Auswirkungen Erneuerbare Energien werden untersucht

Studie Erneuerbare Energie

Freiflächen-Photovoltaikanlage und Windkraftanlage bei Tauberbischofsheim-Dittwar: Anlagen zur Nutzung Erneuerbarer Energien befinden sich häufig in freien Naturräumen. Die kumulativen Auswirkungen sollen im Rahmen einer Studie des Leibnitz-Instituts im Main-Tauber-Kreis untersucht werden. (Foto: pm)

Main-Tauber-Kreis. (mtk) „Kumulative Wirkungen des Ausbaus Erneuerbarer Energien auf Natur und Landschaft“ ist der Arbeitstitel einer Studie, die das Leibnitz-Zentrum für Agrarlandschaftsforschung“ (ZALF) bis September 2014 im Main-Tauber-Kreis durchführen wird. Auslöser für die Auswahl des Main-Tauber-Kreises war nach einer bundesweit angelegten Analyse eine Anfrage des ZALF beim Regionalverband Heilbronn-Franken und schließlich die Empfehlung durch Verbandsdirektor Klaus Mandel. Neben dem Main-Tauber-Kreis wurde der Kreis Nordfriesland als weiterer Fallstudienraum ausgewählt.

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In einem ersten Schritt wurden in der nationalen Analyse Triebkräfte des Ausbaus erneuerbarer Energien, der Entwicklung der Landnutzungen und der Landschaft untersucht und Energielandschaften typisiert. Aktuell entwickeln die Forscher eine Methode, mit der in einem zweiten Schritt die kumulativen (= „sich aufsummierenden“) Wirkungen des Ausbaus Erneuerbarer Energien in definierten Regionen erhoben und bewertet werden können. Zweck ist in erster Linie die landschaftsverträgliche Gestaltung des weiteren Ausbaus.

In den zwei Fallstudienräumen soll die Methode nun angewandt und weiterentwickelt werden. Die Ergebnisse sollen in einem dritten Schritt auf andere Regionen übertragen werden können.




„Wir freuen uns, dass der Main-Tauber-Kreis ein weiteres Mal als wichtige Region im Hinblick auf den Ausbau der Erneuerbaren Energien erkannt wurde“, erklärt Landrat Frank in einer aktuellen Stellungnahme zu dem Projekt. „Es wäre ein wichtiger Schritt in der weiteren Entwicklung im Kreis und natürlich auch darüber hinaus, wenn mittels der Ergebnisse der Studie verschiedene und gegensätzliche Interessen unter einen Hut gebracht und drohende Konflikte bei zukünftigen Maßnahmen bereits im Vorfeld identifiziert, bewertet und gelöst werden könnten.“

Zum genaueren Kennenlernen des Kreises und seiner Struktur werden sich Mitarbeiter des ZALF und des beteiligten Partnerbüros „mareg – markt und region“ mit Sitz in Ippesheim Anfang September eine Woche im Main-Tauber-Kreis aufhalten und mit verschiedenen Akteuren und Fachbehörden Kontakt aufnehmen.

Beauftragt und gefördert wird die Studie durch das Bundesamt für Naturschutz (BfN), die wissenschaftliche Behörde des Bundes für den nationalen und internationalen Naturschutz. Unterstützt werden soll die Studie auch durch die verschiedenen Fachämter des Landratsamtes und weitere Beteiligte. Im September soll hierzu ein erstes gemeinsames Treffen zum Informationsaustausch stattfinden. Als zentraler Verbindungspunkt zwischen dem ZALF und den Beteiligten aus dem Landkreis soll die Energieagentur des Main-Tauber-Kreises fungieren, die als Gesellschaft des Kreises bereits über vielfältige Informationen, Daten und Kontakte im Kreis verfügt.

Wichtig ist den Mitarbeitern des ZALF in diesem Zusammenhang insbesondere, dass auch die vor Ort betroffenen Bürger und Akteure aus Energiewirtschaft, Verwaltung und Verbänden ihre spezifischen Kenntnisse sowie eigene Anregungen in die Strukturen der Studie mit einbringen. Nach Abschluss der Studie im September 2014 sollen die Ergebnisse den beteiligten Akteuren sowie auch der interessierten Bevölkerung in einer Informationsveranstaltung vorgestellt werden. eamt

Nähere Informationen zur Studie können der Homepage des ZALF (www.zalf.de/de/forschung/) oder der Homepage des Bundesamtes für Naturschutz (www.bfn.de/15239.html ) entnommen werden.

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