Personalwechsel im Gemeinderat vollzogen

„Nicht nur den Stuhl besetzen, sondern den Bürgern gerecht werden.“

PM Buergermeister Markus Haas verabschiedet Anke Steck

Bürgermeister Markus Haas verabschiedet Anke Steck, die dem Gemeinderat auf der SPD-Liste seit 2009 angehörte. In den vier Jahren ihrer Zugehörigkeit zum Kommunalparlament hat sie sich fraktionsübergreifend aufgrund ihrer Kompetenz und ihres sachlichen Arbeitsweise großen Respekt erarbeitet. (Foto: Hofherr)

Waldbrunn. Knapp ein Jahr vor den nächsten Kommunalwahlen in Baden-Württemberg, die am 25. Mai 2014 stattfinden, musste sich der Gemeinderat Waldbrunn noch einmal mit einer personellen Veränderung befassen. Nachdem sie in Eberbach zur Hauptamtsleiterin bestellt wurde, hat die SPD-Gemeinderätin Anke Steck ihr Ausscheiden aus dem Gremium beantragt. Aufgrund ihrer neuen beruflichen Tätigkeit sei sie zeitlich so stark eingebunden, dass es ihr nicht  mehr möglich sei, ihr Mandat im Kommunalparlament ihrer Heimatgemeinde ordnungsgemäß und verantwortungsbewusst auszuüben. Insbesondere die Tatsache, dass sie in ihrer beruflichen Funktion regelmäßig an Gemeinderat- und Ausschusssitzungen präsent sein müsse, stehe der Wahrnehmung des Amts entgegen. Da ein Amtsträger gemäß Gemeindeordnung sein Ausscheiden aus wichtigem Grund verlangen kann, stimmten die Gemeinderatskollegen dem Antrag von Anke Steck einstimmig zu.

Anschließend dankt Bürgermeister Markus Haas der ausgeschiedenen Politikerin für ihr großes Engagement im Gemeinderat. Mit enormen Fachwissen und vielen sachlich und konstruktiven Beiträgen habe sie die das Wohl der Gemeinde entscheiden mitbestimmt. Außerdem habe sich mit ihrer freundlichen und erfrischenden Art zu einer guten Atmosphäre im Kommunalparlament  beigetragen, lobte Haas.

Auch die Sprecher der Fraktionen dankten Anke Steck für die gute Zusammenarbeit und die bereichernden Diskussionen. Anke Steck ließ ihre ehemaligen Kollegen wissen, dass sie ihr Amt nur ungern aufgebe. Die Arbeit im Gemeinderat habe ihr großen Spaß gemacht. Allerdings könne sie ihrer Verpflichtung den Bürgern gegenüber nicht mehr nachkommen. Es fehle die Zeit, sich gewissenhaft auf die Sitzungen vorzubereiten. Sie möchte nicht nur den Stuhl im Ratsaal besetzen oder repräsentative Termine bei Dorffesten wahrnehmen, sondern sich voll und ganz einbringen sowie Themen erarbeiten. Da dies nicht mehr mit ihrer beruflichen Tätigkeit vereinbaren lasse, habe sie ihr Ausscheiden beantragt. Abschließend dankte sie dem Gremium für die Bereitwilligkeit, ihrem Antrag zu entsprechen.

Nachdem bei Nicole Wagner keine Hinderungsgründe festgestellt wurden, rückte sie auf der Liste der SPD für Anke Steck in den Gemeinderat nach. Bürgermeister Markus Haas übernahm anschließend die Einführung und Verpflichtung der neuen Gemeinderätin und erinnerte an die gewissenhafte Erfüllung der Amtspflichten. Nachdem sie ihren Eid abgelegt hatte, nahm Nicole Wagner im Gremium Platz.




Es folgte die Neubesetzung diverser Ausschüsse. Norbert Bienek übernahm die Mitgliedschaft im Verwaltungsausschuss. Nicole Wagner ist künftig Stellvertreterin. Auch im Land- und Forstwirtschaftlichen Ausschuss wurde sie zum stellvertretenden Mitglied gewählt.

Bevor der Gemeinderat die Personalie abhandelte, sprach man sich für die Teilnahme am Projekt „Alla Hopp!“ der Dietmar Hopp Stiftung. Im Rahmen dieser Aktion sollen 18 generationenübergreifenden Bewegungs- und Begegnungsanlagen entstehen. Insgesamt will die Stiftung 40 Mio. Euro einsetzen, um die Begegnung von Jung und Alt auf Grundlage von Bewegung zu fördern. Das von Experten entwickelte Konzept für Bewegung und Begegnung sieht frei zugängliche Anlagen vor, die nach Lust und Laune genutzt werden können um sich zu bewegen, fit zu halten und soziale Kontakte zu knüpfen. Eine Anlage besteht aus drei bis vier Modulen mit Bewegungsparcours, Kinderspielplatz für die Jüngsten, naturnaher Spiel- und Bewegungsplatz für Schulkinder und Bewegungsplatz für jugendliche Sportler.

Die Gemeinde muss ein zentral gelegenes Grundstück von 5.000 qm bereitstellen, für mindestens 15 Jahre die Unterhaltungskosten zu übernehmen und das Engagement der Bürger zu initiieren und zu fördern. Vonseiten der Gemeinde wurde vorgeschlagen, dass der Park an der Katzenbuckel-Therme als geeignete Fläche in eine Bewerbung aufgenommen werden soll. Auch ein Teil der Liegewiese könne genutzt werden. Die zentrale Lage in der Nähe von Jugendhaus, Vereinen, Winterhauch-Schule und Seniorenheimen mache den Park zum geeigneten Ort. Sollte man zu den Gewinnern gehören, könne man das DRK, die VHS sowie die Vereine einbinden, um die Anlage zu beleben. Nachdem noch einige Anregungen eingebracht worden waren, stimmte der Gemeinderat geschlossen für eine Antragstellung bei der Hopp-Stiftung.

Nachdem sich in den vergangenen Jahren enorme Veränderungen im Bereich der Kinderbetreuung ergaben, sah die Gemeindeverwaltung die Notwendigkeit, eine neue Benutzungsordnung für die Kindergärten der Gemeinde Waldbrunn zu erlassen. Mit einer geringfügigen Änderung wurde die Ordnung verabschiedet. Anschließend kaufte der Gemeinderat für gut 30.000 Euro ein neues Fahrzeug für den Bauhof der Gemeinde.

Mit der Verlesung des Protokolls einer nicht öffentlichen Gemeinderatssitzung, in der unter anderem bekannt gegeben wurde, dass Uli Schöpwinkel  neuer Rektor der Winterhauch-Schule wird und damit Rektor Karl Völker nachfolgt, der im Jul in den Ruhestand verabschiedet wurde (wir berichteten).

Nach nur 90 Minuten konnte Bürgermeister Markus Haas die September-Sitzung der Waldbrunner Gemeinderats schließen.

KP Buergermeister Markus Haas begruesst Nicole Wagener

Bürgermeister Markus Haas begrüßt die neue Gemeinderäte Nicole Wagner. (Foto: Hofherr)

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