Seckach beschließt gesplittete Abwassergebühr

Aerztehaus

Das Ärztehaus erhält einen Treppenlift, um gehbehinderten Personen den Besuch der Praxen zu erleichtern. (Foto: Liane Merkle)

Seckach. (lm) Rückwirkend zum 1. Januar 2012 wird für alle Gebührenpflichtigen in der Gemeinde Seckach die gesplittete Abwassergebühr eingeführt. Dies beschloss der Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung unter Vorsitz von Bürgermeister Thomas Ludwig. Demnach ergeben sich aus der Kalkulation durch die Damen Hofmann und Wagner von der Allevo Kommunalberatung aus Obersulm für die Jahre 2012 und 2013 die Gebührensätze im Bereich Schmutzwassergebühr 2,75 Euro je Kubikmeter für 2012 und 2,89 Euro für 2013. Die Niederschlagswassergebühr beträgt für 2012 0,38 Euro je Quadratmeter versiegelte Fläche und für das Jahr 2013 0,30 Euro. Für diejenigen Gebührenpflichtigen, welche sich im Zuge der Jahresendabrechnungen für die Abrechnung der Abwassergebühren getrennt nach einer Schmutzwasser- und Niederschlagswassergebühr entschieden haben, wurden als Gebührensätze festgelegt: 2,94 Euro je Kubikmeter für 2010 und 2,79 Euro für 2011 im Bereich des Schmutzwassers. Bei der Niederschlagswassergebühr sind für 2010 0,31 Euro je Quadratmeter versiegelte Fläche und für 2011 0,29 Euro zu bezahlen. Die Jahresendabrechnungen für diese Gebührenpflichtigen werden nun entsprechend nachträglich erstellt.




Im Bereich der dezentralen Abwasserbeseitigung für das Rechnungsjahr 2013 wurde beschlossen, dass für geschlossene Gruben 13,84 Euro für jeden Kubikmeter Entleerungsgut und für Kleinkläranlagen 48,41 Euro je Kubikmeter Schlamm erhoben werden. Mit Zustimmung des Gemeinderates wurden gleichzeitig auch die entsprechenden Satzungen beschlossen. Der zum 1. Januar 2008 gegründete Eigenbetrieb „Wasserversorgung Seckach“ weist laut Kämmerer André Kordmann bei einer Bilanzsumme für das Jahr 2011 von 1.786.510 Euro einen Jahresgewinn in Höhe von 21.944 Euro aus, der allerdings mit dem Jahresverlust aus dem vorangegangenen Jahr verrechnet wird. André Kordmann: „Die verkaufte Wassermenge mit 164.961 Kubikmeter blieb im Wirtschaftsjahr 2011 im Vergleich zum Vorjahr nahezu konstant. Die Mehrerträge bei den Erlösen aus dem Wasserverkauf ergaben sich sowohl durch eine um 0,27 Euro höhere Wasserversorgungsgebühr als auch durch eine angehobene Grundgebühr“. Die verkaufte Wassermenge ging in der Gesamtgemeinde von 2006 (180.848 Kubikmeter) zu 2011 (164.961 Kubikmeter) zurück. Der Gesamtschuldenstand des „Eigenbetriebs Wasserversorgung“ beträgt derzeit 1.269.302 Euro, bei einer Eigenkapitalausstattung zum Ultimo des Jahres 2011 von 163.205 Euro.

In einer Beschlussfassung sprach sich das Gremium für eine Verbrauchsgebühr ab dem 1. Januar kommenden Jahres in Höhe von 2.22 Euro je Kubikmeter aus, wobei dieser Gebührenmaßstab für die Verbrauchsgebühr weiterhin der Frischwassermaßstab Geltung hat. Um die Höhe der einzelnen Vorauszahlungen zu reduzieren werden künftig anstatt der bisherigen halbjährlichen Vorauszahlungen, vierteljährliche Vorauszahlungen erhoben.

In einem weiteren Tagesordnungspunkt beschloss der Gemeinderat eine Resolution zur Beibehaltung des ärztlichen Bereitschaftsdienstes der kassenärztlichen Vereinigung Baden-Württemberg in Adelsheim. „ Im Flächenlandkreis Neckar-Odenwald ist eine Beibehaltung aller bestehenden drei Standorte in Mosbach, Adelsheim und Buchen für eine bedarfsgerechte hausärztliche Versorgung unabdingbar. Jegliche Einschränkung der Versorgung bedeutet einen Qualitätsverlust in der medizinischen Betreuung aller Bewohner unseres Landkreises. Objektiv betrachtet gehen die Planungen der Kassenärztlichen Vereinigung für den Neckar-Odenwald-Kreis an der Realität vorbei“.

Dass man in Seckach die Anregungen aus den Reihen der Bürgerschaft ernst nimmt dokumentiert die Tatsache, dass man nun im örtlichen Ärztehaus einen Treppenlift vom Erdgeschoss zur Arztpraxis im Obergeschoss installieren lassen wird. So wurde auf Empfehlung von Bauamtsleiter Roland Bangert die Firma PractiComfort GmbH aus Dormagen zum Angebotspreis in Höhe von 11.750 Euro mit der Lieferung und Montage des Treppenliftes Modell K7 (Zweirohrsystem) mit einer Tragkraft von 140 kg beauftragt.

Zugestimmt wurde auch einer Annahme von Spenden in Höhe von 600 Euro für den Kindergarten in Großeicholzheim und das Feuerwehrwesen.

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