Seckacher Grundbuch künftig in Tauberbischofsheim

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Auf dem Foto vor der endgültigen Fahrdecke. Leider hat sich nun herausgestellt, dass die Straße im „unfertigen Zustand“ angenehmer zu befahren war als sie es nach Aufbringen der Abschlussdecke ist. (Foto: Liane Merkle

Seckach. (lm) Beim Eigenbetrieb „Wasserversorgung Seckach“ erhöhen sich im Zuge des Nachtragswirtschaftsplans die Einnahmen und Ausgaben des Vermögensplanes um je 288.300 Euro auf nunmehr 790.500 Euro. Auch der Gesamtbetrag der vorgesehenen Kreditermächtigungen erhöht sich um 223.900 Euro auf 428.900 Euro. Dies beschloss der Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung unter Leitung von Bürgermeister Thomas Ludwig im Großen Sitzungssaal des Seckacher Rathauses.

Die ursprüngliche Planung belief sich nach Aussage von Kämmerer André Kordmann dabei auf 502.200 Euro bei einer Nachtragsplanung von insgesamt 790.500 Euro. Entgegen der ursprünglichen Planung konnte mit der Umsetzung des 1. Bauabschnitts der Wasserversorgungskonzeption für die Gesamtgemeinde zügig begonnen werden. Die Arbeiten für den Teilabschnitt der Zu- und Ableitungen des geplanten Hochbehälters „Talberg“ von der Waidachshofer Straße bis zum Hochbehälterstandort können noch in diesem Jahr fertig gestellt werden. Wie Baumamtsleiter Roland Bangert erläuterte, haben sich die Kosten für die Maßnahme nicht erhöht, man habe nur früher begonnen, um die Fördermittel voll ausschöpfen zu können. André Kordmann: „Aufgrund dieser Tatsache und unter Berücksichtigung der anfallenden Planungskosten muss der Ausgabenansatz deutlich um 230.000 Euro auf 430.000 Euro erhöht werden. Dadurch erhöht sich auch die dazugehörende Förderung von 205.500 Euro.“ Die Ausgaben für den Hochbehälter „Waidachshof“ erhöhen sich auf 50.000 Euro, da neben dem ursprünglich geplanten Einbau einer Auskleidung noch weitere Baumaßnahmen durchgeführt werden müssen.

Ebenfalls erhöhen sich die Ausgaben der Wasserversorgung im Zuge der Neugestaltung der Bahnhofstraße mit der Erschließung des Gewerbegebietes „Am Bahnhof“ um 24.000 Euro auf nunmehr 102.000 Euro, da sich auch hier der Maßnahmenumfang erweitert hatte. Die Kosten für den Erwerb eines Baggers sind in der Nachtragsplanung ebenfalls mit 38.000 Euro anstatt bisher mit 27.000 Euro veranschlagt. Der voraussichtliche Schuldenstand im Eigenbetrieb „Wasserversorgung Seckach“ beträgt zum Jahresende 1.713.177 Euro. Zur Finanzierung der Investitionen wurde der Bürgermeister ermächtigt, ein Kommunaldarlehen in Höhe von 120.000 Euro aufzunehmen, außerdem sollen Kreditermächtigungen aus den Vorjahren von 120.000 Euro berücksichtigt werden.




In einem weiteren Tagesordnungspunkt stimmte der Gemeinderat einem dem Zuschuss des Badischen Sportbundes entsprechenden Investitionskostenzuschuss von 6.810 Euro an den FC Zimmern für den Einbau einer automatischen Beregnungsanlage (Kosten 22.700 Euro) auf seinem 2001 erbauten Sportplatz zu. Tenor des Gremiums: „Durch diese Maßnahme erhöht sich nicht nur der Wert des Platzes, sondern entlastet auch die ehrenamtlich tätigen Mitglieder des FC Zimmern in erheblichem Umfang, da die bislang manuelle Bewässerung entfällt.“ Diskutiert wurde noch die eventuell fehlende Wassermenge in einem trockenen Sommer, die man ungern mit teurem Bodenseewasser auffüllen möchte. Als Alternative wurde angeregt, den alten Brunnen zu aktivieren und von dort das Wasser per Fass zum Sportplatz zu bringen. Laut Bürgermeister Ludwig wird man hier noch eine entsprechende Kostenrechnung aufstellen.

Beschlossen wurde auch ein Antrag beim Justizministerium Baden-Württemberg für die Einrichtung einer Grundbucheinsichtstelle und einen Zugang zur Teilnahme am automatisierten Abrufverfahren. Das Grundbuch der Gemeinde Seckach wird künftig aufgrund eines Gesetzes des baden-württembergischen Landtages beim Amtsgericht Tauberbischofsheim geführt und in Seckach zum 12. Mai nächsten Jahres aufgehoben. Über die freiwillige Gerichtsbarkeit besteht für rechtlich selbständige Gemeinden allerdings die Möglichkeit, eine Grundbucheinsichtsstelle einzurichten. Gleichzeitig kann die Gemeinde auch am automatisierten Abrufverfahren teilnehmen.

Seckacher Gemeinderat in Kürze:
Leider hat sich die neu gestaltete Bahnhofstraße in Seckach zur Rumpelstrecke mutiert und auf Anfrage des Gremiums erläuterte Roland Bangert, dass eine Korrektur vermutlich vor dem Winter nicht mehr möglich sein wird und das Problem vielleicht durch eine Kostenreduzierung geregelt werden muss. Man wird das Gremium auf dem Laufenden halten.

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