Planspiel zur Prävention von Cyber-Mobbing


Interessiert erarbeitete die 9d Dynamik und Folgen des Cyber-Mobbings und sinnvolle Regeln für einen verantwortungsvollen Umgang miteinander im Netz (Foto: Dominique Deetjen-Hornek )

Eberbach. (pm) „Coco stellt ein Foto von ihrem Ex-Freund Luk ins Netz – sie markiert ihn mit ‚Missgeburt‘. Innerhalb kurzer Zeit erscheinen 20 ‚Gefällt mir-Daumen‘ und einige Kommentare wie ‚ja du Opfer‘, ‚lol‘ etc. Luk wird von immer fieseren Kommentaren fertiggemacht. Das Blöde ist auch, dass Coco und die anderen Cliquenmitglieder jeweils wenigstens 160 Freunde haben. Das Bild und die Kommentare machen so die ganz große Runde…“
Diese Situation ist nur Fiktion. Sie stammt aus einem Planspiel zur Prävention von Cyber-Mobbing. Doch die Situation ist realistisch. Immer wieder werden Jugendliche mit vergleichbaren Erlebnissen konfrontiert.

Um eine solche Eskalation nach Möglichkeit zu vermeiden, spielte die Klasse 9d des Hohenstaufen-Gymnasiums zusammen mit ihrer Deutschlehrerin Dr. Gabriele Sellner ein Planspiel, das die Schülerinnen und Schüler für dieses Thema sensibilisieren sollte. Organisiert und durchgeführt wurde dieser Präventionstag von den Schulsozialarbeitern Patrick Falkenberg, Natalie Rügler, Dominique Deetjen-Hornek und Tina Dörner vom Postillion e.V.

In verschiedenen Kleingruppen mussten die Jugendlichen sich in die Rollen von Coco, Luk, Freunden, Eltern und Lehrern eindenken und Handlungsstrategien entwickeln. Diese mussten dann in Gesprächen und simulierten Facebook-Einträgen angewendet werden. Dabei wurde deutlich, welche fatalen Folgen das Weiterleiten oder Kommentieren solcher Nachrichten für das Opfer haben kann.

In einer abschließenden Reflexionsphase erarbeitete die Klasse eine Selbstverpflichtung für einen verantwortungsvollen Umgang miteinander im Netz.

© www.NOKZEIT.de


Artikel empfehlen: