Waldbrunner Wald künftig in Walldürn verwaltet

468 Forstleute im Gemeinderat Waldbrunn

Forstdirektor Dietmar Hellmann (re.) verabschiedete sich im Gemeinderat. Aufgrund einer Neuorganisation der Forstverwaltung im Neckar-Odenwald-Kreis wird künftig Forstdirektor Henner Niemann (Mitte) vom Forstamt in Walldürn für den Wald rund um den Katzenbuckel zuständig sein. Als Bindeglied und kontinuierliches Element bleibt Revierleiter Ralf Becker den Waldbrunner erhalten. Die kleinteilige Struktur mache eine genaue Kenntnis der örtlichen Verhältnisse erforderlich, freut sich Bürgermeister Schölch über den Verbleib von Becker. (Foto: Hofherr)

Waldbrunn. Zu seiner voraussichtlich letzten Gemeinderatssitzung konnte Waldbrunns Bürgermeister Klaus Schölch am Montag nicht nur die Gemeinderäte, sondern auch Forstdirektor Dietmar Hellmann von der Forstbetriebsstelle Schwarzach, Forstdirektor Henner Niemann vom Forstamt in Walldürn und Revierleiter Ralf Becker im Rathaus in Strümpfelbrunn begrüßen.

Gekommen waren die drei Gäste, um dem Gemeinderat die Umorganisation der Forstreviere im Neckar-Odenwald-Kreis vorzustellen. Aufgrund dieser Veränderungen wird Waldbrunn künftig von Walldürn aus betreut. Notwendig wurden die neuen Strukturen durch die Neubesetzung der Geschäftsführung des Naturparks Neckartal-Odenwald durch Cordula Samuleit, die bisher im Forstamt in Schwarzach tätig war, stellte Bürgermeister Schölch kurz die Entwicklung dar. Nachdem man im Zuge der Verwaltungsreform zunächst vom Forstamt Eberbach nach Schwarzach gewechselt war, müsse man nun eine weitere Veränderung hinnehmen. Da man sich bisher gut betreut sah, habe man vonseiten der Gemeinde keine Veranlassung für den Wechsel gesehen, kritisierte Schölch die neuen Strukturen. Da durch Revierleiter Ralf Becker das Bindeglied zum Forstamt erhalten bleibe, gehe man von der Fortsetzung einer guten Zusammenarbeit aus.




Forstdirektor Dietmar Hellmann stellte anschließend dar, warum die Veränderung erforderlich wurde. Da das Land seit Jahren Personal im Forstbereich einspare, müsse der Weggang von Cordula Simuleit aus der Forstverwaltung heraus kompensiert werden. Da man im Forstamt in Schwarzach bereits am Limit arbeite, sei nur die Zuordnung zum Forstamt Walldürn geblieben. Er selbst habe sich in Waldbrunn sehr wohl gefühlt, habe man doch vertrauensvoll zusammengearbeitet. Außerdem habe er sich immer über die tollen Wälder rund um den Katzenbuckel gefreut.

Forstdirektor Henner Niemann stellte zunächst seinen beruflichen Werdegang vor. Nachdem er sein Referendariat beim Forstamt in Neckargemünd absolvierte, sei er seit 2005 beim Forstamt in Walldürn. Von der Struktur des Waldes, mit viel Privatbesitz, passe Waldbrunn gut nach Walldürn.

Die offizielle Verabschiedung von Forstdirektor Dietmar Hellmann will man im Rahmen der nächsten Waldbegehung des Gemeinderats im Sommer vornehmen, versprachen Bürgermeister Klaus Schölch und dessen Nachfolger Markus Haas.

Nachdem der Gemeinderat einigen redaktionellen Änderungen im Konzessionsvertrag mit der EnBW Regional AG zugestimmt hatte, standen die Vorschläge zur Wahl der Schöffen auf der Tagesordnung. Da beim zweiten Versuch kein Gemeinderat für die geheime Wahl votierte, zunächst hatte Doris Hering von den UBW geheim abstimmen wollen, wurden Manfred König, Wilfried Münch, Andreas Wandrey, Annette Hagendorn-Kovac, Wolfgang Weis und Normen Schmitt auf die Vorschlagsliste der Gemeinde Waldbrunn gesetzt. Als Jugendschöffen werden Gabi Csik und Jürgen Hofherr vorgeschlagen.

Anschließend bewilligte der Gemeinderat die Gewährung eines Investitionskostenzuschusses für den Hundeverein Hot-Dogs Waldbrunn. Nach langjähriger Suche eines geeigneten Platzes, sei man inzwischen auf der ehemaligen Erdaushubdeponie im Ortsteil Schollbrunn beheimatet, wo es allerdings Proteste der Anwohner gab. Vom Regierungspräsidium wurde darauf hin beanstandet, dass ein gültiger Bebauungsplan fehlt, den man nun aufstellen will. Vonseiten der Sportvereine gab es keine Einwände, sodass der Gemeinderat die 5.000 Euro aus der Vereinsförderung für die Hot-Dogs bewilligte.

Es folgte die Bestellung des neu gewählten Bürgermeister Markus Haas zum sogenannten Eheschließungsstandesbeamten. Da die Bestellung erst nach dem Ausscheiden von Bürgermeister Klaus Schölch in Kraft tritt wurde die Bestellung von Bürgermeister-Stellvertreter Andreas Geier vorgenommen. Die Ernennung tritt zum 04. Mai in Kraft.

Da es bei der Vergabe der Sanierungsarbeiten Simmesstraße – Wagenschwender Weg rechtliche Probleme gibt, wurden nun die beiden Lose in ihrer zeitlichen Ausführung getauscht. Daher wird nun zuerst die Simmesstraße von der Fa. Helm aus Neckargerach ausgebaut. Die Angebotssumme liegt bei 432.397 Euro. Sobald die rechtliche Situation geklärt ist, wird dann im Spätjahr der Wagenschwender Weg saniert.

Auch der letzte Tagesordnungspunkt befasst sich mit der Straßensanierung in Mülben. Dabei vergaben die Gemeinderäte die Erneuerung der Straßenbeleuchtung an die EnBW Regional AG. Die Auftragssumme beläuft sich insgesamt auf 23.600 Euro. 

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