Klinik-Finanzdesaster größte Herausforderung

CDU sorgt sich um Musiklehrkräfte im ländlichen Raum

Neckar-Odenwald-Kreis. Zu drei kurzfristig einberufenen Sondersitzungen hatte sich die CDU-Kreistagsfraktion seit Ende der Sommerferien getroffen, um sich mit den Finanzen der Kreiskliniken zu befassen. Information gab es noch zu den Schulen und der Diskussion um den Abbau von Studienplätzen an der Musikhochschule Mannheim.

Fraktionsvorsitzender Karl Heinz Neser und die Aufsichtsräte informierten über den jeweils aktuellen Erkenntnisstand. Sie legten nochmals an Hand der Daten dar, dass der Aufsichtsrat an dem plötzlich aufgetretenen Finanzloch keine Schuld trägt; auch sei es nirgendwo Aufgabe des Aufsichtsrats, in die Buchung der Finanzabteilung Einblick zu nehmen. In aller Ruhe und der notwendigen Konsequenz werden jetzt die Probleme aufgearbeitet. Die Bewältigung des Kliniken-Finanzdesasters sei die größte Herausforderung für den Landkreis. Unabhängig davon müsse beachtet werden, dass die Krankenhäuser seit Jahren chronisch unterfinanziert sind und deshalb „rote Zahlen“ schreiben. Hier müssen der Gesetzgeber und auch die Krankenkassen etwas ändern.

Mit dem neuen Schuljahr werden wieder die durch die Bildungspolitik der grün-roten Landesregierung ausgelösten Probleme deutlich. Die Landkreise als Träger der beruflichen Schulen sehen daher die Entwicklung der Schullandschaft in unserem Land mit großer Sorge, weil die Berufsschulen und die Duale Ausbildung nicht im Vordergrund der Landespolitik stehen. Gerade der ländliche Raum müsse darauf bestehen, hier nicht benachteiligt zu werden., wenn es um Ausbildungsangebote vor Ort geht.

Positiv aufgenommen wurde eine Resolution der CDU-Fraktion im Verband Region Rhein-Neckar, die sich für den Erhalt der Studienplätze an der Staatlichen Musikhochschule Mannheim ausspricht. „Die Ausbildung in den Bereichen Orchester und Schulmusik in Mannheim ist für die Orchesterkultur und für die Schulmusik von großer Bedeutung“. Auch wird darauf hingewiesen, dass sämtliche öffentlichen Musikschulen in der gesamten Region maßgeblich von Honorarkräften getragen werden, die von der Musikhochschule in Mannheim kommen. „Wenn diese Lehrkräfte künftig nicht mehr zur Verfügung stehen, ist die musikalische Ausbildung vieler tausend Musikschülerinnen und Musikschüler akut gefärdet. Dies gilt insbesondere für den Ländlichen Raum, wo die Zahl der festangestellten Musiklehrer deutlich geringer ist“. Dasselbe gelte auch für eine Vielzahl von Musikvereinen und Chören, die von Dirigenten geleitet werden, die in Mannheim ausgebildet wurden oder werden. „Ein Abbau der Studienplätze in Mannheim beschädigt deshalb auch das ehrenamtliche Engagement in der gesamten Metropolregion“. Die Resolution wurde inzwischen einstimmig angenommen; lediglich die Fraktion der Grüne enthielt sich in der Abstimmung.

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