Ein Formenspiel in „SchwarzWeißPlus“

Kupfer jpg S Braun

(Foto: S. Braun) 

Ulrike Thiele, Künstlerin aus Mosbach, verwandelt den Theaterkeller des Schlosses in Adelsheim im Rahmen von „Adelsheim leuchtet 2013“ in eine begehbare Installation, die das alte Gewölbe auf neue Weise erfahrbar macht. „Mensch und Raum“, Grundthema ihrer künstlerischen Arbeit, stellt sie in ein freies Formenspiel mit den Materialien Kupfer, Holz und Papier. Zu sehen sind Objekte, Collagen und eine Bodenarbeit unter dem Titel „ SchwarzWeißPlus“. Die Ausstellung ist speziell für diesen Raum konzipiert.

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Collagen auf Schwarz

Neben der Eingangstreppe ist eine den Gewölbebogen ausfüllende Wandcollage aus Fotoarbeiten auf schwarzem Grund aufgebracht. Seit Jahren dokumentiert Ulrike Thiele mit ihren Fotografien ihr Umfeld, zu Hause und auf Reisen. Architektur in unterschiedlichsten Zusammenhängen, immer auch Spiegel der Gesellschaft, ist ihr dabei Hauptmotiv. Die auf Papier gedruckten Schwarz-Weiß Fotografien werden immer wieder neu kombiniert, gedoppelt oder auf wesentliche Strukturen reduziert. So können sich wie in  einer Zitatensammlung immer neue Sinnzusammenhänge ergeben.  

Kupferbande

Mitten im Raum hängt über einem schwarzen Stahlrohr  ein sechs Zentimeter breites und mittlerweile 44 Meter langes Kupferband in neunfacher Wicklung. Das Material nimmt seit Jahren Spuren verschiedener Ausstellungen und Berührungen auf – eine stete Veränderung der Oberfläche ist die Folge davon, einer Lebensgeschichte gleich.

Auf der Bühne des Theaterkellers dienen filigrane, bis zu 2,30 Meter hohe Kupferrohrobjekte, die immer auf drei Punkten stehen, als Zeichnung im Raum. Sie gehen mit dem Potpourri aus verschiedenen Collagen, Kupferblechen und Wandbildern eine raumgreifende Verbindung ein.




Im kleinen Gewölbekeller ist eine  Bodenarbeit aus jeweils 40 Zentimeter langen, handgebogenen Kupferblechen zu entdecken. Die Gewölbeform aufnehmend, verweisen sie in ihrer seriellen Aufstellung auf immer wiederkehrende Prozesse,  Handlungen und Abläufe im Leben, die dennoch geprägt sind von individuellen Spuren.

Ulrike Thiele war eingeladen, an der Ausstellung „…und was machen wir morgen?“ des  Hohenloher Kunstvereins in Künzelsau eine Installation zu zeigen. Sie ist beteiligt an „Stadt-Raum-Kunst“, einer Wanderausstellung mit 14 internationalen Künstlern im Rahmen der Europatage im Kulturhistorischen Museum „Kaisertrutz“ in Görlitz und wurde 2012 für das Förder-Programm „Atelier und Künstler“, bei der Künstler aus der Metropolregion Rhein-Neckar im Rahmen der 23. Kreiskulturwoche, Arbeiten zeigten, ausgewählt.

Die Ausstellung „SchwarzWeißPlus“ ist im Rahmen der Videokunstausstellung ATAMAFASAJARAMORGANA bis 17. August immer freitags und samstags von 22 bis 1 Uhr zu sehen, sowie nach Vereinbarung unter Telefon 06261/914190.

Der Eintritt ist für alle Besucher des Theaterkellers frei, der Eingang liegt innerhalb des Ausstellungsgeländes.

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