„Das Boot“ wählt neuen Vorstand

Waldleiningen. (lm) „Der Weg zurück in den Alltag fällt nach psychischen Erkrankungen oft schwer“, aufgrund dieser Erkenntnis gründeten einige ehemalige Patienten der Fachklinik Schloss Waldleiningen vor einigen Jahren die Soziale Gemeinschaft „Das Boot“ als psychosomatischen Selbsthilfeverein. Und wie wertvoll diese Einrichtungen inzwischen Deutschlandweit geworden ist zeigt allein der umfangreiche Tätigkeitbericht im Rahmen der Mitgliederversammlung in der Cafeteria der Schlossklinik, zu der sich Mitglieder und Vorstandschaft aus ganz Süddeutschland eingefunden hatten.

Wie die 1. Vorsitzende Hanne Mätschke (Obersulm) berichtete, wurden neben der ehrenamtlichen Betreuung ehemaliger Patienten, die um Hilfe gebeten hatten, nahezu 30 Veranstaltungen bewältigt. Darunter zahlreiche Besuche, Beratungen und Vorträge bei Selbsthilfegruppen (z.B. in Dinkelsbühl) Referate in diversen Kliniken und Infostände bei entsprechenden Messen oder Selbsthilfetagen in Bad Rappenau, Sinsheim, Heidelberg, Waldleiningen, Buchen, Weinsberg und Mudauer Laurentiusmarkt. Ganz neu ins Programm hat man „Tanzen für die Seele“ aufgenommen, weil die Erfahrung der Vorstandsmitglieder gezeigt hat, dass beim Tanzen Redeblockaden aufgehoben werden. Des Weiteren berichtete die Vorsitzende, dass die soziale Gemeinschaft „Das Boot“ inzwischen auf diversen Seiten von Gesundheitsverbänden mit der vereinseigenen Homepage verlinkt und so für noch mehr Hilfesuchende erreichbar sei.

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Daneben habe man auf Anfrage des Landesgerichts Mosbach einem Unfallopfer psych. Unterstützung gewährt, sich in verschiedenen Orten zu Vorstandssitzungen getroffen, sich mit Ärzten der Klinik Waldleinigen beraten und besprochen und natürlich auch den geselligen Part nicht vernachlässigt. Neben Disco-Abenden bei Besuchen in Waldleiningen waren vor allem der Ausflug in die Eberstädter Tropfsteinhöhle mit anschl. Stadtführung durch Walldürn und Abendessen in der Beuchertsmühle sowie die Weihnachtsfeier in Balsbach als Highlights zu nennen.

In ihrer Funktion als Schatzmeisterin konnte Hanne Mätschke über einen positiven – wenn auch nicht überwältigenden – Kassenstand berichten. Nachdem Kassenprüfer Rudolf Hutter (Jagstzell) keinerlei Beanstandungen zu vermelden hatten, fiel die Entlastung seitens der Mitglieder auf Antrag von Leo Feldhaus (Würzburg) auch Dank und Anerkennung für die geleistete Arbeit einstimmig aus.

Die anschließenden Neuwahlen zur gesamten Vorstandschaft fielen einstimmig aus wie folgt: 1. Vorsitzende und Schatzmeisterin sowie kommissarische Schriftführerin Hanne Mätschke (Obersulm), Stellvertreter Manfred Renner (Bad Friedrichshall-Kochendorf), Beisitzer Jürgen Schmidgall (Meckesheim), Anette Renner (Bad Friedrichshall-Kochendorf), und Gottfried Blesch (Mannheim).

Nachdem Hanne Mätschke die neuen Aufnahmeformulare und SEPA vorgestellt hatte, wurden die anstehenden Aufgaben besprochen und verteilt, bevor man zum gemütlichen Teil des Treffens überleitete. 

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