Auf dem Gipfel gab es Katzensteiger

Wanderweg Katzensteig seiner Bestimmung übergeben

20 04 13 Einweihung Katzensteig

Landrat Dr. Achim Brötel (Mitte) dankt Bürgermeister Klaus Schölch(3.v.re.), Autor Rainer Türk (2.v.re.) und Marina Hofherr (re.) von der Tourist-Info Waldbrunn„Vätern und Müttern“ des Katzensteig. Auch der designierte Bürgermeister Markus Haas (3.v.li.) mit seiner Nichte Soraya und Amtskollege Norman Link (li.) aus Neckargerach waren zur Einweihung gekommen. Mit dabei auch Gemeinderat Stephan Vogl (4.v.li.). Nach dem nie ganz trockenen „Brötel“ gab es die Wandererwurst Katzensteiger.  (Foto: Hofherr)

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Waldbrunn. Standesgemäß, nämlich auf Schusters Rappen, wurde gestern als Ergänzung zum Premiumwanderweg „Neckarsteig“ der 26,5 Kilometer lange „Katzensteig“, der von Eberbach über den Katzenbuckel, durch Waldbrunn, und bei Neckargerach zurück ins Neckartal führt. Im Rahmen eines kurzen Grußworts lobte Landrat Dr. Achim Brötel die Initiative von Bürgermeister Klaus Schölch, Wanderautor Rainer Türk und Marina Hofherr von der Tourist-Info Waldbrunn. Nur ein Jahr nach der ersten Idee können Wanderer den Odenwald nun auch auf der anderen Neckarseite erkunden und dabei den höchsten Punkt der Region und dessen einzigartige Flora und Fauna kennenlernen. Auch wenn man den neuen Steig im Kleinen Odenwald mit Skepsis betrachte, trage der Katzensteig als Alternativroute zu einer weiteren Attraktivitätssteigerung des Neckarsteigs bei, zeigte sich Brötel sicher.

Zuvor hatte Bürgermeister Klaus Schölch die Teilnehmer am Katzenbuckelsee begrüßt. Neben Dr. Achim Brötel, der nicht nur als Landrat, sondern auch als Vorsitzender der Touristikgemeinschaft Odenwald (TGO) und des Naturparks Neckartal-Odenwald gekommen war, durfte Schölch, auch TGO-Geschäftsführerin Sarah Wörz, Andreas Kluss vom Markgräflich Badischen Forstamt Zwingenberg, seinen Nachfolger Markus Haas sowie zahlreiche Gemeinde- und Ortschaftsräte begrüßen. Ein besonderer Gruß ging noch an Rainer Türk, der für die Streckenführung verantwortlich zeichnet und die drei neue Wegewarte Helmut Tschritter (Eberbach-Turmschenke), Stefan Winterbauer (Turmschenke – Mülben) und Herbert Klahn (Mülben – Neckargerach), die künftig für die ordnungsgemäße Markierung des Katzensteigs zuständig sind.

Anschließend ging es begleitet von Wanderführer Rolf Reichenbacher vom Odenwaldklub auf dem „Weg der Kristalle“ hoch über dem Katzenbuckelsee vorbei an den ehemaligen Steinbrüchen, der Mattenschanze zum 18 Meter hohen Aussichtsturm.



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Bürgermeister Klaus Schölch für den es die letzte Einweihung seiner 16-jährigen Amtszeit ist, stellte den Katzensteig kurz vor. Am Naturparkzentrum in Eberbach beginnend führt der Weg auf 26,5 Kilometern über die Burg Eberbach auf das Dach des Odenwalds, den 626 Meter hohen Katzenbuckel. Von dort aus geht es weiter durch die Eisigklinge und den Eichwald in den Höllgrund, bevor es entlang des Mühlbachs nach Mülben geht. Vorbei an der Weisbacher Mühle und den Drei Dolen errreichen die Wanderer die Läufertsmühle und dann Neckargerach, wo man wieder den Neckarsteig erreicht. Insgesamt müssen 950 Höhenmeter bewältigt werden. Entlang der Wegstrecke finden sich zahlreiche landschaftliche und kulturelle Höhepunkte mit Fernblicken über die Hochebene des Winterhauch, stille Waldwege, romantische Wegstrecken und einige Lokale, in denen sich Wanderer für den nächsten Streckenabschnitt stärken können. Abschließend dankte Schölch allen an der Realisierung beteiligten Institutionen und Personen. Ein besonderer Dank ging an den Ortsteil Weisbach. In 256 ehrenamtlich geleisteten Stunden habe man dort eine 5,3 Kilometer lange Wanderstrecke instand gesetzt, Ruhebänke aufgestellt und überhaupt erst begehbar gemacht. Dafür gingen auch Dankesworte an die Markgräflich Badische Forstverwaltung, die sich ebenso wie die Stadt Mosbach an den Kosten beteiligte.

Als leidenschaftlicher Grußwortredner ließ sich Landrat Dr. Achim Brötel natürlich auch diese Gelegenheit nicht entgehen um dem „Himmel so nah wie sonst nirgendwo im Odenwald“ ein paar Worte zu sagen. Dabei lobte er die Verdienste die sich Bürgermeister Klaus Schölch um den Tourismus auf dem Winterhauch erworben hat. Als „Bald-Alt-Bürgermeister“ habe er ja nun ausreichend Zeit um alle in seiner Amtszeit geschaffenen Einrichtungen zu nutzen. Der Katzensteig sei, so Brötel weiter, eine ideale Ergänzung zum Premiumwanderweg Neckarsteig. Es habe zwar einige „diplomatische Verwicklungen mit der anderen Neckarseite und den „offiziellen“ Neckarsteig-Anrainern gegeben, man dürfe den Katzensteig aber nicht als Konkurrenz, sondern als sinnvolle Ergänzung sehen, der ein „wunderschönes Fleckchen Erde für Wanderer erschließt.“ Begeistert, ja sogar euphorisch sei der Neckarsteig aufgenommen worden, berichtete Brötel weiter. In Verbindung mit der S-Bahn belebe der Neckarsteig den Wandertourismus völlig neu. Als Alternativroute wird der Katzensteig diese Wirkung sogar noch verstärken, zeigte sich der Landrat überzeugt.

Um Wanderinteressierte über den Katzensteig – und weitere Wanderungen rund um Waldbrunn – zu informieren, hat die Gemeinde in Zusammenarbeit mit Autor Rainer Türk die Broschüre „Wanderungen auf dem Winterhauch“ aufgelegt, die kostenlos abgegeben wird, warben Landrat Dr. Brötel und Bürgermeister Schölch (wir berichteten).

Eine besondere Überraschung hatte sich das Gemeindeoberhaupt bis zum Schluss aufgehoben. Um Wanderer künftig angemessen zu stärken, hat Ann-Katrin Zimmermann von der Landmetzgerei Zimmermann in Waldkatzenbach eine Wandererwurst kreiert, die unter dem Namen „Katzensteiger“ sicher nicht nur Wanderer und Spaziergängern, sondern auch bei Feinschmeckern für Erlebnisse sorgen wird. Natürlich durften die Teilnehmer an diesem Morgen die ersten „Katzensteiger“ verkosten bevor man den Abstieg in Angriff nahm.

Tourenplan und Streckenprofil:

http://www.waldbrunn-odenwald.de/Katzensteig_Flyer_Druck.pdf

© www.NOKZEIT.de


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