Abenteuertour zur Eberstadter Tropfsteinhöhle

(Foto: Liane Merkle)

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Seckach. (lm) Auf Abenteuertour zur Eberstadter Tropfsteinhöhle hatte das Seckacher Gemeinderatsgremium mit Bürgermeister Thomas Ludwig an der Spitze im Rahmen des Schlotfeger-Ferienprogramms eingeladen. 

Und bei angenehmen Temperaturen waren rd. 25 Kinder der Einladung gerne gefolgt und hatten sich am Waldstraßen-Spielplatz eingefunden. Durch die Schatten spendenden Mischwaldbestände des Hohbergs und des Kammbergs ging es in Richtung Norden und schon fanden die ersten jungen Wanderer am Wegesrand einen Spazierstock oder eine Wünschelrute. Auch ein Wegstück entlang der Kreisstraße wurde diszipliniert überbrückt, ehe die muntere Truppe über die Anhöhe des Hohlensteins schon nach wenig mehr als einer Stunde das Ziel, die Eberstadter Höhlenwelten, erreichte. Natürlich zog der Indoor-Höhlenspielplatz im neuen Besucherzentrum die jungen Gäste gleich magisch an, bevor es sich die tapferen Wanderer zu einer kräftigenden Brotzeit am idyllisch gelegenen Höhlensee gemütlich machten. 



Nach dieser Erholungspause startete endlich die mit großer Spannung erwartete Kinderführung durch die Höhle unter Leitung von Irene Prokosch. Als eine der längstgedienten und erfahrensten Eberstädter Höhlenführerinnen erzählte sie den Kindern, wie die Höhle im Jahre 1971 entdeckt und bis September 1973 dank großartiger Eigenleistung der Eberstadter Bevölkerung begehbar gemacht wurde. Dass ein Tropfstein im Schnitt 100 Jahre braucht, um einen Zentimeter zu wachsen, beeindruckte die jungen Besucher sehr und natürlich galt es, zwischen Stalaktiten (von der Decke herunter hängende Tropfsteine) und Stalagmiten (auf dem Boden stehende Tropfsteine) zu unterscheiden. 

Am interessantesten waren aber zweifelsohne die Interpretationen der verschiedenen Tropfsteingebilde aufgrund ihrer Form oder in Anlehnung an alte Sagen und Geschichten. Die berühmte „Weiße Frau von Eberstadt“ tauchte ebenso auf wie die Hochzeitstorte oder ein täuschend echt aussehendes steineres Schwein. Der Höhlensee, der Vesuv und der Nikolaus wurden gleichfalls bewundert, nur das Wunschbrünnlein wollte an diesem Tag nicht so richtig sprudeln. 

Tief beeindruckt von diesem Unterwelterlebnis machte sich die Wandergruppe auf den Rückweg, welcher trotz der stetig zunehmenden Hitze von allen Teilnehmern erfolgreich bewältigt wurde. 

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