Flitterwochen erst nach 50 Ehejahren

Goldene Hochzeit Bergmann

(Foto: Liane Merkle)

Mudau. (lm) Das Fest der Goldenen Hochzeit feiern am heutigen Samstag die Wahl-Mudauer Brunhild und Robert Bergmann im würdigen Rahmen ihrer „Flitterwochen“ in Bad Kissingen, denn die haben sie sich vor 50 Jahren einfach noch nicht leisten können.

 Kennengelernt hat sich das Paar während einer Tanzveranstaltung zum Schlesiertreffen im Spätsommer 1962 „Am Trappensee“ in Heilbronn, was deutlich macht, wie klein die Welt doch ist. Denn Brunhild Bergmann war als ältere von zwei Töchtern des Polizisten Otto Hennig und dessen Ehefrau Gerda am 22. März 1941 in Breslau zur Welt gekommen. 1954 wurde die Familie vertrieben und kam über Zaberfeld nach Heilbronn, wo die Jubilarin aufwuchs und die Schule besuchte. Danach arbeitete sie zwei Jahre als Hilfe in einem Arzthaushalt, kurze Zeit in einer Elektronikfirma und nachdem die beiden Kinder aus dem Gröbsten heraus waren, war die Jubilarin 18 Jahre lang in der Gardinenfabrik Obrigheim beschäftigt. Inzwischen freut sich die rüstige Rentnerin, dass sie neben dem Haushalt ausschließlich ihren Hobbys – Kuchen backen, Schwimmen und Lesen – nachgehen darf.




Der Jubilar wurde als viertes von sechs  Kindern des Isolierers für Wasserdampfrohre Hans Bergmann und dessen Ehefrau Gertrud am 21. Januar 1938 in Sachsenhausen (Oranienburg) geboren. Als er nach der Schule keine Lehrstelle fand, überbrückte er zunächst zweieinhalb Jahre als Hilfe auf einem Bauernhof in der Nähe bevor es ihn beruflich über Köln nach Neckarsulm und Heilbronn verschlug. Das mit der Lehre hat leider nicht mehr geklappt, dafür ist aus dem handwerklich begabten jungen Mann ein echter Allrounder geworden.  Zusammen mit seiner Brunhild hat er sogar kurzfristig in der Weinsberger Fachklinik gearbeitet bevor er 13 Jahre lang einer Frankenbacher Maschinenfabrik und dann 17 Jahre einer Neckarbischofsheimer Elektronikfabrik die Treue hielt.

Schon der Lebenslauf des fleißigen Paares zeigt, dass sie oft umziehen mussten. Vor 13 Jahren hatten sie dann endgültig genug vom „Vagabundenleben“ und kauften sich in Mudau ein Haus und sind inzwischen in der Odenwaldgemeinde überaus heimisch geworden. Da trifft es sich gut, dass Robert Bergmann so verrückt aufs Heimwerken, Haus sanieren und die Gartenarbeit ist, denn in diesen drei Punkten kann er sich beim jetzigen Eigenheim so richtig austoben. Wenn das Paar vom „Flittern“ zurück kommt, startet es seine besondere „Feier-Tournee“ mit den noch lebenden Geschwistern, mit den beiden Kindern sowie deren Ehepartnern und drei Enkeln. 

Den zahlreichen Glückwünschen, die das Paar heute erreicht, schließt sich die Redaktion gerne an und wünscht dem Jubelpaar neben schönen Flitterwochen vor allem Gesundheit. 

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