Apfeltestessen des Landratsamts

Apfelkuchen getestet

(Foto: LRA)

Neckar-Odenwald-Kreis. (lra) Wer glaubt, dass ein Apfel immer gleich schmeckt, der ist ein Banause. Oder er kennt nur die 0815-Ware, eingeschweißt aus dem Supermarkt. Tatsächlich liegen zwischen Rubinette, Jonagold, Boskop, Topaz, Pinova oder Elstar geschmackliche Welten. Und die haben rund 25 Teilnehmerinnen und Teilnehmer einer Veranstaltung des Landratsamtes Neckar-Odenwald-Kreis, Fachdienst Landwirtschaft, auf dem Obstanbaubetrieb Gätschenberger in Billigheim-Katzental erkundet.

Zunächst aber wurden die Gäste von Arno Gätschenberger durch die Apfelplantagen geführt und über allerhand Wissenswertes zum Anbau, dem Pflanzenschutz – hier arbeitet man unter anderem mit Pheromonfallen – und der Pflege der Bäume informiert. „Wildäpfel“ am Anfang vieler Reihen sorgen beispielsweise für die Befruchtung. Denn Wildäpfel locken die Bienen im besonderen Maß an. Die Sortieranlage unterscheidet zwischen Mostobst und qualitativ hochwertigeren Äpfeln, die im Hofladen oder in Großmärkte verkauft oder zu Apfelchips verarbeitet werden. Im Anschluss wurden die Äpfel in gebackenem Zustand  und roh verkostet.




Die Kuchen mit acht verschiedenen Apfelsorten waren in der Lehrküche des Fachdienstes Landwirtschaft vorab von den Fachfrauen für Bewusste Kinderernährung gebacken worden. Die Geschmäcker waren hier allerdings sehr verschieden: Während der eine den Belag gerne weich mag, beißt der andere gerne in noch knackige Äpfel. Ein klassischer Backapfel jedenfalls ist der Boskop, der allerdings erst nach einigen Wochen Lagerung seinen vollen Geschmack erreicht. Bäcker dagegen bevorzugen Jonagold, weil der „immer gleich aussieht und gleich schmeckt“.

Bei der Rohverkostung schließlich lagen Rubinette und Elstar leicht vorn, beide von süß-säuerlichem Geschmack. Die Teilnehmer jedenfalls nahmen ihre Aufgaben sehr ernst und füllten entsprechende Fragebögen aus. Mit vielen Informationen über die gesunden Bestandteile eines Apfels, mit dessen möglichst regionalem Genuss auch die heimische Landwirtschaft gestärkt wird, endete die gelungene Veranstaltung.

Unsere News jetzt auch einmal täglich per Mail

© www.NOKZEIT.de


Artikel empfehlen: