Todesschütze: „Ich bring euch alle um!“

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Täter des Doppelmordes ist ein 71-jähriger Sportschütze – Sämtliche Verletzte außer Lebensgefahr – Vernehmungen und Obduktionen im Laufe des Tages anberaumt

Dossenheim/Rhein-Neckar-Kreis. Bei dem Mann, der am Dienstagabend kurz vor 19 Uhr in einer Dossenheimer Vereinsgaststätte zwei Personen getötet, fünf weitere schwer verletzt und anschließend sich selbst gerichtet hat, handelt es sich um einen 71-jährigen Rentner aus Dossenheim. Wie die weiteren Ermittlungen ergaben, war der Täter legal im Besitz von Schusswaffen. 

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Um 18.51 Uhr waren am Dienstag mehrere Notrufe bei der Polizei eingegangen, wonach es in der Gaststätte zu einer Schießerei gekommen war.

Nach den bisherigen Ermittlungen fand in einem Nebenzimmer im 1. OG der Gaststätte eine Eigentümerversammlung statt, zu der sich gegen 18 Uhr der spätere Täter und acht Teilnehmer einfanden. Aufgrund eines bei der Versammlung entstandenen Streits wurde der 71-jährige Täter des Raumes verwiesen. Nach den bisherigen Erkenntnissen ist davon auszugehen, dass er anschließend in seine nahegelegene Wohnung fuhr, die Pistole aus dem Waffenschrank holte und zurück zu der Gaststätte fuhr. Nachdem er im Gastraum noch eine Cola getrunken hatte, ging er in das Versammlungszimmer, wo er sofort das Feuer eröffnete, dabei rief er „ich bringe euch alle um!“



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Wie die späteren Überprüfungen ergaben, war er legal im Besitz der Tatwaffe, einer Pistole der Marke Ceska, Kal. 9mm Luger. Zudem waren nach Auskunft der Waffenbehörde sechs weitere Waffen auf ihn registriert.

Bei der Schießerei traf er einen 82-Jährigen und einen 54-Jährigen tödlich. Vier weitere Miteigentümer (59, 70 und 81 Jahre alt) und auch seine 70-jährige Ehefrau verletzte er durch Schüsse schwer. Das fünfte Opfer, eine unbeteiligte 47-jährige Frau, die auf der Terrasse saß, die direkt an den Versammlungsraum angrenzt, erhielt durch die Scheibe einen Streifschuss am Kopf.  Insgesamt schoss der Täter 17 Mal.

Nachdem der Täter zwei Opfer, die über die Terrasse geflüchtet waren, verfolgt und ihnen auch hinterhergeschossen hatte, begab er sich anschließend über den Treppenabgang in den Eingangsbereich des Vereinsheims und richtete sich mit einem Kopfschuss selbst.

Die Kriminaltechniker der Heidelberger Kriminalpolizei und Spezialisten des Landeskriminalamtes  sind nach wie vor mit der Rekonstruktion des Tatgeschehens sowie mit der Spurenauswertung am Tatort betraut. Die Getöteten werden auf Antrag der Staatsanwaltschaft Heidelberg bei der Rechtsmedizin der Universität Heidelberg obduziert. 

Auch Innenminister Reinhold Gall (SPD) hat sich inzwischen zu Wort gemeldet und einmal mehr das Verbot großkalibriger Waffen für Sportschützen gefordert. 

Weitere Artikel zum Doppelmord von Dossenheim:

Doppelmörder war Sportschütze: www.NOKZEIT.DE/dossenheimer-doppelmoerder-war-sportschuetze/

Drei Tote bei Schießerei in Sportheim: www.NOKZEIT.de/drei-tote-bei-schiesserei/

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