Visionen mit den Bürgern verwirklicht

Bahnhofsstrasse Seckach

Die Ehrengäste übergeben die Bahnhofstraße ihrer Bestimmung. (Foto: Liane Merkle)

Seckach. (lm) Der südliche Ortseingang von Seckach hat ein neues Gesicht bekommen. Obwohl noch einige Restarbeiten zu erledigen sind, konnte nun als krönende Einleitung zum 29. Seckacher Straßenfest mit Gewerbeschau (NZ berichtete), das Bahnhofsareal mit seinem näheren Umfeld im Beisein zahlreicher Gäste eingeweiht werden.

„Es war im Jahre 2005, als die Gemeinde mit dem Sanierungsprogramm „Ortsmitte Seckach II“, also dem sichelförmigen Areal von der Römerstraße bis zum Ortsausgang in Richtung Zimmern, in das Landessanierungsprogramm aufgenommen wurde“, betonte der sichtlich stolz wirkende Bürgermeister Thomas Ludwig. Von Anfang an habe festgestanden, dass sich dieser Teil des alten Ortskern grundlegend vom ersten Sanierungsgebiet, also vom Altort zwischen Eschstraße und Eicholzheimer Straße unterscheiden werde. Hier war ursprünglich nicht nur eine landwirtschaftliche, sondern vor allem sehr viel gewerbliche Nutzung vorhanden, was dem ständig gewachsenen Bahnknotenpunkt zu schulden war, was sich aber bis vor einigen Jahren stark abbaute.

Demzufolge wollte man eine deutliche Verbesserung der Verhältnisse erreichen, ja sogar Visionen entwickeln und diese zusammen mit der Bevölkerung verwirklichen. Realisiert werde dies, so der Bürgermeister weiter, seit Juli 2012 in Form der Aufwertung der Bahnhofstraße durch die Anlage von Längsparkplätzen, durchgängigen Gehwegen, Verschwenkungen des Straßenverlaufs sowie der Errichtung einer Infobucht. Weiter durch die Neugestaltung des Bahnhofvorplatzes und die Neuanlage der beiden Zufahrtsstraßen zum ehem. Güterhallengelände mit Schaffung von 43 zusätzlichen P+R-Plätzen mit einem kleinen Gewerbegebiet und natürlich der Verbesserung der Anbindung des Wohngebietes „Im Brügel“.




Gleichzeitig wollte man mit der Gestaltung der Bahnhofstraße eine Geschwindigkeitsberuhigung erreichen mit gleichzeitig mehr Sicherheit für die Fußgänger. Die Gesamtkosten belaufen sich auf 2,2 Mio.-Euro, die sich aufgrund von Fördermitteln auf einen gemeindlichen Eigenanteil von 864.000 Euro verminderten. Ein besonderer Dank des Bürgermeisters galt allen am Bau Beteiligten für ihre Zuverlässigkeit und besonders den Anwohnern und Anliegern für ihre Geduld während der Bauarbeiten.

Diesem Dank schloss sich Dipl. Ing. Jürgen Glaser nahtlos an und erläuterte anschließend für das Planungsbüro IFK-Ingenieure aus Mosbach, dass zu den allgemeinen „Buddelarbeiten“  rd. 3.000 qm Erschließungs- und Parkplatzflächen neu geschaffen, 2.600 qm Straßenflächen saniert, 725 m Entwässerungs- und 560 Meter Wasserleitung neu verlegt wurden.  „Das Geld ist gut angelegt und führt sicher zum Wachsen und Gedeihen von Seckach. Angesichts der Bedeutung solcher Ausbauten im ländlichen Raum setzt man sich gerne für Förderungen solcher Art ein“, sagte MdB Alois Gerig.

Zu den witterungsbedingten Verzögerungen der Bauarbeiten meinte Landrat Dr. Achim Brötel schmunzelnd: „Wer sich im Umfeld der Bahn bewegt, muss bekanntlich immer mit Verspätungen und Verzögerungen rechnen“. Das Bahnhofumfeld und das Gebäude selbst bezeichnete er unisono als gelungenes Beispiel für Kreativität und Zukunftsplanung einer Gemeinde, die sich gründen auf einer langen und erfolgreichen Bahngeschichte in Seckach. Denn Seckach habe als einer der drei Hauptbahnhöfe im Kreis eine lange Eisenbahnertradition, deren man sich in der Gemeinde bewusst sei, was man von der Bahn selbst nicht behaupten könne.

In Symbiose mit dem Umfeld und dem Gewerbeangebot habe man in Seckach eine ortsbildprägende Veränderung und Erneuerung erreicht und somit eine zukunftsfähige Lösung gefunden. „Eine grundlegende Neuordnung des gesamten Gebietes, eine klare Aufwertung des Umfelds, deutliche Verbesserungen bei der verkehrlichen Anbindung insbesondere der Straße „Im Brügel“ sowie eine nicht zuletzt aus Gründen des Umweltschutzes ausdrücklich zu begrüßende Umgestaltung der Straßenentwässerung fügen sich zu einem harmonischen, vor allem aber attraktiven Gesamtbild zusammen“, so der Landrat abschließend.

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