„Wieder soll Bürgernähe geopfert werden!“

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Gegen Konzentration des Vereinsregisters/CDU-Kreistagsfraktion informierte sich über Duale Hochschule

Neckar-Odenwald-Kreis. (pm) Vor ihrer Fraktionssitzung führte die CDU-Kreistagsfraktion ein informatives Gespräch mit dem Direktor der Dualen Hochschule Baden-Württemberg, Dirk Saller. Dabei ging es auch um deren Perspektiven.

CDU-Fraktionsvorsitzender hatte eingangs daran erinnert, dass die ehem. Berufsakademie „ein Kind der CDU“ ist, das anfangs lange von der Opposition bekämpft worden war; der frühere CDU-Landtagsabgeordnete Manfred Pfaus habe sich sehr verdient gemacht. Die „BA“ habe sich in fast zwei Jahrzehnten zu einem erfolgreichen Hochschultyp entwickelt. Saller konnte dies anhand der Studentenzahlen nur bestätigen. Die Duale Hochschule Mosbach an den drei Standorten Mosbach, Bad Mergentheim und Heilbronn hat heute über 3.000 Studenten; im Land seien es derzeit 31.000 Studenten. Seit dem Hochschulausbauprogramm 2005 sei die Zunahme der Studenten an den Dualen Hochschulen im Land mit 70 v.H. am stärksten gewesen; die Fachhochschulen hatten 50 v.H., die Universitäten 30% Zuwachs. Das schnelle Wachstum bedarf nun einer Konsolidierung; bei Labors und Personalstellen besteht noch ein Nachholbedarf. Ein weiterer Ausbau sei geplant, Potenzial sieht man vor allem in den gesundheitsnahen Berufen.




Die Duale Hochschule Mosbach habe eine Flächenstruktur mit den drei Campus Mosbach, Bad Mergentheim und Heilbronn. In Mosbach sind die Bereiche Wirtschaft und Technik, in Bad Mergentheim das Gesundheitsmanagement und in Heilbronn der Konsumgüterhandel angesiedelt. Die Duale Hochschule Mosbach hatbe für den ländlichen Raum eine große Bedeutung und soll den Bedarf der mittelständischen Unternehmen befriedigen. Sie wird von den Wirtschaftsunternehmen sehr unterstützt. Angesprochen in der Diskussion wurden natürlich die Parkplatzsituation, wo sich eine Entspannung abzeichnet, und der Wohnungsmarkt für die Studenten.

Bevor man sich den Themen der Kreistagssitzung zuwandte, diskutierte die CDU-Fraktion die von der Landesregierung geplante Konzentration des Vereinsregisters in Mannheim. Damit gehe wieder ein Stück Dezentralität und Regionalität sowie Bürgernähe verloren. Durch den Abbau weiterer Kompetenzen werden die Gerichte vor Ort weiter geschwächt und gefährdet. Und den ehrenamtlich tätigen Bürgerinnen und Bürgern werde durch die Ferne ein größerer Verwaltungs- und Arbeitsaufwand zugemutet. Anstelle das Ehrenamt zu schädigen, sollte es das Land weiter fördern. Dass sich dies wieder gegen den ländlichen Raum richtet, unterstreiche nur dessen geringen Stellenwert im Denken und Handeln der grün-roten Landesregierung.

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