Ortschaftsrat votiert gegen Mudbach-Verdolung

Mudau. (lm) Im Rahmen der letzten öffentlichen Sitzung des Mudauer Ortschaftsrates unter der Leitung von Ortsvorsteher Klaus Erich Schork in diesem Jahr ging es auch um die „Mudbach-Verdolung“. Hierbei stellte Horst Rieß vom zuständigen Planungsbüro die drei geplanten Bauabschnitte vor und erläuterte die Vorgehensweise.

Im ersten Bauabschnitt vom Einlauf bis zur Hauptstraße soll eine geschlossene Sanierung durchgeführt werden. Von der Hauptstraße bis zu einem privaten Anwesen wird im zweiten Abschnitt das offene Bachbett mit einer Blocksatzbauweise befestigt und ein Zaun soll dabei als Absturzsicherung dienen. Dabei soll auch das Kriegerdenkmal aus baubedingten Gründen und Platzmangel versetzt werden. Im dritten Bauabschnitt sieht der Plan vor, dass der Bachlauf hinter den Häusern bis zum Auslauf mit einer Betonmauer und bis zu den Garagen auf der anderen Bachseite mit Blockzusatzbauweise befestigt wird. Für die angrenzende Metzgerei Hauk würde das bedeuten, dass deren Lieferantenparkplatz geschlossen wird. Nach der Wallstraße (jetziger Parkplatz) werde mit der Blocksatzbauweise weiter gemacht. Wie den Informationen von Planer Rieß weiter zu entnehmen war, sei eine gesamte Innensanierung der Mud nicht möglich und man gehe davon aus, dass die Gebäude schon vor der Verdolung standen und somit keine Gebäudeschäden zu erwarten seien.

Werbung



Unterschiedlicher Auffassung war man bezüglich der rechtlichen Auslegung durch das Landratsamt im Rahmen des öffentlichen Interesses. Nach Meinung von Ortsvorsteher Schork besteht ein öffentliches Interesse am jetzigen Kriegerdenkmal und am Parkplatz bei der Metzgerei Hauk für eine Wiederverschließung, was sich auch im einstimmigen Veto des Ortschaftsrates widerspiegelte. Für die gesamte Sanierungsmaßnahme rechnet man mit Gesamtkosten in Höhe von 510.000 Euro.

In einem weiteren Tagesordnungspunkt wurde bekannt gegeben, dass die Amtszeit von Stefan Scholl als Wildschadenschätzer ausläuft und Gerhard Sammet als Nachfolger vorgeschlagen wurde, der sich allerdings Bedenkzeit erbat. Zugestimmt wurde dem Antrag des Golfclubs Mudau für das Aufstellen eines Hinweisschildes an der Donebacher Straße, wobei der Standort noch mit der Gemeinde abgestimmt werden muss.

Sein „Ja“ gab das Gremium auch dem Bauantrag eines Einfamilienhauses mit Doppelgarage, bei dem eine Überschreitung der Baugrenze um 70 cm vorliegt. Aus den Reihen der Bürgerschaft kam die Anregung auf eine einheitliche Anbringung von Hausnummern in der Gesamtgemeinde und Ortsvorsteher Schork gab bekannt, dass bei der Gemeindeobstversteigerung vier Euro eingenommen wurden. Aus den Reihen des Ortschaftsrates wurde das Aufstellen von Hundetoiletten angeregt und eine Anfrage auf bestehende Brandgefahr bei der Hackschnitzellagerung auf dem Gelände der alten Straßenmeisterei wurde als nicht bestehend beantwortet.

Ortsvorsteher Klaus Erich Schork bedankte sich bei den Mitgliedern und der Bürgerschaft sowie bei der Gemeindeverwaltung und dem Bürgermeister für das harmonische und zukunftsweisende Miteinander und gab bekannt, dass er bei der nächsten Kommunalwahl nicht mehr für diese Position zur Verfügung stehe. Die gute Zusammenarbeit unterstrich auch Bürgermeister Dr. Norbert Rippberger, der dem Ortschaftsrat für sein Engagement im Interesse aller Bürger dankte.

© www.NOKZEIT.de


Artikel empfehlen:

Werbeanzeigen