In Hamburg unter Tausenden von Löwen

Trachtenkapelle Höpfingen gastiert beim Lions International Convention

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(Foto: privat)

Höpfingen/Hamburg. Erlebnisreiche Tage verbrachten die Musikerinnen und Musiker der Trachtenkapelle Höpfingen mit ihrem Vorsitzenden Elmar Kaiser und dem musikalischen Leiter Holger Dörr in der Hafenstadt Hamburg.  Höhepunkt der viertägigen Kurzreise war der musikalische Auftritt beim 96. Lions Convention, das jährliche internationale Treffen der Lions Clubs.

Der Lions International Club ist ein seit 1917 weltweit agierender Serviceclub. Sie verfügen über 1,3 Millionen Mitglieder aus 208 Ländern. Einmal im Jahr treffen sich diese Clubs zu einem International Convention, der Generalversammlung aller Lions International. Erstmalig fand diese Begegnung in Deutschland und zwar in Hamburg statt. Höhepunkt des Conventions ist alljährlich die Parade mit allen Teilnehmern der Lions Clubs. Der Trachtenkapelle Höpfingen war es vergönnt, als musikalischer Repräsentant der etwa 200 süddeutschen Lions Clubs eingeladen zu werden. Sie durfte als eine von nur zehn Musikkapellen diese wohl in Deutschland einmalige Parade musikalisch umrahmen. Möglich gemacht hat dies Jürgen Schell, Mitglied des Lions Clubs Madonnenland und Vize Governor im Distrikt SN, welcher die nordbadischen Clubs vereinigt.

Mehr als 10.000 Lions Mitglieder aus der ganzen Welt trafen sich auf dem Hamburger Rathausplatz, wo die Parade beginnen sollte. Die Veranstalter selbst hatten nicht mit solch einem Zuspruch gerechnet, weshalb sich die Parade dann auch über fünf Stunden hinzog. Der Stimmung tat das keinen Abbruch. Der Zugweg führte vom Hamburger Rathaus an den Jungfernstieg rund um die Binnenalster. Auf rund 2 km Länge zog ein multikultureller Tross  – bekleidet mit prächtigen Kostümen und ausgestattet mit Fahnen – entlang. Die Straßen waren gesäumt von zahlreichen Zuschauern, die diesem Spektakel zusahen. Auch die Musikerinnen und Musiker der Trachtenkapelle Höpfingen hatten viel Spaß dabei. Bereits bei der Aufstellung gaben sie abwechselnd mit den anderen Kapellen ein vielbeachtetes Stelldichein. Während des Umzugs wurde die Kapelle stetig beklatscht – denn nicht nur in den anderen Staaten, auch in Hamburg selbst ist eine Trachtenkapelle ein selten gesehenes Bild.




Besonderen Applaus erhielt die Kapelle für die Darbietung des Marsches „Hoch Badnerland“, vor allem, weil sich die Musikapelle bei den Strophen als sehr gesangsbegabt zeigte. Und es gab zahlreiche Gäste an der Straße, die sogar textsicher die Strophen mitsingen konnten. Nach der Auflösung der Parade gab die Kapelle auf dem Rathausplatz spontan ein kleines Platzkonzert.

Natürlich nutzten die Musikerinnen und Musiker die anderen Tage für ein interessantes Rahmenprogramm, größtenteils von der Jugenddirigentin Kerstin Berberich hervorragend organisiert. Viel Wissenswertes über Hamburg und die einzelnen Stadtteilen erfuhren die Höpfinger bei einer Stadtrundfahrt. Besonders interessant war die Fahrt durch den komplett neu errichteten Stadtteil „Hafen City“, wo noch vor wenigen Jahren Lagerhallen standen und jetzt Wohnraum für 12.000 Einwohner und 40.000 Arbeitsplätze geschaffen werden. Nicht weniger interessant war die Hafenrundfahrt, die die Höpfinger u.a. in die Speicherstadt und in den Containerhafen führte. Und wer nach diesem vollen Programm noch nicht müde war, schaute sich eins der zahlreichen Musicals an oder vergnügte sich auf der Amüsiermeile Reeperbahn in St. Pauli. Einig war man sich nach diesem Ausflug aber schon: Hamburg ist schon eine Reise wert. Und mit der Teilnahme beim Lions Convention wird sie sogar unvergesslich bleiben. Das nächste Lions International Convention findet übrigens in Toronto/Kanada statt. Wer weiß, ob es nicht wieder ein Wiedersehen mit den Freundinnen und Freunden von den Lions Clubs gibt …?

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