NZ-Kandidatencheck: Herbert Alexander Gebhardt (ÖDP)

BTW OeDP Gebhardt Axel

(Foto: privat)

Odenwald-Tauber. Ab sofort stellen wir unseren Leser_innen die Direktkandidaten zur Bundestagswahl im Wahlkreis Odenwald-Tauber vor. Von neun Bewerber_innen haben wir acht angeschrieben und um Vorstellung auf NOKZEIT/Katzenpfad gebeten. Lediglich der Kandidat der NPD erhielt keine Anfrage, steht diese Partei unserer Meinung nach doch für eine Politik der Ausgrenzung, weshalb wir solchen „Meinungen“ keinen Raum geben wollen.

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Die Texte, Fotos und Videos der Kandidat_innen, die geantwortet haben, werden wir täglich einen weiteren vorstellen. Dabei gehen wir nach der Reihenfolge des Eingangs. Es gibt auch Politiker_innen, die bis zum Stichtag, am 21. August, nicht geantwortet haben. Deren Texte werden wir dennoch veröffentlichen, sofern sie sich nicht an den Texten der Mitbewerber_innen abarbeiten.

Heute beginnen wir mit der Vorstellung von Herbert Alexander Gebhardt aus Wertheim, der für die ÖDP im Wahlkreis Odenwald-Tauber das Direktmandant anstrebt. Die Texte wurden jeweils von den Kandidat_innen verfasst und von uns nicht geändert.




In Mainfranken aufgewachsen nahm ich nach dem Abitur in Wertheim (1964) zunächst am Diakonischen Jahr (heute: freiwilliges soziales Jahr) in Bethel bei Bielefeld teil. Nach dem Studium in Bonn und Heidelberg war ich von 1973 bis 2007 Lehrer am Ganztagsgymnasium Osterburken für die Fächer Biologie und Geographie. Von 1984 bis 1999 war ich dort Stadtrat und von 1994 bis 1999 außerdem ÖDP-Kreisrat im Neckar-Odenwald-Kreis. Seit 2007 wohne ich wieder in Wertheim.

Als kirchlich engagierter Mensch (Kirchengemeinderat, Prädikant) kam ich zur ÖDP, weil sich diese Partei nicht nur für die Bewahrung der Schöpfung und den Erhalt der natürlichen Lebensgrundlagen, sondern auch für den Schutz des Sonntag als Ruhetag und für den raschen und vollständigen Ausstieg aus der unbeherrschbaren Atomenergie einsetzt.

Meine politischen Ziele:

In erster Linie geht es mir um mehr Ehrlichkeit in der Politik und um eine echte Unabhängigkeit der Politiker. Zu vieles wird uns Bürgerinnen und Bürgern verschwiegen oder verharmlost (Staatsverschuldung, Abbaukosten der Atomkraftwerke, ungeklärte Lagerung der radioaktiven Abfälle, gravierende Schäden in den Regenwäldern wegen der Herstellung von Bio-Kraftstoffen usw.). Durch die Annahme von Spendengeldern von Unternehmen und Verbänden sind weder die Abgeordneten noch die Parteispitzen frei in ihren Entscheidungen. Hier muss das Parteiengesetz dringend geändert werden. Die ÖDP nimmt übrigens jetzt schon keine solchen Spenden an und lässt sich somit nicht für bestimmte Zwecke ködern.

Ich halte es für eine Schande, dass die reichsten 1 % der deutschen Haushalte laut einer Studie der DIW 35,8 % des deutschen Gesamtvermögens besitzen und die ärmsten 50 % nur 1,4 %. Damit diese Schere nicht noch weiter auseinandertriftet, ist der Spitzensteuersatz maßvoll anzupassen.

Damit sich Erziehende wirklich frei entscheiden können, ob sie ihre Kinder mindestens bis zum dritten Geburtstag bei sich zu Hause behalten oder in eine außerhäusliche Betreuung  (Kinderkrippe) abgeben wollen, macht sich die ÖDP stark für die Einführung eines steuer- und sozialversicherungspflichtigen Erziehungsgehalts in Höhe eines halben durchschnittlichen Monatseinkommens, wodurch einerseits die Existenzgrundlage der Erziehenden gesichert wird und andererseits die Kosten für die außerhäusliche Betreuung bezahlt werden können. (Zum Vergleich: Selbst bei den Koalabären bleiben die Jungen mindestens anderthalb Jahre lang bei ihrer Mutter!)

Weitere Ziele sind die stärkere Solidarität mit Menschen mit Behinderungen, mehr Selbstverantwortung des einzelnen (zum Beispiel bei der Gesundheit) und die Einführung einer ökologisch-sozialen Wirtschaftspolitik, bei der die Nachhaltigkeit die Basis jeder menschlichen Aktivität sein sollte.

Zusammengefasst ergibt das die „goldene Regel der Politik“: Der oberste Grundsatz unseres politischen Handelns ist, dass wir nicht nur an uns selbst denken, sondern auch solidarisch an alle Menschen auf diesem Planeten und an die zukünftigen Generationen. Daran möchte ich mich messen lassen.

Infos im Internet:

www.oedp-main-tauber.de

www.oedp-neckar-odenwald.de

© www.NOKZEIT.de


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7 Kommentare

  1. ÖDP fordert Koalabären statt Betreuungsgeld 😉
    Das kann man doch nicht wirklich ernstnehmen.

    • Kon­se­quen­ter­wei­se hätten Sie diese nicht mehr annehmen dürfen. Frist ist Frist, oder werden Grüne und Piraten nach der SPD (Neue Zeiten denken) jetzt hier auch bevorzugt behandelt?

      • Der Vorwurf der Parteinahme wird bei jeder Wahl erhoben. Glücklicherweise wechseln die Parteinamen, sodass ich anscheinend jeden bevorzuge – oder eben keinen.

        Ich habe über den Einwand nachgedacht und eine Nichtveröffentlichung erwogen, mich aber im Interesse der Leser_innen für den „Abdruck“ entschieden, sofern kein Bezug zu den bereits veröffentlichten Texten genommen wird. Letztlich war der Stichtag nämlich keine Frist, sondern eine Bitte, um mir die Möglichkeit zu geben, die Texte nach und nach vorzubereiten.

        Und noch ein Wort zur Kolumne. Es steht jedem frei, ob Genosse oder Parteifreund oder Bündnis-Grüner, Nachfahre Störtebeckers mit Augenklappe oder gänzlich unpolitisch, mir eine Kolumne anzubieten. NOKZEIT ist nämlich eine offene Plattform. Außer NAZIS darf hier jeder mitwirken, mitschreiben, mitmachen … auch mit Parteibuch und sogar im Bayern-Trikot 😉

        Schönes Wochenende,

        Jürgen Hofherr

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