Sommererkrankungen im Kreis nehmen zu

Fallzahlen bei Hautkrebs steigen kontinuierlich an

Neckar-Odenwald-Kreis. (pm) Sonne und Wärme der letzten Tage lassen sich am besten im Freibad oder bei einem kühlen Getränk im Freien genießen. Was für die Lebensqualität positiv ist, führt aber auch zu einer steigenden Zahl an Sommererkrankungen, wenn nicht vorgebeugt wird.

Besonders Sonnenbrand mit Blasenbildung sollte unbedingt vermieden werden, da dieser in der Folge zu Hautkrebs führen kann. Die Zahl der Hautkrebserkrankungen im Neckar-Odenwald-Kreis steigt seit 2008 stetig an. So mussten sich zuletzt knapp 19 Prozent mehr Versicherte im Neckar-Odenwald-Kreis wegen eines bösartigen Melanoms der Haut beim Hautarzt behandeln lassen als im Jahr 2008. Dabei erkranken Männer etwas häufiger als Frauen. Besonders die Altersgruppe ab 65 Jahren muss aufgrund von Hautkrebs behandelt werden.

Diese Zahlen müssten nicht so ausfallen: Laut AOK Rhein-Neckar-Odenwald könnten durch gezielte Vorsorge und damit frühzeitiges Erkennen viele schwierige Krankheitsverläufe vermieden werden. Die Zahlen zeigten, dass nur jeder Dritte die Hautkrebsvorsorge überhaupt in Anspruch nimmt und das bei jährlich 224.000 Neuerkrankungen an Hautkrebs in Deutschland.




AOK-Versicherte können bereits ab 20 Jahren alle zwei Jahre ihre Haut im Rahmen eines sogenannten Hautkrebsscreenings kostenfrei untersuchen lassen. Diese Krebsfrüherkennungsuntersuchung der gesamten Hautoberfläche erfolgt durch den Arzt und ist völlig schmerzfrei. „Wenn er früh erkannt wird, ist Hautkrebs in der Regel heilbar“, sagt Stefan Strobel, Geschäftsführer der AOK Rhein-Neckar-Odenwald. Durch das frühzeitige Vorsorgeangebot will die AOK ihre Versicherten animieren, sich schon in jungen Jahren beim Screening mit ihrem eigenen Hautkrebsrisiko auseinandersetzt. „Die beste Vorbeugung ist es, Sonnenbrände komplett zu vermeiden und sich nur mit sehr hohem Lichtschutzfaktor oder bekleidet der Sonne auszusetzen“, sagt der Geschäftsführer der AOK Rhein-Neckar-Odenwald, Stefan Strobel. Die AOK rät zudem, auf Solarienbesuche ganzjährig zu verzichten.

Bisher wurde die Möglichkeit der Hautkrebsvorsorge zu selten in Anspruch genommen. Laut AOK haben in den letzten Jahren nur rund ein Drittel der rund 59.000 AOK-Versicherten im Neckar-Odenwald-Kreis ein Hautkrebsscreening vornehmen lassen, mit leicht steigender Tendenz.

Die Hitze kann zudem zu Flüssigkeitsmangel, Hitzekrämpfen und im schlimmsten Fall sogar zu einem Hitzschlag führen. Auch hier beobachtet die AOK eine steigende Zahl an Betroffenen in der Region. Besonders betroffen waren Jugendliche und junge Erwachsene im Alter zwischen 15 und 24 Jahren. Ausreichende Flüssigkeitszufuhr – am besten Wasser und ungesüßte Früchte- und Kräutertees – von mindestens zwei Litern pro Tag, Kopfbedeckungen und das Vermeiden übermäßiger Anstrengung in der Sonne können vor solchen hitzebedingten Erkrankungen schützen.

© www.NOKZEIT.de


Artikel empfehlen: