Keine heiße Spur im Antiquitätenhändler-Mord

Polizei ermittelt mit Hochdruck 


Heinz Juergen Biedron

Unser Bild zeigt den getöteten Antiquitätenhändler Heinz Jürgen Biedron. Allerdings stammt das Foto aus dem Jahr 2002. (Foto: pm)

Unterbalbach. Auch an den Weihnachtsfeiertagen arbeitete die Tauberbischofsheimer Kripo mit Hochdruck an der Aufklärung des brutalen Verbrechens an dem Antiquitätenhändler aus Unterbalbach.

Der 70-Jährige war am Mittwochabend, dem 19.12.2012, tot in seiner Wohnung aufgefunden worden (wir berichteten). Nach wie vor ist jedoch über die Hintergründe der Tat nichts bekannt. Die 30-köpfige Sonderkommission, die von Beamten anderer Polizeidienststellen unterstützt wird, geht derzeit weit über 100 Spuren nach. Dabei wird jeder noch so kleine Hinweis verfolgt, der eine Spur auf den oder die Täter liefern könnte.


 


Währenddessen wird am Anwesen des Getöteten in Unterbalbach die umfangreiche und langwierige Tatortarbeit fortgeführt. Hier wird die Soko durch Experten des Landeskriminalamtes Stuttgart unterstützt. Da das Anwesen des Getöteten bereits früher das Ziel von Einbrechern war, führte die Polizei, zusammen mit dem Technischen Hilfswerk Bad Mergentheim, umfangreiche bauliche Sicherungsmaßnahmen durch.

Nach dem bisherigen Stand der Ermittlungen muss davon ausgegangen werden, dass der Getötete zuletzt am Dienstag, 18. Dezember, gegen 18 Uhr lebend gesehen wurde. Später muss es dann zum Zusammentreffen mit dem oder den Tätern gekommen sein, zu deren Identität derzeit noch nichts bekannt ist. Am letzten Freitag suchten Einheiten der Polizeidirektion und der Bereitschaftspolizei großflächig das Gebiet um den Tatort ab. Dabei wurden auch Gegenstände aufgefunden, deren kriminaltechnische Untersuchung weiter andauert. Über Einzelheiten zum Stand der Ermittlungen wollen sich Staatsanwaltschaft und Polizei aus ermittlungstaktischen Gründen derzeit nicht weiter äußern.

Nach wie vor sucht die Soko jedoch Zeugen, welche Beobachtungen gemacht haben, die mit der Tat in Zusammenhang stehen könnten.


Für die Kripo sind folgende Fragen von besonderer Bedeutung:

  • Wer hat den alleine lebenden Getöteten am Dienstag, 18. Dezember, nach ca. 18 Uhr noch lebend gesehen oder hatte mit ihm sogar Kontakt – vielleicht auch an seinem Verkaufspavillon?
  • Laut Zeugenaussagen wurde der Getötete an diesem Tag noch mit einzelnen Personen oder Personengruppen an seinem Anwesen gesehen, die als weitere Zeugen dringend gesucht werden. Insbesondere werden Kunden, die Kommissionsware mit dem Opfer ausgetauscht haben, gebeten, sich als Zeugen zu melden.
  • Wer hat zwischen Dienstag, 18. Dezember, 18 Uhr und den frühen Morgenstunden des Mittwoch, 19. Dezember verdächtige Wahrnehmungen im Bereich der Bundesstraße 290 bzw. des angrenzenden Radweges zwischen Unterbalbach und Bad Mergentheim gemacht? Wem sind dabei vielleicht Fußgänger und/oder Fahrzeuge aufgefallen, die sich dort aufgehalten, bzw. befunden haben?
  • Wer hat im genannten Zeitraum auf dem Weg zwischen Unterbalbach und Bad Mergentheim – vielleicht sogar auf seinem Privatanwesen – Kleidungsstücke oder sonstige Gegenstände aufgefunden, welche in irgend einem Zusammenhang mit der Tat stehen könnten?

Auch jeder noch so kleine bzw. unbedeutend erscheinende Hinweis ist für die Ermittler wichtig.

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