In Unterzahl gegen 12 zum Sieg

Logofsvdornberg

SV Wettersdorf/Glashofen II – FSV Dornbach 1:3

von Felix Scheuermann

Am Sonntag stand das nächste Saisonspiel für den FSV Dornberg an. Der Gegner war der SV Wettersdorf/Glashofen II, letzte Saison die beste Mannschaft der Liga und Angstgegner des FSV. Denn gegen diesen Verein hatten man bisher alle Spiele teilweise recht deutlich verloren. Doch nach dem grandiosen Sieg gegen Eubigheim (NZ berichtete) waren alle zuversichtlich, dieses Mal endlich Punkte mitnehmen zu können. Außerdem konnten wir mit der gleichen Startaufstellung wie gegen Eubigheim antreten, was sehr optimistisch stimmte.

Und bereits von Beginn an war der FSV Dornbach die bessere Mannschaft. Man setzte die gegnerischen Spieler früh unter Druck und provozierte viele Ballverluste. Leider gelang es nicht, früh in Führung zu gehen, da die guten Chancen zunächst nicht genutzt wurden. Doch auch Wettersdorf/Glashofen kam nur sporadisch zu Chancen. Die beste Möglichkeit konnte FSV-Torwart Julian Stieber mit einer tollen Parade vereiteln, sodass es beim 0-0 blieb. Eine Führung von Wettersdorf/Glashofen wäre auch nicht verdient gewesen, da die Platzherren große Schwierigkeiten hatten, gegen die gut gestaffelte Hintermannschaft der Gäste länger im Ballbesitz zu bleiben. Dies schien auch der Schiedsrichter zu merken, weswegen er immer mehr entscheidend in das Spiel eingriff. Zunächst pfiff er eine tolle Möglichkeit für Ebrima Sanyang wegen angeblichen Foulspiels ab. Er hätte alleine auf das Tor zulaufen und wahrscheinlich die Führung erzielen können, doch der Schiedsrichter hatte etwas dagegen. Dies bewies er auch ein paar Minuten später, als er ein reguläres Tor von Uche Nwazubar wegen einer angeblichen Abseitsstellung abpfiff. Er ignorierte hierbei einfach, dass gleich zwei Spieler von Wettersdorf/Glashofen deutlich tiefer als Uche standen und so das Abseits aufhoben. Hierbei sei erwähnt, dass der Schiedsrichter von Wettersdorf/Glashofen gestellt wurde, da offenbar kein Unparteiischer zur Verfügung stand.

Doch schließlich konnte auch der Schiri die Führung nicht mehr verhindern. Nach einer Ecke wurde der Ball verlängert und Uche Nwazubar beförderte den Ball aus kurzer Distanz ins Tor. Die Freude war riesig. Und der FSV Dornberg blieb auch nach der Führung die bessere Mannschaft. Doch noch in der ersten Halbzeit wurde unser Team durch einen Platzverweis geschwächt. Frederik Böna erhielt wegen wiederholten Meckerns die Ampelkarte. Aber auch davon ließ sich die Mannschaft nicht beeindrucken und  ging mit einer Führung in die Pause.




In der Halbzeit stellte Trainer Andreas etwas um, da man wegen der Unterzahl die Defensive stabilisieren wollte. So lief im zweiten Durchgang nur eine FSV-Spitze auf.

Der SV Wettersdorf/Glashofen II kam angesichts der Überzahl nun besser ins Spiel und hatte zunehmend mehr Ballbesitz. Doch das Tor erzielte Dornberg. Bei einem Konter zog Ebrima Sanyang  aus der Entfernung ab, der Ball senkte sich unhaltbar in den Winkel und es stand dank eines Traumtors 2:0. Wer nun an  eine beruhigende Führung dachte, hatte ohne den „Schiedsrichter“ kalkuliert. Eine weitere Fehlentscheidung brachte Wettersdorf/Glashofen wieder zurück ins Spiel. Denn der Vorlagengeber zum Anschlusstreffer stand klar im Abseits, aber auch dies wurde „übersehen“. Die Gastgeber erhöhten nun weiter den Druck und das Spiel drohte zu kippen.

Aber der FSV Dornberg bewies Charakter und verteidigte mit großem Kampfgeist. In der letzten Minute fiel schließlich das erlösende 1:3. Roody Alkhaled setzte sich toll durch und hob den Ball mit viel Gefühl über den Torwart ins Tor. Damit war das Spiel entschieden und die Freude beim Abpfiff war riesig.

Die Leistung des FSV Dornberg kann gar nicht hoch genug eingeschätzt werden. Denn man schlug nicht nur die beste Mannschaft der letzten Saison, sondern spielte lange Zeit in Unterzahl und hatte auch noch den Schiedsrichter gegen sich. Doch all dies konnte den zweiten Sieg im dritten Spiel nicht verhindern. Wenn man es schafft, die Leistung der letzten beiden Spiele konstant über die Saison hinweg zu bringen, kann dies eine sehr erfolgreiche Spielzeit werden.

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