Im Landratsamt ging die Post ab

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Offizielle Einweihung von links: Erster Landesbeamter Martin Wuttke, Kreisrat Georg Nelius MdL, Landrat Dr. Achim Brötel, Innenminister Reinhold Gall MdL, Oberbürgermeister Michael Jann, Kreisrat Karl Heinz Neser (Foto: LRA)

Mosbach. Ausstellungseröffnung am Donnerstag, offizielle Einweihung mit Innenminister Reinhold Gall am Freitagmorgen, großes Mitarbeiterfest am Abend und schließlich der Tag der offenen Tür am Sonntag mit über 50 Programmpunkten – ein bewegtes langes Wochenende liegt hinter dem neuen Hauptgebäude des Landratsamtes in der Neckarelzer Straße samt Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. In Anlehnung an die Geschichte des ehemaligen Postgebäudes fiel mehr als einmal die Bemerkung „da geht ja richtig die Post ab“…

Bei der offiziellen Einweihung, die Martin und Dorothee Daab und Hedi und Edith Czaja von der Musikschule Mosbach musikalisch umrahmten, freute sich Landrat Dr. Achim Brötel über die „klare Verbesserung in funktionaler Hinsicht“, die der neue Hauptsitz mit sich bringe: „Wirtschaftlichkeit, Effizienz, Kundenorientierung, Bürgernähe, Barrierefreiheit und Umweltfreundlichkeit waren unsere Leitmotive.“  Minister Gall pflichtete ihm bei, dass die Sanierung des wenig ansehnlichen Gebäudes und der Umzug ein „kluger Beschluss“ gewesen sei: „Das ist ein schlichter und funktioneller Bau, der trotzdem zum Hingucker geworden ist und auch im Sinne eines „green building“ als Vorreiter taugt.“ Der hohe Besuch betonte, dass er die Arbeit der Landkreise überaus schätze und anerkenne, die das Ergebnis sei von zunächst sehr umstrittenen Kreis- und Verwaltungsreformen. „Alles muss sich weiter entwickeln“, so Galls Resümee.




Grußworte sprachen Georg Nelius, MdL, für den das Gebäude nicht nur der roten Farbe wegen zum „Schmuckstück“ geworden ist, und Mosbachs Oberbürgermeister Michael Jann, der sich über die deutliche Aufwertung des Stadteingangs West freute. Der Personalratsvorsitzende Wilfried Weisbrod brachte in alter Tradition Brot und Salz und lobte den Bau als „vernünftige, bodenständige Sache, bei der sogar der Kostenrahmen eingehalten wurde.“ Einen überdimensionalen Schlüssel übergab schließlich Architekt Joachim Sassenscheidt an den Landrat. Ihm fehlen die Fahrten nach Mosbach, erklärte der Architekt: „Das war nicht unser größtes Projekt, aber wir waren lange nicht sicher, ob wir aus der ursprünglichen Bruchbude was würden machen können. Wir haben hier viel Herzblut investiert.“

Einem sehr gut besuchten Mitarbeiterfest am Abend folgte am Sonntag der große Tag der offenen Tür, der von weit über 5000 Besucherinnen und Besuchern aus dem gesamten Kreisgebiet zum Anlass genommen wurde, um Einblick zu nehmen in die vielfältige Arbeitswelt der höchst unterschiedlichen Fachdienste. Die hatten sich originelle Programmpunkte einfallen lassen und gerade auch die Kinder kamen, nicht zuletzt bei der Kindersprechstunde beim Landrat, voll auf ihre Kosten. Die vielen Mitmachangebote und Schätzfragen wurden rege genutzt. Die Lösung beim Schätzen der Entfernung vom Hof des Landratsamtes bis zum Pavillon auf dem Hamberg waren im Übrigen 972,50 Meter (Fachdienst Vermessung), der Holzwürfel aus Buchenholz wog genau 22,637 Kilogramm (Forst) und das Quiz der Auszubildenden ergab das Lösungswort „Landratswahlen“. Die Gewinner aller Schätz- und Quizfragen werden schriftlich benachrichtigt.

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