Großes Theater auf Schloss Zwingenberg

Zufriedenheit mit dem Verlauf der Schlossfestspiele Zwingenberg

Fazit Schlossfestspiele

Das gesamte Ensemble der Zwingenberger Schlossfestspiele – hier ein Bild aus der Operette „Die Fledermaus“ – freute sich bei der Dernierenfeier am Sonntagabend über das umfassende Lob von Landrat Dr. Achim Brötel, der Vorsitzender des Trägervereins ist: „Eine wunderbare Saison, bei der von den hochkarätigen Vorstellungen über die Besucherzahl bis hin zum Wetter wirklich alles gepasst hat, ist zu Ende gegangen.“ (Foto: LRA)

Zwingenberg. (lra) Insgesamt 5.535 Besucherinnen und Besucher haben die zehn Aufführungen und die zwei Generalproben der diesjährigen Spielzeit der Schlossfestspiele Zwingenberg gesehen. Das entspricht einer Rekordauslastung von 75,56 Prozent – noch einmal drei Prozent mehr als 2012 und sagenhafte 21 Prozent mehr als 2011, wo die Schlossfestspiele allerdings auch mit einer extrem verregneten Spielzeit zu kämpfen hatten. „Es war wirklich eine tolle Saison“, ist Landrat Dr. Achim Brötel als Vorsitzender des Trägervereins denn auch restlos zufrieden. „Wir haben wieder großes Theater auf dem Schloss erlebt, fernab jeglicher Provinzialität. Dafür lohnt jeder Einsatz“.

Sowohl der „Freischütz“, die Zwingenberger Hausoper, in der Inszenierung von Andre Wittlich (musikalische Leitung: Jan Hoffmann) als auch die komische Operette „Die Fledermaus“ unter der Regie von Andreas Lachnit (musikalische Leitung: Karsten Huschke) als Hauptproduktionen, aber auch das Kinderkonzert „Meister Röckle und der Teufel“, die „Chansons und Lieder der Nacht“ und das Kindertheater „Der Räuber Hotzenplotz“ hätten die Besucherinnen und Besucher restlos begeistert. Das exzellente Festspielorchester, der wie immer ausgezeichnete Chor unter der Leitung von Prof. Klaus Eisenmann, herausragende Solisten und das pfiffige Bühnenbild von Jessica Marquardt sowie die einfallsreichen Kostüme von Bärbel Hodapp und das hervorragende Geschäftsstellenteam um Heike Brock, Ilka Metzger und Birgit Heller-Irmscher seien der Garant des Erfolgs gewesen, so Brötel. Ein besonderes Kompliment gebühre aber dem Festspielintendanten Karsten Huschke, der es in seiner unnachahmlichen Art wieder verstanden habe, den Festspielen seine ganz persönliche Note zu verleihen.




Gemeinsam mit seinem Stellvertreter, Bürgermeister Peter Kirchesch aus Zwingenberg, dankte Brötel bei der der Dernierenfeier am Sonntagabend auf der Forsthausterrasse des Schlosses in Zwingenberg noch einmal allen Mitwirkenden für ihren großen Einsatz. Es sei gerade der besondere Zusammenhalt und die familiäre Note, die das Zwingenberger Ensemble in besonderer Weise auszeichne. Außerdem gebühre allen, die die Schlossfestspiele erneut finanziell unterstützten, ein dickes Dankeschön. Neben dem Land und dem Landkreis seien hier insbesondere die Stiftergemeinschaft Sparkasse Neckartal-Odenwald, die Volksbanken Mosbach und Neckartal, Heidelberg Cement, die ZEAG Energie AG, MOTIP Dupli, die GELITA AG und Toto-Lotto Baden-Württemberg zu nennen.

Nach der Saison ist allerdings auch schon wieder vor der Saison. Inzwischen laufen nämlich längst die Vorbereitungen für die 32. Spielzeit im kommenden Jahr. Der „Freischütz“ wird dann zwar wieder pausieren. Die Opernfreunde werden aber trotzdem voll auf ihre Kosten kommen. Zum Auftakt der Saison 2014 soll nämlich die komische Oper „Zar und Zimmermann“ von Albert Lortzing erklingen, ehe Intendant Karsten Huschke die Freunde der Revueoperette dann in ein ganz besonderes Hotel einlädt: „Im Weißen Rößl am Wolfgangsee, da steht das Glück vor der Tür“ mit der weltbekannten Musik von Ralph Benatzky. Dazu gibt es wie immer ein ansprechendes Rahmenprogramm. Der Kartenvorverkauf startet noch vor Weihnachten.

Für den langjährigen Intendanten Karsten Huschke wird das dann allerdings die letzte Spielzeit in Zwingenberg sein. Für seine Nachfolge ab der Saison 2015 haben sich 75 Bewerberinnen und Bewerber aus ganz Europa interessiert. Für den Vorstand des Trägervereins ein klarer Beweis, welch hervorragenden Ruf die Schlossfestspiele inzwischen völlig zu Recht genießen. Jetzt stellt sich allerdings die Qual der Wahl. Im Herbst sollen zunächst Einzelgespräche mit den aussichtsreichsten Kandidatinnen und Kandidaten stattfinden.

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