Polizei überwacht Eltern-Taxis an Schulen

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Neckar-Odenwald-Kreis. Verkehrsüberwachungen im Bereich von Schulen und Schulwegen führt die Polizei mit Beginn des neuen Schuljahres ab der kommenden Woche im Landkreis durch.

Neben der Geschwindigkeitsüberwachung an sensiblen Bereichen wird die Polizei dabei auch auf Behinderungen durch „Eltern-Taxis“, das Verhalten von Kraftfahrern an Bushaltestellen und Fußgängerüberwegen, Verstöße gegen Park- oder Halteverbote sowie die Gurtanlege- und Kindersicherungspflicht achten und Verstöße entsprechend ahnden. Auf das Verhalten der Schülerinnen und Schüler auf Schulwegen sowie die Verkehrssicherheit der von ihnen benutzten Fortbewegungsmittel wird ebenfalls ein Augenmerk gerichtet werden.

Gerade zum Schulanfang steigt die Unfallgefahr für Kinder besonders, da sich die Verkehrsteilnehmer sowie die Schülerinnen und Schüler wieder aufeinander einstellen müssen. Eine große Bedeutung kommt den Erwachsenen zu, die durch ihr eigenes vorbildliches Verhalten einen großen Beitrag zur Sicherheit im Straßenverkehr leisten können. Hierzu zählen u.a. das grundsätzliche Anlegen des Sicherheitsgurtes und die korrekte Sicherung junger Mitfahrer im Kindersitz oder Sitzkissen – selbst bei kurzen Fahrten. Denn die Gefahr für die Insassen bei einem Aufprall wird oft unterschätzt. So kann selbst ein Aufprall mit 15 km/h für Kinder, die ungesichert im Auto mitfahren, tödlich sein. Aber auch ein kurzes Anhalten oder Falschparken kann bereits die Unfallgefahr für Kinder aufgrund ihrer Körpergröße und ihres Sichtfeldes erhöhen. Auch bei Bushaltestellen ist größte Vorsicht geboten. Hier schreibt die Straßenverkehrsordnung langsames und bremsbereites Fahren vor. Sobald an einem Bus das Warnblinklicht eingeschaltet wird, darf nicht mehr überholt werden und auch im Gegenverkehr ist höchstens Schrittgeschwindigkeit erlaubt. Die beste Garantie dafür, dass Unfälle mit Kindern vermieden werden, ist deshalb ein umsichtiges Verhalten und eine rücksichtsvolle langsamere Fahrweise.



Dass das Tragen eines Radhelmes bei einem Fahrradunfall schwere Kopfverletzungen verhindern oder gar Leben retten hat, hat sich schon in vielen Fällen erwiesen. Daher wird die Nutzung eines Radhelmes dringend empfohlen.

In Baden-Württemberg wurden bei der Polizei im Jahr 2012 insgesamt 610 Verkehrsunfälle auf dem Schulweg registriert. Bei 565 dieser Unfälle wurden 98 Kinder und Jugendliche schwer und 460 leicht verletzt; ein Kind kam auf dem Schulweg ums Leben.

Im Neckar-Odenwald-Kreis sind bei der Polizei für das Jahr 2012 sechs Verkehrsunfälle auf dem Schulweg erfasst. Drei Kinder und Jugendliche erlitten hierbei leichte Verletzungen.

Im vergangenen Jahr ereigneten sich im Landkreis einschließlich der Schulwegunfälle insgesamt 16 Verkehrsunfälle, an denen Kinder beteiligt waren. Hierbei wurden 12 Kinder schwer und 17 Kinder leicht verletzt.

Hinweise und Tipps zum Thema „Sicherer Schulweg“ gibt es im Internet unter www.gib-acht-im-verkehr.de

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