1. Mudemer Jubiläums-Lauf der Narren

von Liane Merkle

001 KaGeMuWa Jubilaeumslauf

(Foto: Liane Merkle)

Mudau. „Parole: Nachtkrabbe!“ Diese mutmaßliche Geheimsprache kam nicht vom Agenten Ihrer Majestät, sondern war zu hören im Café Waldfrieden von einer Gruppe der Karnevalsgesellschaft Mudemer Wassersucher (KaGeMuWa), die daraufhin auch prompt einen verschlossenen Umschlag erhielt.

Zeitgleich wurden gegen ähnliche Parolen im Rahmen des 1. Mudemer Jubiläums-Laufs weitere Umschläge in der ARAL-Tankstelle und den Gaststätten „Eichbaum-Stüble“, „Leo’s“, „Zur Pfalz“, „Zum Löwen“, „Zur Rose“ und „Taverna Wiesental“ ausgegeben. Und sie beinhalteten eine ganze Reihe Anweisungen für jede der sechs KaGeMuWa-Gruppen, an deren Ende Helmut Korger jr., genannt Hembel, eine „spontan geplante Jubiläumssondersitzung zum 60.“ im Gasthaus „Zur Pfalz“ moderierte.

Die Stimmung im Saal war unglaublich, obwohl die Kampagne grade mal sechs Stunden alt war. Also von Null auf 200 in Rekordzeit. Anders wäre die Aufgabenstellung dieser ungewöhnlichen Schnitzeljagd auch nicht zu bewältigen gewesen, und schon gar nicht so erfolgreich.




Für den Eröffnungspunkt zeichnete die Gruppe der „Ehrenmitglieder“ mit der Proklamation eines Prinzenpaares verantwortlich. Dabei war ihnen ein echter Supercoup gelungen, denn Ihre Lieblichkeit Prinzessin Nicole I. Galm – als Mala vom Löwen bekannt – und Seine Tollität Prinz Manfred I. Dambach – scheinbar im Löwen bekannt – meisterten ihre Aufgabe mit Bravour und erklärten passend zum Jahresmotto, dass die mit Mudemer Wasser in 60 Jahren erreichte Watt-Zahl niemals von der Windkraft getoppt werden könne.

Bürgermeisterstellvertreter Siegfried Buchelt bestärkte das „Regentenpaar“ in seiner Politik mit der Übergabe des neuen Windkraftschlüssels, weil der Gemeinde das Thema langsam eh zu dumm sei. Zum gleichen Thema hatte sich die Prinzengarde mit Unterstützung von Don Quichote eine Choreographie zu dessen Kampf gegen die Windmühlen ausgedacht und sie kamen nicht ohne Zugabe von „der Bühne“.

Ganz auf den Geburtstag des Vereins zielte der Sketch „Gründungsversammlung“ der Minigarde ab. Sie hatten den Großteil der Gründungsväter herausgefunden und gründeten die KaGeMuWa im „Hau-Ruck-Verfahren“, wobei unter dem lautstarken Gelächter des Publikums praktisch in Minuten nicht nur der Verein gegründet, sondern auch der Schlachtruf geboren und die Spitzduddenfarben festgelegt wurden. Es folgt der „Chor der Vorstandschaft“, stimmlich enorm verstärkt durch Martha Link, mit der örtlich sehr bekannten „Datschlkaddl“, die praktisch für den ganzen Saal ein „MUSS“ war.

Die Wassersuchergarde hatte als „Riege der Grußwortredner“ Richy Korger gewinnen können, der sich in unnachahmlicher Parodie als Pfarrer Werner Bier, Landrat Dr. Brötel und Narrenring-Präsident Stefan Schulz aufmerksames Gehör verschaffte und jede Menge Lachsalven auslöste. Und schließlich bildete Chor und Kapelle des Wassersucherrats mit einem neuen Faschnachtsschlager den krönenden Schlusspunkt. „Schön war es nicht, dafür laut und selten und ein garantierter Spaßerfolg“, der nicht nur lautstarken Beifall, sondern die einzige La Ola des Abends erntete. Man darf gespannt sein, ob das Jubiläumsjahr der KaGeMuWa in diesem Tempo und mit diesem Spaßfaktor weiter läuft.

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