Lächelnd und offen gegenüber Mitmenschen

Karl Philipp

(Foto: Liane Merkle)

Zimmern. (lm) Zweifelsfrei hat der Mai als sogenannter Wonnemonat einen ganz besonderen Stellenwert in den Jahreszeiten. Und besonders der 1. Mai symbolisiert für die Menschen neben Sonne pur auch die wache Natur. Vermutlich färbt diese Charakteristik auch auf die Menschen ab, die an diesem Tag geboren sind. Zumindest scheint das auf Hans Philipp zuzutreffen, der am Maifeiertag seinen 75. Geburtstag feiern kann. Man trifft den ruhigen, überlegten und ehrenamtlich engagierten Zimmerner fast nur mit lächelndem Gesicht und freundlicher Offenheit gegenüber seinen Mitmenschen.

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Der Sohn des Landwirts Karl Philipp und dessen Ehefrau Anna ist ein echtes Kriegskind, einer, der als Kriegsfolge in den ersten beiden Volksschuljahren eigentlich auf nur 14 Tage und bei der Schulentlassung 1952 insgesamt sechs Jahre Unterricht zurückblicken konnte. Und wenn man das heutige Bildungssystem betrachtet, muss festgestellt werden: „Trotzdem (oder vielleicht auch deshalb) ist etwas aus ihm geworden“. Zunächst half er im elterlichen Betrieb mit und besuchte einmal wöchentlich die landwirtschaftliche Berufsschule in Seckach. Ab 1956 war ihm zwei Winterhalbjahre die Weiterbildung in der Landwirtschaftsschule Adelsheim gegönnt, bevor er 1958 als sog. Genossenschaftsrechner – heute würde man wohl Filialleiter sagen – der landwirtschaftlichen Ein- und Verkaufsgenossenschaft Zimmern eingestellt wurde. Doch er bewies schon damals Weitsicht und sah den Strukturwandel im ländlichen Bereich rechtzeitig.




„1968 suchte ich ein neues Beschäftigungsfeld und hatte das große Glück, eine Ausbildungsstelle zum Bankkaufmann bei der Raiffeisenband in Oberschefflenz zu finden“. Es machte ihm nichts aus, als 30-Jähriger zusammen mit 17-jährigen Schulkameraden noch einmal die Schulbank zu drücken, denn eine fundierte Berufsausbildung war ihm sehr wichtig und bewährte sich. Er wurde als Bankkaufmann in die Raiba Oberschefflenz und 1974 als Bankstellenleiter in Seckach übernommen. Dazwischen ehelichte er 1971 Mathilde Kohler, die ihm beruflich und darüber hinaus den Rücken stärkte.

Denn neben seinem beruflichen Ehrgeiz waren ihm Kommunalpolitik und die örtlichen Vereine ein großes Anliegen. 24 Jahre lang war Hans Philipp ehrenamtlich in der Kommunalpolitik aktiv, was mit der Ehrenmedaille in Gold des Gemeindetages gewürdigt wurde. Zunächst ab 1970 als Gemeinderat in der noch selbstständigen Gemeinde Zimmern und nach der Gemeindereform bis 1994 in Seckach. Er war Beisitzer im Vorstand der CDU Seckach, Kirchengemeinderat, Gründungsmitglied des FC Zimmern und übte jeweils 27 Jahre das Amt des Kassiers aus im Förderverein für das Hallenbad und die Grund- und Hauptschule Seckach sowie im Angel- und Naturfreundeverein Zimmern. Seine letzte größere ehrenamtliche Aktion war zusammen mit Helmut Kegelmann als finanzverantwortliche Beisitzer im Vorstand des Heimatvereins Seckach während der Renovierung der zahlreichen Bildstöcke in Zimmern.

Seinen heutigen Ehrentag feiert der Jubilar zusammen mit Ehefrau Mathilde, den drei Kindern, Schwiegerkindern und zwei Enkeln sowie zahlreichen Freunden und Verwandten. Den sicherlich zahlreichen Glückwünschen zum Geburtstag schließt sich unsere Redaktion gerne an. 

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