TSV Höpfingen ist TWO-Team des Jahres

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Höpfingen. (pm) Man nennt sie das Aushängeschild des Neckar-Odenwald-Kreises. Der TSV Frankonia Höpfingen beeindruckt in seiner Region durch vorbildliche Vereinsarbeit: Erfolgreiche Seniorenmannschaften, starke Jugendarbeit, traumhafte Infrastruktur, leidenschaftliche Fans. Als TWO-Team des Jahres möchten die Nordbadener nun eine Saison lang ganz Deutschland zeigen, was für ein toller Club sie sind. Zum Start spendiert DFB-Partner adidas einen kompletten Trikotsatz und 20 Original „Torfabrik“-Spielbälle.

Im Rahmen der Berichterstattung über das TWO-Team des Jahres soll auf „Training & Wissen online“ die Fußballsaison aus der Perspektive eines Amateurvereins erzählt werden. Und zwar in der gesamten Themenvielfalt: Von sportlichen Fragen zu Training und Spielen über Vorstandsarbeit von Schatzmeister bis Pressewart bis hin zu Storys und Anekdoten am Rande. Im wöchentlichen Rhythmus erscheint ab sofort jeden Donnerstag ein neuer Beitrag auf TWO, bei besonderen Anlässen auch mit Bilderstrecken und Video. Die Wahl fiel nicht leicht. Über 70 Mannschaften hatten sich als TWO-Team des Jahres beworben und dabei viel Kreativität und Mühe investiert. Jede Bewerbung für sich war interessant, jeder Verein hatte eine andere spannende Geschichte zu erzählen. Am Ende entschied sich die DFB-Jury für das beste Gesamtpaket.

Der TSV Frankonia Höpfingen ist ein Vorzeige-Amateurverein. Knapp 3.000 Einwohner hat der Ort Höpfingen im Neckar-Odenwald-Kreis, 1.200 Mitglieder zählt der TSV. In der Fußballabteilung gibt es elf Mannschaften, darunter drei Seniorenmannschaften mit insgesamt knapp 70 Spielern und Jugendteams in allen Altersklassen.




Überhaupt können die Höpfinger mit Zahlen beeindrucken. Der Zuschauerschnitt der letzten Saison, als man erstmals in der Verbandsliga Nordbaden spielte, lag bei über 400. Zum letzten Saisonspiel ins 130 km entfernte Durlach reisten über 200 Anhänger in mehreren Fanbussen mit. Zum Klassenerhalt reichte es dennoch nicht, die Saison 2013/14 startet der TSV Höpfingen wieder in der Landesliga Odenwald. Trainer Thomas Nohe, tagsüber Kriminalhauptkommissar, gibt als Ziel einen einstelligen Tabellenplatz aus: „Das kann ja von Platz neun bis eins alles sein“, sagt er mit einem Augenzwinkern.

Seine Mannschaft setzt sich fast ausschließlich aus Spielern aus Höpfingen und der näheren Umgebung zusammen. Legionäre gibt es nicht, weil schlicht kein Geld an die Spieler fließt. „Das einzige was fließt, ist das Wasser in der Dusche“, scherzen die Spieler und fühlen sich trotzdem wohl. Der Verein investiert lieber in die Jugendarbeit und die vereinseigene Infrastruktur. Neben den zwei Rasenplätzen gehören noch vier Tennis- und zwei Beachvolleyballfelder sowie ein großer Kinderspielplatz zum Gelände des Mehrspartenvereins. „Ein großer Traum wäre noch ein zusätzlicher Kunstrasenplatz“, wünscht sich Fußball-Abteilungsleiter Meik Böhrer und lächelt dabei verschmitzt in Richtung Jürgen Kuhn, dem Vorstandsvorsitzenden. „Eins nach dem anderen“, erwidert dieser und verweist auf die brandneue Tribüne mit vielen Natursteinelementen. Ein Großteil davon wurde in Eigenleistung erbaut, die Anschubfinanzierung kam durch den Gewinn eines Videowettbewerbes im Jahre 2011. In dem Zuge gewann der TSV auch ein Freundschaftsspiel gegen Werder Bremen. Etwa 4.500 Zuschauer sahen die Partie gegen den damaligen Bundesliga-Tabellenführer.

Dass neben den Bremern noch weit mehr Fußballprominenz schon in Höpfingen war, erfährt man beim geselligen Beisammensein im „Biergerdle“ mit Blick auf das Höpfinger Stadion – die ganze Mannschaft ist anwesend. Durch gute Kontakte zu Eintracht Frankfurt kamen einst Uli Stein, Jay-Jay Okocha und Bernd Hölzenbein in den Odenwald, aus Stuttgart reisten Marc Ziegler und Serdar Tasci an. Die Getränke im Biergarten sind übrigens warm, weil sich der ehemalige Geschäftsführer die Kühlschränke für seine Hochzeit ausgeborgt hat. Macht aber nix, dafür gibt es Eis. Und erfrischende Geschichten. Zum Beispiel die von Vereinslegende „Rotschi“, der vor 30 Jahren in einer Bierlaune wettete, ein Stadionheft ins Leben zu rufen, und seitdem durchgehend das „Höpfemer Sportecho“ herausbringt. Es gibt viel zu erzählen über den TSV Frankonia Höpfingen in der kommenden Saison.

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