Miserables Wetter hielt Hobbygärtner nicht ab

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Mudau. (lm) Nicht einmal das wirklich miserable Wetter hielt die interessierten Hobbygärtner ab, sich dem praxisnahen Streuobstlehrgang mit Kreisfachwart Josef Püchner und Gartenfachwart Manfred Fabrig anzuschließen.

Wie Gemeinschaftsleiter Günter Neumann in seiner Begrüßung im Namen der Siedler- und Gartenfreunde Mudau sowie der Kreisgruppe Buchen-Wertheim im Verband Wohneigentum erläuterte, sei vor allem der Nutzen von Streuobstbäumen sowie die Erhaltung älterer Obstsorten Inhalt dieses Lehrgangs, den die beiden Gartenprofis kurzweilig an „Mann und Frau“ brachten.

Demnach hat sich der Zeitraum für den Obstbaumschnitt entsprechend der neuesten Erkenntnisse geändert. War es früher Usus, die Bäume ausschließlich im Winterhalbjahr zu schneiden, so wisse man inzwischen, dass Schnittmaßnahmen „im Saft“ von den Bäumen besser vertragen werden. Denn in dieser Zeit hätte sie mehr Kraft, um sich gegen Pilze abzuschotten und die Wunden besser zu verschließen.




Der Obstbaumschnitt dient der Gesunderhaltung ebenso wie der Form. Denn regelmäßige Fruchtbarkeit soll in einem ausgewogenen Verhältnis zum Neutrieb stehen. Das bedeutet auch, dass trockene ältere und zu dicht stehende Äste entfernt werden müssen. „Nach dem Schnitt soll ein Vogel durchfliegen können“, erläutere Josef Püchner. So durchlüftet, trocknet der Baum nach einem Regen auch schneller ab, d. h. es können sich kaum Algen, Moose und Flechten ansiedeln. Auch dafür seien Kalkspritzungen im Winter außerordentlich hilfreich anzusehen. Des Weiteren verhindern sie Frostrisse, töten Eigelege und überwinternde Insekten ab.

Abschließend des interessanten Nachmittags ordneten die beiden Gartenprofis noch diverse mitgebrachte Äpfel für die Besitzer ihren Sorten zu und dankten ihrer interessierten Zuhörerschar für die Aufmerksamkeit.

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