Kinderbetreuung und Schule bleiben aktuell

(pm) Vor Beginn ihrer Fraktionssitzung in Neckargerach besuchte die SPD-Kreistagsfraktion die dortige katholische Kindertagesstätte, die eine Kleinkindbetreuung für unter Dreijährige eingerichtet hat. Die Fraktionsvorsitzende Heide Lochmann dankte der Leiterin Frau Maier und ihrem Team für die Einladung in ihre Einrichtung. Hier werde sichtbar, wie mit großem Engagement  der Erzieherinnen, der Kommune  und der hohen finanziellen Förderung durch die Landesregierung  der Ausbau der Kleinkindbetreuung (zur Umsetzung des Rechtsanspruchs auf diese Plätze ab 1. August 2013 ) besonders gelungen umgesetzt werde. Im Bewegungsraum stellten die Erzieherinnen die räumliche und pädagogische Konzeption der Kleinkind gerechten Einrichtung vor, die mit viel Einsatz erarbeitet und umgesetzt wurde und besonders auf die Selbstständigkeit und das Selbstvertrauen der Kinder setze. Im Rathaus stellte anschließend Bürgermeister Link die Kommune vor und dankte Kreisrätin Dr. Schlegel dafür, sich dafür eingesetzt zu haben, dass es im neuen Schuljahr noch einmal eine 9. Klasse im Ort geben wird.

Berichtet wurde über den Ausschuss Wirtschaft, Umwelt und Verkehr, in dem es um den weiteren Ausbau der  immer wichtiger  werdenden Breitbandverkabelung ging. Die Radwegekonzeption des Kreises muss sinnvoll weiter entwickelt werden, auch  um der Zunahme der E-Bikes Rechnung zu tragen, die für die Naherholung eine immer größere Rolle spielen. Angesprochen wurde auch der von der SPD angestoßene Neckarsteg bei Haßmersheim, der, wie Karlheinz Graner betonte, eine wichtige infrastrukturelle Bedeutung im Kreis erlangen wird.

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Dem Bericht über die Sitzung des Schulausschusses schloss sich eine längere Diskussion über die bedeutsame Rolle der Schulleitung für das Lehrerkollegium, für die Atmosphäre in der gesamten Schule und die Zusammenarbeit mit dem Schulträger an. Angesprochen wurde die Schulentwicklungsplanung, in deren konkrete und konstruktive Umsetzung während einer längeren Übergangszeit Gemeinden, Schulen und das von der alten Landesregierung nach Mannheim verlegte Staatliche Schulamt eingebunden sein werden. Schulschließungen, so war es Konsens in der alten Landesregierung, liegen in der Verantwortung des Schulträgers, also der Kommunen. Es sind die abnehmenden Schülerzahlen, die ein Nachdenken  über die Zukunft der Werkrealschule notwendig machen. Die SPD-Fraktion war sich einig, dass trotz dieser Abnahme, die seit vielen Jahren prognostiziert wurde, die  Schulen durch pädagogische und organisatorische Veränderungen, in die „das ganze Dorf“ einbezogen sein wird, sowohl für die Schüler als auch die Kommunen positiv  weiterentwickelt werden können.

Der Neckar-Odenwald-Kreis, so berichtete Dr. Dorothee Schlegel, hat die geringste Geburtenrate in Baden-Württemberg. Dies bedeutet auch, sich im Bereich der Kinderbetreuung noch stärker zu engagieren,  und die Kindertagespflege in den Fokus zu rücken, wie es die SPD-Landtagsfraktion in einem Antrag an die Landesregierung bereits getan hat. Die Tagespflege muss zu einem gleichwertigen, qualitativ anspruchsvollen und für Eltern attraktiven Standbein ausgebaut werden, um den Eltern gerade im ländlichen Raum Unterstützung anzubieten. So könnten Beruf und Familie besser vereinbart werden, vor allem da, wo individuelle Lösungen gefragt sind, die durch die Angebote der Kindertagesstätten nicht abgedeckt werden können. Die SPD-Fraktion will sich hierfür besonders einsetzen.

 

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