Weihnachtsbeleuchtung jetzt Sache der Stadt

Verzicht auf Kostenbeteiligung des Einzelhandels

Wertheim. (pm) Die historische Altstadt in weihnachtlichem Lichterglanz zieht alle Jahre wieder Einheimische wie Auswärtige in ihren Bann. Künftig verzichtet die Stadt Wertheim darauf, die Einzelhändler, Dienstleister und Gastronomen an den Kosten der Weihnachtsbeleuchtung zu beteiligen. Diese Entlastung der Betriebe in der Innenstadt ist ein weiterer Punkt aus dem Maßnahmen-programm zur Stadtentwicklung, das der Gemeinderat beschlossen hat. Oberbürgermeister Stefan Mikulicz sieht ihn als „kleinen, aber wichtigen Baustein in dem Bemühen, den Einzelhandelsstandort Innenstadt zu stärken.“

Beginnend ab dem Jahr 2005 hat die Stadt Wertheim die Weihnachtsbeleuchtung in der Innenstadt erneuert und dabei auf moderne und zum Charakter der Altstadt passende Lichteffekte gesetzt. Das Konzept ist aufgegangen: Der weihnachtliche Lichterzauber in Wertheim ist ein Alleinstellungsmerkmal in der Region und hat die Besucher- und Kundenfrequenz in der Weihnachtszeit deutlich erhöht.




Mit der Entscheidung für die neue Weihnachtsbeleuchtung war im damaligen Gemeinderat die Erwartung verbunden, dass sich die Einzelhandels-, Gastronomie- und Dienstleistungsbetriebe in der Innenstadt an den jährlich anfallenden Kosten beteiligen. Immerhin summiert sich der Aufwand für Auf- und Abbau, Unterhaltung, Stromverbrauch usw. auf etwa 26.000 Euro pro Jahr. Die Verwaltung hatte ein pauschaliertes Kostenmodell entwickelt, das alle etwa 130 Betriebe einbezog, die an den weihnachtlich beleuchteten Gassen und Plätzen der Innenstadt lagen. Gewerbebetriebe in Erdgeschosslage zahlten 60 Euro, Betriebe in Obergeschosslagen 30 Euro. Mit den Einnahmen aus diesen Betriebskostenpauschalen konnten jedes Jahr rund 6.300 Euro der Kosten gedeckt waren, den großen Rest finanzierte jeweils die Stadt Wertheim.

Jetzt verzichtet die Stadt auf diesen Kostenbeitrag – und zwar schon in diesem Jahr – und entlastet damit den lokalen Einzelhandel und die weiteren Gewerbebetriebe. Diese Maßnahme ist ein weiterer Baustein in dem Gesamtbemühen der Stadt, die Innenstadt zu stärken und die Standort-bedingungen zu verbessern. Sie ist Bestandteil des Sofortprogramms, das auf Beschluss des Gemeinderats als Ergebnis des Bürgerworkshops zur Stadtentwicklung am 12./13. Juli diesen Jahres umgesetzt werden soll. Der Gesamtkatalog umfasst 47 Maßnahmen, davon sollen 26 mit einem Kostenvolumen von 1,5 Millionen Euro bereits im Jahr 2014 angegangen werden. Sie sind in den Haushalt 2014 eingearbeitet, den der Gemeinderat in seiner Sitzung am 16. Dezember beschlossen hat.

© www.NOKZEIT.de


Artikel empfehlen: