Hoch dotierter Förderpreis an die DHBW Mosbach

PetraMorschheuser

Professorin Dr. Petra Morschheuser. (Foto: pm)

Mosbach. (pm) Für das Projekt „WissFIT – Wissenschaftliches Arbeiten mit Microlearning“ erhält Prof. Dr. Petra Morschheuser von der Dualen Hochschule Baden-Württemberg Mosbach eine von bundesweit 15 „Fellowships für Innovationen in der Hochschullehre“. Insgesamt haben sich 210 Hochschullehrer beworben. Eine Jury aus Fachvertretern, Hochschuldidaktikern und Studierenden wählte jetzt die Empfänger der mit jeweils bis zu 50 000 Euro dotierten Auszeichnung aus.

Wissenschaftliches Arbeiten zu beherrschen, ist eine Grundvoraussetzung für ein erfolgreiches Studium. Die DHBW Mosbach vermittelt Studierenden diese Schlüsselkompetenz nicht nur in einer Erstsemesterveranstaltung, sondern unterstützt die Studierenden über die gesamte Studienzeit. Das neue Konzept, für das Prof. Dr. Petra Morschheuser von der Baden-Württemberg Stiftung eine „Fellowship für Innovationen in der Hochschullehre“ erhielt, sieht zweierlei vor: „Eine Vorlesung „Einführung in das wissenschaftliche Arbeiten“ ist als Blended-Learning-Veranstaltung konzipiert, d.h. als Kombination aus E-Learning-Elementen, Gruppenarbeit, Selbstgesteuertem Lernen und klassischem Unterricht“ erläutert Prof. Morschheuser ihren Ansatz. „Zukünftig sollen die Studierenden darauf aufbauend mit ´Microlearning-Einheiten´ in Form von Apps den gelernten Vorlesungsstoff in den nächsten Semestern jederzeit spontan und zielgerichtet abrufen und verfestigen können“.




Dieses Projekt unterstützt die Bestrebungen der DHBW Mosbach, die Qualität der Lehre auf einem stetig hohen Niveau zu halten. Über die Auszeichnung freut sich auch die Prorektorin Prof. Dr. Gabi Jeck-Schlottmann, die das Ressort „Qualität der Lehre“ leitet: „Dieser Förderpreis stellt eine Würdigung unserer  bisherigen Aktivitäten zur Qualitätsverbesserung dar und ist Ansporn zugleich. Er ermöglicht uns finanziell  die Entwicklung von Apps im Rahmen des Ausbaus innovativer Methoden für das Lernen der Zukunft.“

„Wir freuen uns, dass wir fünf exzellente Lehrkonzepte in Baden-Württemberg unterstützen können“, erklärte Christoph Dahl, Geschäftsführer der Baden-Württemberg Stiftung. „Die ausgewählten Projekte erproben neue Wege der Wissensvermittlung und sind herausragende Konzepte für die Umsetzung in die Praxis. Die große Bewerberzahl zeigt, wie hoch das Interesse an der Weiterentwicklung und Qualitätssteigerung der Hochschullehre ist.“
 
Die Vorsitzende des Vorstandes der Joachim Herz Stiftung, Petra Herz, ergänzte: „Durch die Fellowships unterstützen wir engagierte Wissenschaftler, die sich dafür einsetzen, den wissenschaftlichen Nachwuchs besser auszubilden. Gute Lehre macht unsere Hochschulen attraktiver und wirkt langfristig als positiver Standortfaktor.“

Die große Resonanz auf die Ausschreibung macht deutlich, dass es viele Verbesserungen der Hochschullehre gibt, oft aber das Geld für ihre Umsetzung fehlt. Zudem wird gute Lehre in der Hochschullandschaft eher stiefmütterlich behandelt. Die Programme der Stiftungen dienen als wichtige Anstöße, können aber im Alleingang das System nicht verändern. 

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