Biomasseheizkraftwerk stieß auf großes Interesse

Energie aus der Region für die Region/Vor-Ort-Aktion von MdB Alois Gerig

Besuch BMKO

(Foto: pm)

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Obrigheim. (pm) Zahlreiche Interessenten konnte Obrigheims CDU-Vorsitzender Ingo Link und Geschäftsführer Wilhelm Pfenning beim Vor-Ort-Termin von MdB Alois Gerig im BKWO begrüßen; nach Information, Diskussion und Führung, schloss sich dann noch eine Besichtigung des Heimatmuseums mit HVO-Vorsitzenden Karl Heinz Neser an.

Etwa 12.000 Haushalte werden durch das BKWO, das jährlich 41.800 Megawatt-Stunden liefert, mit Energie versorgt. Mit 26% sei der Wirkungsgrad hervorragend. 70.000 t Biomasse werden jährlich verfeuert, etwa 20.000 t Landschaftspflegematerial, der Rest Hackschnitzel; an Werktagen werden täglich 230 t angenommen. 16-24 t Asche fallen täglich an. An das benachbarte Kernkraftwerk wird Wärme geliefert; hierdurch werden etwa 600.000 l Heizöl ersetzt. 10 Mitarbeiter sind auf der Anlage tätig, die nach einigen Problemen des früheren Betreibers inzwischen gut läuft; die Turbine wird mit einer Leistung von 6 MW gefahren.

Pfenning unterstrich, dass es in der Vergangenheit viele gute Ideen gegeben hat, die sich aber wirtschaftlich nicht betreiben ließen, wie Konzepte mit einer Pflanzenöl- oder Ethanolanlage sowie Trocknungsanlagen; auch der Anschluss öffentlicher Gebäude oder der Anschluss von Wohngebieten rechnet sich wegen der Entfernung nicht.




Gerig unterstrich, dass erneuerbare Energien notwendig sind, wenn die Energiewende angestrebt wird. BKWO sei grundlastfähig, Wind und Sonne nicht; die Speichersysteme brauchen noch Zeit. Die Energiewende müsse mit Augenmaß auch wegen der Kosten betrieben werden; gegen den Widerstand von Rot-Grün seien dreimal die Zulagen für neue Photovoltaik-Anlagen gekürzt worden ; trotz dieser drei „Strombremsen“ werden noch immer PV-Anlagen gebaut. Nach der Bundestagswahl werde es zu Änderung des EEG kommen müssen. Gerig erinnerte daran, dass die Grüngutversorgung von der CDU-Kreistagsfraktion vor etwa 20 Jahren in den Landkreis gebracht wurde. Die ländlichen Räume würden von der Energiewende weiter profitieren, da hier die Wertschöpfung vor Ort erfolgt. Die Bio-Energie-Region sei inzwischen zu einem Markenzeichen geworden; allein in der HOT-Region werden jährlich 6 Millionen l Öl durch erneuerbare Energien ersetzt. Als Abgeordneter konnte er erfolgreich in Berlin wirken.

Zum Abschluss führte HVO-Vorsitzender Karl Heinz Neser die Besucher durch das 2005 eingerichtete Heimatmuseum und berichtete über den Werdegang des „Hauses Dorn“ und die von den Mitgliedern geleistete ehrenamtlich geleistete Arbeit.

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