Helfer vom DRK Mudau sind in Not

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Unser Bild zeigt von links: Dr. Norbert Rippberger, Josef Friedel, Gabi Slabschi, Christian Wollner,  Dieter Slabschi, Sigrid Schmitt. (Foto: Birgit Schäfer)

Mudau. (lm) Erhöhte Anforderungen im Bereich der Aus- und Weiterbildung durch den Landesverband, eine deutliche Steigerung der Einsätze und Bereitschaften und ein Rückgang bei den einsatzfähigen „Helfern vor Ort“ bereiten dem Ortsverband Mudau im Deutschen Roten Kreuz derzeit einige Kopfschmerzen. „Wir brauchen dringend neue Mitglieder um dem derzeitigen Anforderungsprofil auch weiterhin gerecht werden zu können“, betonte die 1. Vorsitzende Gabi Slabschi im Rahmen der Jahreshauptversammlung im Gasthof „Zur Pfalz“. Wie angespannt die Lage im rührigen Ortsverband ist, dokumentierte auch die Anwesenheit von Bürgermeister Dr. Norbert Rippberger, Buchens DRK-Kreisgeschäftsführerin Sigrid Schmitt, Mudaus Abteilungskommandant Manfred Hauk und Christian Wallner von der Buchener Kreisbereitschaftsleitung.

Vor dem Bericht des Bereitschaftsleiters dankte die Vorsitzende allen, die den DRK-Ortsverband im vergangenen Jahr unterstützt hatten, besonders aber den Aktiven für ihr Engagement und ihre Einsatzbereitschaft. Das Berichtsjahr sei geprägt gewesen von Sanitätsdiensten, Dienstabende und den Einsätzen als „Helfer vor Ort“, betonte Dieter Slabschi in seinem Rechenschaftsbericht. So resümierte er den Sanitätsdienst in Donebach, die Weiterbildung in Buchen, den Sanitätskurs, den Einsatz bei Faschingsveranstaltungen und die Präsentation bei Veranstaltungen örtlicher Vereine. Weiter den Besuch mit der Jugendgruppe bei der Polizei in Buchen, das gemeinsame Grillfest, Weiterbildungen, die Einsätze bei Sportfesten, Blutspendeaktion, die Sanitätsdienste in Donebach und Reisenbach, Kreisversammlung, Weiterbildung in der Buchener Stadthalle und das Ferienprogramm zusammen mit der Feuerwehr und dem TSV. Das arbeitsreiche Jahr ging weiter, so Dieter Slabschi, mit einem Sanitätsdienst im Hochseilgarten, beim Odenwälder Herbstlauf und dem First Responder Tag, Fortbildung in Buchen, Treffen der Vereinsvorstände, Blutspendeaktion und dem Einsatz im Rahmen des Schlittenhunderennens. Bei den 10 Sanitätsdiensten seien 230 Einsatzstunden abgeleistet und 58 Patienten versorgt worden. Die „Helfer vor Ort“ verzeichneten 82 Einsätze in allen Ortsteilen und zusammen mit der Feuerwehr habe man 12 Einsätze bewältigt.




Im anschließenden Bericht von Kassenwart Josef Friedel wurde eine geordnete und zufriedenstellende Finanzausstattung resümiert und da die Kassenprüfer Joachim Mai und Elvira Münch keinerlei Beanstandungen zu vermelden hatten, erteilten die Mitglieder als Dank und Anerkennung für die geleistete Arbeit der gesamten Vorstandschaft einstimmig Entlastung.

Bereits seit fünf Jahren ist Jenny Slabschi und Josef Friedel gar seit 40 Jahren ehrenamtlich im Deutschen Roten Kreuz tätig, wofür sie besonders mit Urkunde und Ehrennadel ausgezeichnet wurden.

In den Grußworten wurde nicht nur die geleistete Arbeit zum Wohle der gesamten Bevölkerung gewürdigt, sondern auch die enge Einbindung des Ortsverbandes in das Gemeinschaftsleben und das Engagement der Verantwortlichen und Aktiven hervorgehoben. Der DRK-Ortsverband Mudau sei zu einer unentbehrlichen Institution geworden und dies nicht nur bei örtlichen Veranstaltungen. So versprach der Bürgermeister diesem für Mudau überaus wichtigen und notwendigen „Verein“ jede in seiner Macht stehende Hilfe – personell und finanziell.

Manfred Hauk zeigte sich schockiert über die Notlage dieses helfenden „Partners“ und wird sich auch Gedanken über mögliche personelle Unterstützung machen. Christian Wollner bestätigte den Hemmschuh der überkandidelten Ausbildung für „normale Helfer vor Ort“, denen unbürokratischer der Weg geebnet werden sollte. Sigrid Schmitt lobte das beispielhafte Durchhaltevermögen des zwar kleinen, aber um so engagierteren Mudauer Ortsverbands, bei dem  sich nicht einer scheue, Verantwortung zu übernehmen. Sie habe darum gerne ihren Teil zu der notwendigen Umstrukturierung des Ortsverbandes beigetragen, die abschließend der Tagesordnung einen breiten Raum einnahm und von ausführlich erläutert wurde.

Zwar als notwendig aber nicht ausführlich durchdacht bezeichnete sie dabei durch den Landesverband vorgesehenen Nachqualifizierungen von Bereitschaftsleitern mit 5-6 Wochenendkursen, die aus zeitlichen Gründen von Ehrenamtlichen und bei einer geringen Mitgliederzahl so nicht zu meistern seien. Gleiches gelte für die jährliche Pflichtfortbildung im Rahmen der Sanitätsausbildung. „Unser Kerngebiet –Helfer vor Ort- ist aufgrund fehlender Einsatzkräfte durch Wegzug, beruflicher Veränderung oder zeitlicher Überlastung stark eingebrochen“, wies die Vorsitzende auf das Kernproblem hin. Bis sich personalmäßig eine Entspannung abzeichnet müsse man nach reiflicher Überlegung Teile der Aufgaben aufgeben und zu bestimmten Einsätzen Fremdpersonal anfordern. Zudem könne man kaum mehr Personal für überregionale Einsätze abstellen um die örtliche Einsatzbereitschaft nicht gänzlich zu gefährden.

Abschließend der Versammlung bat sie alle um Unterstützung und Werbung für neue Mitglieder, die sich aktiv in den Ortsverband einbringen möchten, damit der Ortsverband am Leben erhalten werden kann.

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