Junge Erwachsene erhalten neue Chance

500 Arbeitsagentur

Initiative der Arbeitsagenturen und Jobcenter „AusBILDUNG wird was – Spätstarter gesucht“ – Genug von befristeten Helferjobs, genug von immer wiederkehrenden Zeiten der Arbeitslosigkeit, genug davon, zu denen zu gehören, die „nichts gelernt haben“.

Das hatte Alexander D., 28 Jahre, der seit Anfang des Jahres eine Ausbildung zum Fach freuen sich acht Teilnehmer und eine Teilnehmerin über ihren erfolgreichen Berufsabschluss zum Elektroniker/ zur Elektronikerin für Betriebstechnik.

Birgit Hefner von der Arbeitsagentur Schwäbisch Hall-Tauberbischofsheim, Ausbildung zum Fachinformatiker macht und damit die Chance nutzt, seine berufliche Zukunft auf eine tragfähige Grundlage zu stellen.

Nach der Mittleren Reife wollte er schon in den IT-Bereich einsteigen. Einen Ausbildungsplatz hatte er damals nicht gefunden. Es gab bessere Bewerber.  So begann eine „typische“ Helferkarriere. Immer wieder gejobbt, sei es als Servicekraft, Bauhelfer, als Eisverkäufer und immer wieder arbeitslos. Nach seinem Umzug in den Main-Tauber-Kreis musste er sich erneut arbeitssuchend melden und in den Gesprächen mit  seiner zuständigen Beratungsfachkraft  Annalena Karl von der Arbeitsagentur Schwäbisch Hall-Tauberbischofsheim  kristallisierte sich heraus, dass er mit Unterstützung der Arbeitsagentur nun einen zweiten Anlauf starten wollte, diese Helferkarriere zu beenden. Offensiv gingen die Agenturmitarbeiterin und  er auf die Suche nach einem geeigneten Ausbildungsplatz und waren erfolgreich. „Jetzt schaffe ich es“, davon ist Alexander D. überzeugt.

So wie ihm geht es inzwischen auch vielen anderen jungen Menschen zwischen 25 und 35 Jahren aus der Region: Nach intensiven Gesprächen mit Vermittlern, Fallmanagern und Beratern der Agentur Schwäbisch Hall-Tauberbischofsheim und der Jobcenter haben sie sich entschlossen, noch einmal durchzustarten.




So wie der 26-jährige Ilja C., der in Polen eine Ausbildung zum KfZ-Mechaniker gemacht hat, die aber in Deutschland nicht anerkannt wurde. Der sich als Hilfsarbeiter über Jahre mehr schlecht als recht durchgeschlagen hat und jetzt eine Ausbildung zum KfZ-Mechatroniker macht.

Oder wie Micha B., der mit 34 Jahren jetzt die Ausbildung als Betriebselektroniker begonnen hat und gute Chancen hat, von seinem Ausbildungsbetrieb übernommen zu werden.

Dass es sich lohnt, auch nach einem nicht so gelungenen Start in das Berufsleben eine Ausbildung mit Mitte 20 oder später zu beginnen, ist die Botschaft der Initiative von den Agenturen für Arbeit und den Jobcentern „AusBILDUNG wird was – Spätstarter gesucht“, die die Erstausbildung junger Erwachsener in den Fokus setzt.

Die Vorteile einer Berufsausbildung liegen auf der Hand: Fachkräfte müssen seltener den Arbeitgeber wechseln, werden seltener arbeitslos und besser bezahlt. Das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung hat ausgerechnet, dass Fachkräfte mit Ausbildung im Berufsleben über 300 000 Euro mehr verdienen als Ungelernte. Die besseren Chancen auf dem Arbeitsmarkt zahlen sich auch im Alter aus. Fachkräfte sind weniger der Gefahr von Altersarmut ausgesetzt und haben eine höhere Rente.

Gefördert werden können gering qualifizierte Arbeitslose sowie Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer ohne Berufsabschluss. Auch Geringqualifizierte mit Berufsabschluss, wenn sie in ihrem erlernten Beruf mehr als vier Jahre nicht mehr gearbeitet haben, können gefördert werden. Da Ausbildungen und Umschulungen auch in Teilzeit realisierbar sind, kommen auch Berufsrückkehrende oder Alleinerziehende in Betracht, bei denen die Kinderbetreuung nicht ganztags sichergestellt werde kann. Ausdrücklich wird mit dieser Initiative auch die Gruppe der 25 bis 35-jährigen gering Qualifizierter angesprochen, die derzeit in einer Beschäftigung sind.

Wer an einer Qualifizierung interessiert und arbeitslos ist, wendet sich an seinen jeweiligen Ansprechpartner in der Arbeitsagentur oder im Jobcenter. Beschäftigte, die zu dem entsprechenden Personenkreis gehören, erhalten weitere Informationen unter der kostenfreien Servicenummer 0800 4 5555 00. Unternehmen, die einen betrieblichen Umschulungsplatz anbieten möchten, können sich an ihren persönlichen Ansprechpartner im Arbeitgeberservice der Agentur für Arbeit Schwäbisch Hall-Tauberbischofsheim wenden oder kontaktieren die Service-Rufnummer 0800 4555520.

Unsere News jetzt auch einmal täglich per Mail

© www.NOKZEIT.de



Artikel empfehlen: