Auch mit 80 noch unermüdlich im Einsatz

Pfarrer Hubert Seitz wird 80

HubertSeitz

(Foto: Barbara Nolten-Casado) 

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Buchen. (bnc) Ob St. Oswald in Buchen oder St. Magnus in Hainstadt, ob St. Johannes und Paulus in Hettingenbeuern oder St. Bartholomäus in Götzingen, ob Hollerbach, Waldhausen, Hettingen oder Rinschheim – Pfarrer i.R. Hubert Seitz kennt sie alle, und die Menschen der Pfarreien und Filialgemeinden der Seelsorgeeinheit Buchen kennen ihn. Denn seit er vor nunmehr siebeneinhalb Jahren in das Odenwaldstädtchen zog, um hier seinen „Ruhestand“ zu genießen, ist der umtriebige Seelsorger schier unermüdlich im Einsatz. Fast täglich feiert er Gottesdienst in einer der Gemeinden, besucht Menschen im Krankenhaus und in den Altenheimen. Darüberhinaus hilft Seitz immer wieder gerne in anderen Gemeinden des Dekanats Mosbach-Buchen aus, wenn er gebraucht wird. „Im vergangenen Jahr war ich in insgesamt vierzig Kirchen zu Gast“, berichtet er stolz. Außerdem bekleidet er bis heute – wie bereits seit rund dreißig Jahren – das Amt des Dekanatspräses für die Kirchenchöre der Region. Wie er das beeindruckende Pensum meistert? „Ich höre gern Musik, gehe regelmäßig schwimmen und walken“, verrät er sein Fitness-Rezept. Und dann sind da die alljährlichen Bergtouren mit Freunden im Sommer in den Schweizer Alpen… Am kommenden Dienstag feiert Hubert Seitz nun seinen 80. Geburtstag.




Geboren wurde er am 9. April 1933 in Dornberg bei Hardheim. Die Eltern waren Landwirte, Hubert wuchs als zweitjüngstes Kind von insgesamt acht Geschwistern auf. Während des zweiten Weltkriegs besuchte er die Volksschule in seinem Heimatort, ab Januar 1946 dann das altsprachliche Matthias-Grünewald-Gymnasium in Tauberbischofsheim, das er 1953 mit dem Abitur abschloss. Während seiner Gymnasialzeit lebte er im „Erzbischöflichen Knaben-Konvikt St. Michael“, einem Wohnheim des Erzbistums für  Schüler des ländlichen Raums. Hier im Konvikt entdeckte Seitz nach eigenen Angaben seine bis heute andauernde Liebe zur Musik und seine Freude am Sport. Nach dem Abitur entschied er sich für das Theologiestudium in Freiburg. „Ich hatte Freude am Glauben, an der Theologie, an der Kirchenmusik“, begründet er seinen Entschluss. „Da wollte ich es versuchen.“ Am 18. Mai 1958 wurde er im Freiburger Münster zum Priester geweiht. Nach mehreren Jahren als Kaplan in Königshofen, Zell im Wiesental und Gengenbach wurde ihm 1964 als erste Pfarrstelle die Pfarrei St. Martin in Gamburg im Taubertal zugewiesen. Hier war er – neben seinen Aufgaben als Gemeindepfarrer – elf Jahre lang für die geistliche Leitung der „Bauernschule Gamburg“ zuständig. Gleichzeitig hatte er das Amt des Dekanatsjugendseelsorgers inne.

Im Herbst 1975 kamen neue Aufgaben auf Hubert Seitz zu: Am 1. Advent jenes Jahres übernahm er die Pfarrei St. Johannes Nepomuk in Eberbach, deren Geschicke er dreißig Jahre lang leiten und begleiten sollte. Ab 1985 betreute er auch die Eberbacher Schwesterpfarrei St. Josef mit. 2001 wurde Seitz zum Leiter der damals neu errichteten Seelsorgeeinheit „Neckartal-Hoher Odenwald Edith Stein“ bestellt. Am 30. September 2005 trat er den Ruhestand an. Wenig später bezog er sein als Altersruhesitz gedachtes Haus in Buchen. Doch „kaum war ich da, da kamen auch schon die Anfragen vom Dekan, ob ich seelsorgliche Aufgaben übernehmen könnte“, erinnert sich Seitz. Er konnte. Und kann es bis heute. Wird er denn mit 80 nun etwas langsamer treten? „Nein, warum denn?“, lacht Seitz. „Ich fühle mich doch fit, bin momentan sehr gut drauf!“

Sein achtzigstes Wiegenfest begeht der Jubilar am Dienstag, 9. April, um 18 Uhr mit einem Dankgottesdienst in der Kirche St. Magnus in Hainstadt. Musikalisch mitgestaltet wird die Feier vom Katholischen Kirchenchor Hainstadt und der Kantorei St. Johannes Nepomuk aus Eberbach. 

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