Niederlage mit bitterem Beigeschmack

Trainer Dirk Förster kritisiert SChiedsrichtergespann

TuS Stuttgart – TV Mosbach 32:28 (16:10)

LukasHoffmann 

Auch zehn Tore von Lukas Hoffmann waren am Ende nicht genug, sodass der TV Mosbach beim Aufsteiger aus der Landeshauptstadt unterlagen. (Foto: pm)

Stuttgart. (df) Der TV Mosbach hat sein vorletztes Landesligaspiel im Jahr 2012 unterm Stuttgarter Fernsehturm gegen den dort ansässigen Aufsteiger verloren.

Ohne Shooter Patrick Mittmann, der studienbedingt fehlte, rannten „Schupp & Co.“ vom TV Mosbach von Beginn an einem Rückstand hinterher. „Das Spiel haben wir in der ersten Viertelstunde verloren. Da waren wir zwar präsent, aber einfach nicht wach genug. Und wenn dann das Ding schon so kocht und auch noch die Schiedsrichterentscheidungen dazu kommen, dann kannst du so eine Kiste einfach nicht mehr drehen“, so Trainer Dirk Förster nach dem Spiel. Was er meinte spricht er diesmal ganz klar an: „Es ist überhaupt nicht meine Art, über die Unparteiischen zu reden, aber was da abgegangen ist, muss ich einfach loswerden. Da heißt es in jedem Hallenheft „Achtung vor den Schiris“ und „Fairplay“ und alle Mannschaften sind bei „Im Dienste des Spiels“ dabei, was ich ja eigentlich auch gut finde. Was man dann erwarten sollte ist wenigstens eine konzentrierte Leistung. Aber wenn so einseitig und vor allem offensichtlich falsch gepfiffen wird, dann muss es mir auch mal erlaubt sein, den Ärger rauszulassen“, ärgerte sich der Mosbacher Übungsleiter weiter.




Gemeint sind die beiden B-Kader-Schiedsrichter Florian Liss und Rene Szomolay, an die man beim TVM keine guten Erinnerungen behalten wird. „Sie haben uns gegen Mundelsheim gepfiffen und wenn da jemand seinen Schmerz kundgetan hat, dann gab es Strafwurf und Strafe gegen uns. Jetzt haben wir sie wieder und es sind wieder richtig offensichtliche und vor allem in meinen Augen Spiel entscheidende Pfiffe gegen uns dabei“, beklagt sich Förster. „Los geht´s mit einer Zeitstrafe gegen Stefan Heiss nach sechs Minuten. Dabei steht dieser Spieler zehn Meter vom Ort des Schauspiels entfernt. Davor muss er sich noch vom TuS-Trainer beleidigen lassen, was eigentlich eine Strafe hätte geben müssen. Der stand vorher schon auf dem Feld, dass aber wurde geflissentlich ignoriert. Das Heiss sich die zweite Strafe abholt, weil er seinen Unmut raus lässt akzeptiere ich nicht, aber es ist in meinen Augen menschlich. Dann werden wir wieder Dank schauspielerischer Leistungen vom Platz geschickt, allerdings wird auf der anderen Seite großzügig darüber weg gesehen. Wir gehen nach der ersten gelben Karte mit Strafen vom Platz, Stuttgart bekommt erst dreimal den Karton gezeigt. Wir stehen 12 Minuten in Unterzahl da, Stuttgart zwei. Wir alle betreiben den Sport, weil wir ihn lieben und weil wir den Ehrgeiz haben ihn zu spielen, aber wir wollen auch alle gleich behandelt werden“, redet sich Förster die Wut von der Seele.

Das Spiel selbst begann wie schon gesagt denkbar schlecht für die Kreisstädter. Bis zur angesprochenen doppelten Zeitstrafe gegen Stefan Heiss lagen die Förster-Handballer bereits 2:0 hinten und mussten dann einen 3:0-Lauf der Gastgeber über sich ergehen lassen. Dann gab es so etwas wie eine „Hallo-wach-Aktion“. Mosbach biss sich ins Spiel und konnte vor allem durch Stefan Hebel und den zehnfachen Torschützen Lukas Hoffmann auf 6:4 verkürzen, musste dann jedoch erneut in Unterzahl die Gegentore sieben bis neun in Kauf nehmen. So pegelte sich der Vorsprung der Spieler aus der Landeshauptstadt während der ersten Hälfte ein. In der 23. Minute dann der nächste Rückschlag für „Schupp & Co.“ als Stefan Heiss seine drittte Zeitstrafe kassierte und somit die rote Karte sah. Das Mekic-Team setzte sich in der Folgezeit auf 14:8 ab und hielt diesen Vorsprung bis zur Pause. Mit 16:10 ging es in die Kabinen.


Von dort kamen die Männer um den neuen Kreisläufer Kai Gärtner äußerst motiviert, wollten die Nordbadener das Spiel doch noch nicht verloren geben. Allerdings waren es die Schwaben, die den Torreigen im zweiten Durchgang eröffneten. Stuttgarts bester Werfer Johannes Buchwald knallte den Ball in die Maschen von Andreas Wieder. Dann stellte Förster seine Abwehrformation um und die Hausherren bekamen damit so ihre Probleme. Der TVM konnte allerdings aufgrund schwindender Kräfte keine Aufholjagd starten. Zwar hielten hinten Andreas Wieder und Michael Görtz was zu halten war, aber im Angriff fehlte die Konzentration beim Abschluss. Immer wieder ließ man die eigene Belohnung der Abwehrarbeit durch Fehlwürfe ungenutzt. Als sich dann Fabian Schmid beim Stand von 30:27 auch noch seine rote Karte nach Zeitstrafe abholte, war die Luft raus und die Mosbacher Landesliga-Handballer gestoppt.

Am vierten Adventwochenende ist der TV Mosbach doppelt im Einsatz. Zunächst wartet am Samstag im Bezirkspokal das Gastspiel beim TB Richen und am Sonntag geht es zum Derby nach Oedheim. „Da will ich beide Punkte, egal wie“, so Förster zum Schluss.

Für den TV Mosbach spielten: Wieder und Görtz, L. Schmid, Schupp 2, Blasmann 4, Somogyi, Gehring, Weimann, Hoffmann 10, Gärtner 3, Hebel 6/2, Heiss 1, F. Schmid 2

 

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