, kam man bei Gesprächen überein, um 5 vor 3 Uhr am Nachmittag zu starten.




Nachdem die Verfügung der Stadt bekannt wurde, gab es auf Facebook einen Sturm der Entrüstung, der zum einen zu einer Unterschriftenaktion führte, die bereits über 2.000 Personen unterstützten, und zum anderen die von Sebastian Dick angemeldeten Demonstration am Samstagnachmittag. Mehrere Redner, darunter Bärbel Raitzig gaben einen Überblick über die Geschehnisse und forderten vonseiten der Stadtverwaltung nochmals Unterstützung für den Erhalt des Nachtlebens in Mosbach, um nicht zu einer Rentnerstadt 2.0 zu werden. Gerade im Hinblick auf den Status einer Hochschulstadt, mit dem man sich aufgrund der DHBW gern schmücke, seien hier Anstrengungen nötig.

Auch die Junge Union Neckar-Odenwald-Kreis hatte im Zusammenhang mit der PuKa ein Aktionsbündnis zu diesem Thema gefordert.

Durch die ganzen Proteste scheint derzeit etwas Bewegung in die Sache gekommen, hat sich die Betreiberin doch inzwischen ein möglichen Ausweichquartier am Lohrbacher Flughafen angeschaut und erste Gespräche geführt.

Den Samstagabend feierte man gemeinsam in der Pulverkammer. Allerdings wurde das Musikverbot eingehalten. Stattdessen trug jeder Gast einen Kopfhörer und tanzte zu seiner eigenen Musik.

500 Demo klein

Mit „Pro-Pulverkammer“-Shirts und verschiedenen Parolen bringen die Demonstranten ihre Forderungen zum Ausdruck. (Foto: Sebastian Dick)

Infos im Internet:

www.pulverkammer-mosbach.de/ www.facebook.com/events/184244008374902/

www.facebook.com/groups/309058389192264/

www.openpetition.de/petition/online/petition-fuer-musikveranstaltungen-in-der-pulverkammer-im-schuetzenhaus-mosbach

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3 Kommentare

  1. Stattdessen trug jeder Gast einen Kopfhörer und tanzte zu seiner eigenen Musik.

    Das können die doch IMMER so machen 😉

  2. Hallo Martin!
    Ich glaube die Anfangszeit wurde nach einem Gespräch mit dem Ordnungsamt verschoben. Vorher ist meines Wissens auf dem Platz immer Wochenmarkt, sodass keine Demo stattfinden konnte.

    Mit freundlichen Grüßen
    Jürgen Hofherr

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